Neues Schloss Schleißheim
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Neues Schloss Schleißheim, Max-Emanuel-Platz, Oberschleißheim

Neues Schloss Schleißheim, Max-Emanuel-Platz, 85764 Oberschleißheim, Germany

Neues Schloss Schleißheim | Öffnungszeiten & Tickets

Das Neue Schloss Schleißheim in Oberschleißheim vor den Toren Münchens verbindet auf einzigartige Weise fürstliche Barockarchitektur, bedeutende Kunst und erholsame Gartenlandschaft. Der repräsentative Prachtbau des bayerischen Kurfürsten Max Emanuel beherbergt heute die Staatsgalerie Europäische Barockmalerei der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen mit Meisterwerken unter anderem aus Flandern, Italien, Deutschland und Frankreich. Gemeinsam mit dem Alten Schloss und Schloss Lustheim bildet es eine eindrucksvolle Anlage mit streng geometrischem Hofgarten, Kanälen und Wasserspielen. Besucher profitieren von gut angebundenen Verkehrswegen (S‑Bahn S1, Bus 292/295, B13/B471, A92/A99) sowie rund 120 Parkplätzen am Max‑Emanuel‑Platz. Dank Aufzügen, stufenarmen Wegen und ausgewiesenen Behindertenstellplätzen ist der Zugang weitgehend barrierearm. Wer eine Veranstaltung plant, findet im Neuen Schloss Räume von intim bis imposant – bis hin zu Stehempfängen für bis zu 700 Gäste. Diese Seite bündelt die wichtigsten Informationen aus offiziellen Quellen: Öffnungszeiten, Tickets & Preise, Anfahrt & Parken, Heiraten & Räume mieten, Baustil & Geschichte sowie praktische Tipps zu Fotos und Gepäck – damit Ihr Besuch reibungslos gelingt.

Öffnungszeiten im Überblick: saisonale Zeiten, Schlossmontag und Hofgarten

Die Schlösser der Schleißheimer Anlage folgen einem klaren, jahreszeitlich abgestuften Zeitplan, der sich leicht merken lässt und eine solide Besuchsplanung ermöglicht. Altes und Neues Schloss sowie Schloss Lustheim sind in der warmen Jahreshälfte von April bis einschließlich September täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. In der kühleren Periode von Oktober bis einschließlich März gelten verkürzte Zeiten, dann ist der Einlass von 10 bis 16 Uhr. Wichtig: Montags bleiben die Museen regulär geschlossen. Ausnahmen gelten an ausgewählten Feiertagen, an denen trotz Wochentag „Montag“ geöffnet ist – dazu zählen unter anderem der 6. Januar (Heilige Drei Könige), Ostermontag, der 1. Mai, Pfingstmontag, Mariä Himmelfahrt am 15. August, der Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober sowie Allerheiligen am 1. November. Vollständig geschlossen ist die Anlage an einigen feststehenden Tagen im Jahreslauf: am 1. Januar sowie am 24., 25. und 31. Dezember. Wer die Parkanlagen mit ihren langen Achsen, Bosketts und dem Parterre vor der Gartenfassade genießen möchte, profitiert von erweiterten Hofgarten‑Zeiten: Im Hochsommer sind die Wege bis 20 Uhr zugänglich, im Übergang Frühjahr/Herbst bis 18–19 Uhr, im Winterhalbjahr bis 17 Uhr. Von April bis Ende September erfreuen die Wasserspiele täglich jeweils zur vollen Stunde für etwa 30 Minuten – ein stimmungsvolles Extra, das besonders in der Nachmittagssonne und in der goldenen Stunde schöne Fotomotive erzeugt. Für einen komfortablen Rundgang im Neuen Schloss stehen Sitzgelegenheiten bereit; die obere Etage ist per Aufzug erreichbar. Planen Sie Ihren Besuch so, dass Sie vor der letzten Einlasszeit ankommen: Die Schauräume und die Staatsgalerie bieten reichlich Stoff für zwei bis drei Stunden, vor allem wenn Sie die Gemälde in der Großen Galerie, die Paradezimmer des Kurfürstenpaars oder die Kapelle mit ihrem Altarbild in Ruhe betrachten möchten. Wer an Familienangeboten interessiert ist, findet darüber hinaus Themenführungen zu bestimmten Terminen; reguläre, täglich stattfindende Führungen gibt es nicht, allerdings steht ein Audioguide zur Verfügung.

Tickets und Preise: Einzelticket, Kombiticket, Audioguide und Ermäßigungen

Für den Besuch des Neuen Schlosses Schleißheim stehen klare und transparente Tarife bereit, die sich sowohl für Erstbesucher als auch für Wiederkehrende eignen. Das Einzelticket für das Neue Schloss kostet 2026 regulär 7 Euro; ermäßigt 6 Euro. Wer die gesamte Anlage an einem Tag erleben möchte, nutzt das Kombiticket für 11 Euro (ermäßigt 9 Euro), das Zutritt zu Altem Schloss, Neuem Schloss und Schloss Lustheim bietet. Ergänzend können Sie die Häuser auch einzeln besuchen: Altes Schloss 4 Euro (ermäßigt 3 Euro), Schloss Lustheim 5 Euro (ermäßigt 4 Euro). Ein starkes familienfreundliches Angebot: Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre haben freien Eintritt. Darüber hinaus gibt es Ermäßigungen nach den allgemeinen Regelungen der Bayerischen Schlösserverwaltung. Für das Neue Schloss ist ein mehrsprachiger Audioguide in Deutsch, Englisch, Italienisch und Französisch gegen Gebühr erhältlich. Er hilft, die Raumfolgen und die Kunstwerke der Staatsgalerie besser einzuordnen: In der Großen Galerie begegnen Ihnen monumentale Leinwände flämischer Meister wie Rubens, italienische, deutsche und französische Positionen sind in den angrenzenden Sälen präsent. Wer sich intensiver mit einzelnen Räumen befassen möchte, kann über die offiziellen Rundgangseiten vorab Einblicke gewinnen – etwa in das prunkvolle Paradeschlafzimmer des Kurfürsten mit einem selten vollständig erhaltenen Paradebett aus rotem Seidensamt oder in die Kammerkapelle mit Altarbild. Bitte beachten Sie, dass Kartenkontingente in der Regel an der Tageskasse erhältlich sind; Online‑Vorbuchung ist nicht zwingend nötig, empfiehlt sich aber an gut besuchten Tagen, wenn die Schlossverwaltung entsprechende Hinweise gibt. Jahreskarten der Bayerischen Schlösserverwaltung sind eine Option für Vielbesucher, die mehrere Liegenschaften innerhalb eines Jahres entdecken möchten. Tipp für Kunstfreunde: Wer insbesondere wegen der Staatsgalerie kommt, sollte mindestens 90 Minuten einplanen, um die Schulen des 17. und 18. Jahrhunderts von Flandern über Italien bis Deutschland und Frankreich in Ruhe zu sehen.

Anfahrt & Parken: S‑Bahn S1, Bus 292/295, Autobahnen und rund 120 Stellplätze vor Ort

Das Neue Schloss liegt verkehrsgünstig im Norden Münchens. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen Sie die Anlage bequem über die S‑Bahn‑Linie S1 Richtung Freising/Flughafen bis zur Station „Oberschleißheim“. Von dort gehen Sie je nach Ziel 10 bis 15 Minuten zu Altem und Neuem Schloss oder rund 30 Minuten bis zum östlich gelegenen Lustheim. Alternativ fahren werktags (Montag bis Freitag) die Buslinien 292 und 295 zur Haltestelle „Schloss“ (für Altes und Neues Schloss) bzw. „Lustheim“. Wer mit dem Auto anreist, nutzt aus dem Münchner Umland die A92 (Ausfahrt „Oberschleißheim“) oder die A99 (Ausfahrt „Neuherberg“). Zudem führen die Bundesstraßen B13 und B471 in den Ort; die Anlage ist ausgeschildert. Direkt vor dem Neuen Schloss am Max‑Emanuel‑Platz stehen etwa 120 kostenpflichtige Pkw‑Stellplätze zur Verfügung; auch Reisebusse können hier parken. Weitere Parkmöglichkeiten gibt es am Alten Schloss an der Effnerstraße. Für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen sind am nördlichen Parkplatz des Neuen Schlosses drei ausgewiesene Behindertenstellplätze vorhanden, ein weiterer Platz liegt am südlichen Ende des Gebäudes. Die Wege zum Eingang sind kurz (ca. 150 m im Norden, ca. 30 m im Süden) und ohne nennenswerte Steigungen; die Oberflächen bestehen aus Pflaster oder befestigtem Kies. Am Alten Schloss finden sich zwei Ladesäulen mit je zwei Ladepunkten (insgesamt vier, 22 kW) für Elektrofahrzeuge. Innerhalb des Neuen Schlosses erleichtern Rampen den ebenerdigen Zugang; ein Aufzug verbindet die Etagen (Türbreite ca. 89 cm). Besucher finden im Park zahlreiche Sitzgelegenheiten, und die Hauptwege sind mit festem Belag und geringen Steigungen gut begehbar. Tipp: Wer den Hofgarten erleben möchte, sollte die saisonalen Öffnungszeiten der Außenanlagen berücksichtigen; im Sommer sind die Wege bis 20 Uhr geöffnet, in der Wintersaison bis 17 Uhr. Die Wasserspiele laufen von April bis Ende September stündlich und setzen pittoreske Akzente für Spaziergänge entlang der Kanäle.

Standesamt & Räume mieten: Trauungen, Empfänge und Konzerte in historischen Sälen

Neben dem Museumsbetrieb ist das Neue Schloss Schleißheim auch eine eindrucksvolle Eventlocation. Die Bayerische Schlösserverwaltung stellt ausgewählte Räume für private und öffentliche Veranstaltungen zur Verfügung – ideal für Trauungen, Empfänge, Preisverleihungen oder Konzerte. Der Speisesaal ist explizit für standesamtliche Trauungen und kleinere Konzerte ausgewiesen und fasst bis zu etwa 120 Personen. Die Sala terrena mit dem Vestibül eignet sich für Bankette und Stehempfänge bis maximal etwa 700 Personen und bildet mit ihrem unmittelbaren Gartenzugang eine spektakuläre Kulisse, besonders in den Sommermonaten. Der Große Saal – ein Herzstück des barocken Repräsentationsprogramms – bietet Platz für Konzerte, Festakte und Preisverleihungen mit bis zu etwa 432 Sitzplätzen. In der Maximilianskapelle sind Konzerte, Gottesdienste, Trauungen und Taufen bis etwa 75 Personen möglich. Alle Details zu Raumgrößen, Bestuhlungsvarianten, Technik und Preisen stellt die Verwaltung auf Anfrage bzw. über die verlinkten Raumseiten bereit. Wichtig für Planer: Der Museumsbetrieb hat Vorrang; Termine und Auf‑ und Abbauzeiten werden mit der Schloss‑ und Gartenverwaltung individuell abgestimmt. Aufgrund des denkmalpflegerischen Schutzes gelten Auflagen etwa zum Einsatz von Technik, zur Akustik, zur Möblierung und zum Cateringeinbringen. Für Foto‑ und Filmaufnahmen im Rahmen von Hochzeiten oder Events sind gesonderte Genehmigungen erforderlich; in den Innenräumen sind Hochzeitsshootings regulär nicht möglich. Logistisch hilfreich sind die Parkplätze direkt vor dem Neuen Schloss (Max‑Emanuel‑Platz), Busstellplätze für Gäste sowie die nahe S‑Bahn‑Anbindung. Wer eine kirchliche Trauung plant, sollte wissen, dass die Maximilianskapelle zwar als Raum für Gottesdienste zur Verfügung steht, aber die konkrete liturgische Nutzung und musikalische Ausstattung mit der Verwaltung sowie gegebenenfalls der zuständigen Pfarrei abzustimmen ist. Unser Tipp: Reservieren Sie Wunschtermine frühzeitig, prüfen Sie Kapazitäten und Raumhöhen für Bühnenbauten, und kalkulieren Sie großzügig Puffer für die Anlieferung über die historisch sensiblen Wege.

Baustil, Bauherr, Erbauer und Entstehungszeit: von Zuccalli bis Effner

Die Geschichte des Neuen Schlosses Schleißheim ist untrennbar mit dem Repräsentationswillen des bayerischen Kurfürsten Max Emanuel (1662–1726) verbunden. Inspiriert von den Hofkulturen in den Niederlanden und Frankreich und getragen von der Vision einer Residenz von europäischem Rang, ließ er ab 1701 außerhalb Münchens ein neues, hochambitioniertes Schloss errichten. Mit den Entwürfen beauftragt wurde der Hofbaumeister Enrico (Henrico) Zuccalli, der die monumentale Anlage nach dem Typus der villa suburbana mit langgestreckter Gartenfassade und ausgreifenden Kolonnaden plante. 1704 kam der Bau infolge des Spanischen Erbfolgekrieges zum Erliegen; Max Emanuel musste ins Exil gehen. Erst nach seiner Rückkehr setzten die Arbeiten wieder ein. Ab 1719 übernahm Joseph Effner, ein in Frankreich geschulter Architekt, die Ausführung und vollendete zentrale Teile der Ausstattung. Zu den Glanzpunkten gehören das große Prunktreppenhaus, der Weiße Saal, der Festsaal, die Große Galerie sowie die Paradeappartements des Kurfürstenpaars. Das Paradeschlafzimmer des Kurfürsten mit seinem kostbaren, nahezu vollständig erhaltenen Paradebett aus rotem Seidensamt gilt als seltenes Beispiel spätbarocker Textilpracht. Die Ausstattung band führende Künstler der Epoche ein, darunter Cosmas Damian Asam, Johann Baptist Zimmermann und Franz Joachim Beich. Nach dem 18. Jahrhundert verlor Schleißheim als Hauptresidenz an Bedeutung, blieb jedoch als Galerieort wichtig – lange bevor die Alte Pinakothek in München 1836 eröffnete. Heute präsentiert die Staatsgalerie im Neuen Schloss eine repräsentative Auswahl europäischer Barockmalerei: flämische Meister wie Rubens in monumentalen Formaten, italienische Schulen, deutsche Malerei des 17. Jahrhunderts und französische Historienbilder. Damit erfüllt das Schloss seine doppelte Rolle als Architekturdenkmal und Museum, das nicht nur höfische Raumkunst, sondern auch Bildkünste in originalem Kontext erlebbar macht. Wer den Garten studiert, entdeckt die Handschrift der französischen Gartenkunst mit strengem Parterre, Bosketts und Wasserachsen – ein Bühnenraum, der die Schlossarchitektur effektvoll verlängert und bis heute in seiner barocken Grundstruktur wahrnehmbar ist.

Fotos, Sicherheit und Komfort: was erlaubt ist und was Sie besser planen

Für einen entspannten Besuch lohnt der Blick auf die praktischen Regeln. In den Innenräumen sind private Foto‑ und Filmaufnahmen in geringem Umfang erlaubt, sofern kein Blitz, kein Stativ und keine vergleichbaren Hilfsmittel verwendet werden. Professionelle Shootings, kommerzielle Filmprojekte und Drohneneinsätze sind genehmigungspflichtig. Hochzeitsshootings in den Innenräumen sind grundsätzlich nicht möglich. Aus konservatorischen Gründen und zur Sicherheit dürfen große Taschen, Rucksäcke, Schirme und andere sperrige Gegenstände nicht mit in die Schauräume genommen werden; am Eingang stehen eine Garderobe und Schließfächer (Pfand 1 €) zur Verfügung. Kinderwagen können am Schlosseingang abgestellt werden, und für Familien gibt es im Neuen Schloss einen kostenlosen Buggy‑Verleih in begrenzter Anzahl. Aufgrund der massiven Mauern und der Größe der Räume kann es in den Sälen kühl sein – eine leichte Jacke ist gerade in der Übergangszeit empfehlenswert. Menschen mit Mobilitätseinschränkungen profitieren von stufenarmen Zugängen, einem Aufzug zur oberen Etage und Sitzmöglichkeiten entlang der Route. Wer barrierefrei parkt, findet am nördlichen Parkplatz des Neuen Schlosses drei, am südlichen Ende des Gebäudes einen ausgewiesenen Stellplatz, jeweils mit kurzem, ebenem Weg zum Eingang. Für den Außenbereich gilt: Hunde sind in den Gebäuden nicht erlaubt; im Hofgarten müssen Hunde an der Leine geführt werden. Essen und Trinken sind in den musealen Bereichen nicht gestattet; in der Umgebung gibt es gastronomische Angebote für die Pause vor oder nach dem Besuch. Planen Sie Ihren Rundgang mit Pufferzeiten – insbesondere, wenn Sie zudem den Hofgarten, die Wasserspiele oder einen Abstecher nach Lustheim einbauen möchten. Wer mit dem öffentlichen Verkehr kommt, kann die Fahrt zurück Richtung München flexibel gestalten: Die S1 fährt regelmäßig, Bus 292 bindet an die U6 (Garching‑Hochbrück), Bus 295 an die U2 (Am Hart) an. So lassen sich Museumsbesuch und Stadtprogramm klug kombinieren.

Staatsgalerie & Highlights: was Sie in den Schauräumen nicht verpassen sollten

Das Neue Schloss ist mehr als seine prächtige Hülle – die Staatsgalerie Europäische Barockmalerei macht es zu einem idealen Ort, die Bildwelten des 17. und 18. Jahrhunderts in einer authentischen Umgebung zu erleben. In der Großen Galerie beeindrucken Formate und Themenfülle: Von flämischen Meistern wie Peter Paul Rubens sind monumentale Werke zu sehen, die die Dynamik von Historie und Glaube packend ins Bild setzen. Italienische Barockmalerei zeigt virtuose Hell‑Dunkel‑Kontraste und theatralische Gesten, deutsche Malerei des 17. Jahrhunderts steht mit kraftvollen Historienstücken und Andachtsbildern daneben, während in der französischen Abteilung höfische Allegorien und historische Erzählungen die Bühne betreten. Wechseln Sie bewusst den Blick zwischen Architektur und Gemälden: Der enfiladenartige Raumzug aus Treppenhaus, Weißen Sälen und Galerie schafft Perspektiven, die die Kunstwerke als Teil eines höfischen Gesamtkonzepts erscheinen lassen. Einzelne Räume sind thematisch geordnet – etwa italienische, deutsche oder französische Schulen – und bieten so einen übersichtlichen Einstieg in Stil und Ikonografie. Besondere Stücke, die in den offiziellen Informationen hervorgehoben werden, sind beispielsweise Rubens’ monumentale Darstellungen der Apostel und biblischer Szenen sowie ein Altarbild in der Kammerkapelle. Der Audioguide liefert Hintergründe zu Auftraggebern, Werkstattzusammenhängen und zur Rolle der Gemälde im höfischen Zeremoniell. Wer mehr Zeit mitbringt, ergänzt den Schlossbesuch um das nahe Schloss Lustheim mit der international beachteten Meißener Porzellansammlung und das Alte Schloss, das neben historischen Raumfolgen auch wechselnde Präsentationen zeigt. Für die Pause lohnt der Hofgarten mit seinen Achsen und Brunnen; die Wasserspiele starten stündlich und rahmen Spaziergänge malerisch. Unser Tipp: Fotografieren Sie Außenansichten am späten Nachmittag, wenn die Gartenfassade im warmen Licht liegt, und nutzen Sie die Blickachsen entlang des Kanals für symmetrische Kompositionen – ganz im Sinne der barocken Inszenierung.

Quellen:

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Neues Schloss Schleißheim | Öffnungszeiten & Tickets

Das Neue Schloss Schleißheim in Oberschleißheim vor den Toren Münchens verbindet auf einzigartige Weise fürstliche Barockarchitektur, bedeutende Kunst und erholsame Gartenlandschaft. Der repräsentative Prachtbau des bayerischen Kurfürsten Max Emanuel beherbergt heute die Staatsgalerie Europäische Barockmalerei der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen mit Meisterwerken unter anderem aus Flandern, Italien, Deutschland und Frankreich. Gemeinsam mit dem Alten Schloss und Schloss Lustheim bildet es eine eindrucksvolle Anlage mit streng geometrischem Hofgarten, Kanälen und Wasserspielen. Besucher profitieren von gut angebundenen Verkehrswegen (S‑Bahn S1, Bus 292/295, B13/B471, A92/A99) sowie rund 120 Parkplätzen am Max‑Emanuel‑Platz. Dank Aufzügen, stufenarmen Wegen und ausgewiesenen Behindertenstellplätzen ist der Zugang weitgehend barrierearm. Wer eine Veranstaltung plant, findet im Neuen Schloss Räume von intim bis imposant – bis hin zu Stehempfängen für bis zu 700 Gäste. Diese Seite bündelt die wichtigsten Informationen aus offiziellen Quellen: Öffnungszeiten, Tickets & Preise, Anfahrt & Parken, Heiraten & Räume mieten, Baustil & Geschichte sowie praktische Tipps zu Fotos und Gepäck – damit Ihr Besuch reibungslos gelingt.

Öffnungszeiten im Überblick: saisonale Zeiten, Schlossmontag und Hofgarten

Die Schlösser der Schleißheimer Anlage folgen einem klaren, jahreszeitlich abgestuften Zeitplan, der sich leicht merken lässt und eine solide Besuchsplanung ermöglicht. Altes und Neues Schloss sowie Schloss Lustheim sind in der warmen Jahreshälfte von April bis einschließlich September täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. In der kühleren Periode von Oktober bis einschließlich März gelten verkürzte Zeiten, dann ist der Einlass von 10 bis 16 Uhr. Wichtig: Montags bleiben die Museen regulär geschlossen. Ausnahmen gelten an ausgewählten Feiertagen, an denen trotz Wochentag „Montag“ geöffnet ist – dazu zählen unter anderem der 6. Januar (Heilige Drei Könige), Ostermontag, der 1. Mai, Pfingstmontag, Mariä Himmelfahrt am 15. August, der Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober sowie Allerheiligen am 1. November. Vollständig geschlossen ist die Anlage an einigen feststehenden Tagen im Jahreslauf: am 1. Januar sowie am 24., 25. und 31. Dezember. Wer die Parkanlagen mit ihren langen Achsen, Bosketts und dem Parterre vor der Gartenfassade genießen möchte, profitiert von erweiterten Hofgarten‑Zeiten: Im Hochsommer sind die Wege bis 20 Uhr zugänglich, im Übergang Frühjahr/Herbst bis 18–19 Uhr, im Winterhalbjahr bis 17 Uhr. Von April bis Ende September erfreuen die Wasserspiele täglich jeweils zur vollen Stunde für etwa 30 Minuten – ein stimmungsvolles Extra, das besonders in der Nachmittagssonne und in der goldenen Stunde schöne Fotomotive erzeugt. Für einen komfortablen Rundgang im Neuen Schloss stehen Sitzgelegenheiten bereit; die obere Etage ist per Aufzug erreichbar. Planen Sie Ihren Besuch so, dass Sie vor der letzten Einlasszeit ankommen: Die Schauräume und die Staatsgalerie bieten reichlich Stoff für zwei bis drei Stunden, vor allem wenn Sie die Gemälde in der Großen Galerie, die Paradezimmer des Kurfürstenpaars oder die Kapelle mit ihrem Altarbild in Ruhe betrachten möchten. Wer an Familienangeboten interessiert ist, findet darüber hinaus Themenführungen zu bestimmten Terminen; reguläre, täglich stattfindende Führungen gibt es nicht, allerdings steht ein Audioguide zur Verfügung.

Tickets und Preise: Einzelticket, Kombiticket, Audioguide und Ermäßigungen

Für den Besuch des Neuen Schlosses Schleißheim stehen klare und transparente Tarife bereit, die sich sowohl für Erstbesucher als auch für Wiederkehrende eignen. Das Einzelticket für das Neue Schloss kostet 2026 regulär 7 Euro; ermäßigt 6 Euro. Wer die gesamte Anlage an einem Tag erleben möchte, nutzt das Kombiticket für 11 Euro (ermäßigt 9 Euro), das Zutritt zu Altem Schloss, Neuem Schloss und Schloss Lustheim bietet. Ergänzend können Sie die Häuser auch einzeln besuchen: Altes Schloss 4 Euro (ermäßigt 3 Euro), Schloss Lustheim 5 Euro (ermäßigt 4 Euro). Ein starkes familienfreundliches Angebot: Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre haben freien Eintritt. Darüber hinaus gibt es Ermäßigungen nach den allgemeinen Regelungen der Bayerischen Schlösserverwaltung. Für das Neue Schloss ist ein mehrsprachiger Audioguide in Deutsch, Englisch, Italienisch und Französisch gegen Gebühr erhältlich. Er hilft, die Raumfolgen und die Kunstwerke der Staatsgalerie besser einzuordnen: In der Großen Galerie begegnen Ihnen monumentale Leinwände flämischer Meister wie Rubens, italienische, deutsche und französische Positionen sind in den angrenzenden Sälen präsent. Wer sich intensiver mit einzelnen Räumen befassen möchte, kann über die offiziellen Rundgangseiten vorab Einblicke gewinnen – etwa in das prunkvolle Paradeschlafzimmer des Kurfürsten mit einem selten vollständig erhaltenen Paradebett aus rotem Seidensamt oder in die Kammerkapelle mit Altarbild. Bitte beachten Sie, dass Kartenkontingente in der Regel an der Tageskasse erhältlich sind; Online‑Vorbuchung ist nicht zwingend nötig, empfiehlt sich aber an gut besuchten Tagen, wenn die Schlossverwaltung entsprechende Hinweise gibt. Jahreskarten der Bayerischen Schlösserverwaltung sind eine Option für Vielbesucher, die mehrere Liegenschaften innerhalb eines Jahres entdecken möchten. Tipp für Kunstfreunde: Wer insbesondere wegen der Staatsgalerie kommt, sollte mindestens 90 Minuten einplanen, um die Schulen des 17. und 18. Jahrhunderts von Flandern über Italien bis Deutschland und Frankreich in Ruhe zu sehen.

Anfahrt & Parken: S‑Bahn S1, Bus 292/295, Autobahnen und rund 120 Stellplätze vor Ort

Das Neue Schloss liegt verkehrsgünstig im Norden Münchens. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen Sie die Anlage bequem über die S‑Bahn‑Linie S1 Richtung Freising/Flughafen bis zur Station „Oberschleißheim“. Von dort gehen Sie je nach Ziel 10 bis 15 Minuten zu Altem und Neuem Schloss oder rund 30 Minuten bis zum östlich gelegenen Lustheim. Alternativ fahren werktags (Montag bis Freitag) die Buslinien 292 und 295 zur Haltestelle „Schloss“ (für Altes und Neues Schloss) bzw. „Lustheim“. Wer mit dem Auto anreist, nutzt aus dem Münchner Umland die A92 (Ausfahrt „Oberschleißheim“) oder die A99 (Ausfahrt „Neuherberg“). Zudem führen die Bundesstraßen B13 und B471 in den Ort; die Anlage ist ausgeschildert. Direkt vor dem Neuen Schloss am Max‑Emanuel‑Platz stehen etwa 120 kostenpflichtige Pkw‑Stellplätze zur Verfügung; auch Reisebusse können hier parken. Weitere Parkmöglichkeiten gibt es am Alten Schloss an der Effnerstraße. Für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen sind am nördlichen Parkplatz des Neuen Schlosses drei ausgewiesene Behindertenstellplätze vorhanden, ein weiterer Platz liegt am südlichen Ende des Gebäudes. Die Wege zum Eingang sind kurz (ca. 150 m im Norden, ca. 30 m im Süden) und ohne nennenswerte Steigungen; die Oberflächen bestehen aus Pflaster oder befestigtem Kies. Am Alten Schloss finden sich zwei Ladesäulen mit je zwei Ladepunkten (insgesamt vier, 22 kW) für Elektrofahrzeuge. Innerhalb des Neuen Schlosses erleichtern Rampen den ebenerdigen Zugang; ein Aufzug verbindet die Etagen (Türbreite ca. 89 cm). Besucher finden im Park zahlreiche Sitzgelegenheiten, und die Hauptwege sind mit festem Belag und geringen Steigungen gut begehbar. Tipp: Wer den Hofgarten erleben möchte, sollte die saisonalen Öffnungszeiten der Außenanlagen berücksichtigen; im Sommer sind die Wege bis 20 Uhr geöffnet, in der Wintersaison bis 17 Uhr. Die Wasserspiele laufen von April bis Ende September stündlich und setzen pittoreske Akzente für Spaziergänge entlang der Kanäle.

Standesamt & Räume mieten: Trauungen, Empfänge und Konzerte in historischen Sälen

Neben dem Museumsbetrieb ist das Neue Schloss Schleißheim auch eine eindrucksvolle Eventlocation. Die Bayerische Schlösserverwaltung stellt ausgewählte Räume für private und öffentliche Veranstaltungen zur Verfügung – ideal für Trauungen, Empfänge, Preisverleihungen oder Konzerte. Der Speisesaal ist explizit für standesamtliche Trauungen und kleinere Konzerte ausgewiesen und fasst bis zu etwa 120 Personen. Die Sala terrena mit dem Vestibül eignet sich für Bankette und Stehempfänge bis maximal etwa 700 Personen und bildet mit ihrem unmittelbaren Gartenzugang eine spektakuläre Kulisse, besonders in den Sommermonaten. Der Große Saal – ein Herzstück des barocken Repräsentationsprogramms – bietet Platz für Konzerte, Festakte und Preisverleihungen mit bis zu etwa 432 Sitzplätzen. In der Maximilianskapelle sind Konzerte, Gottesdienste, Trauungen und Taufen bis etwa 75 Personen möglich. Alle Details zu Raumgrößen, Bestuhlungsvarianten, Technik und Preisen stellt die Verwaltung auf Anfrage bzw. über die verlinkten Raumseiten bereit. Wichtig für Planer: Der Museumsbetrieb hat Vorrang; Termine und Auf‑ und Abbauzeiten werden mit der Schloss‑ und Gartenverwaltung individuell abgestimmt. Aufgrund des denkmalpflegerischen Schutzes gelten Auflagen etwa zum Einsatz von Technik, zur Akustik, zur Möblierung und zum Cateringeinbringen. Für Foto‑ und Filmaufnahmen im Rahmen von Hochzeiten oder Events sind gesonderte Genehmigungen erforderlich; in den Innenräumen sind Hochzeitsshootings regulär nicht möglich. Logistisch hilfreich sind die Parkplätze direkt vor dem Neuen Schloss (Max‑Emanuel‑Platz), Busstellplätze für Gäste sowie die nahe S‑Bahn‑Anbindung. Wer eine kirchliche Trauung plant, sollte wissen, dass die Maximilianskapelle zwar als Raum für Gottesdienste zur Verfügung steht, aber die konkrete liturgische Nutzung und musikalische Ausstattung mit der Verwaltung sowie gegebenenfalls der zuständigen Pfarrei abzustimmen ist. Unser Tipp: Reservieren Sie Wunschtermine frühzeitig, prüfen Sie Kapazitäten und Raumhöhen für Bühnenbauten, und kalkulieren Sie großzügig Puffer für die Anlieferung über die historisch sensiblen Wege.

Baustil, Bauherr, Erbauer und Entstehungszeit: von Zuccalli bis Effner

Die Geschichte des Neuen Schlosses Schleißheim ist untrennbar mit dem Repräsentationswillen des bayerischen Kurfürsten Max Emanuel (1662–1726) verbunden. Inspiriert von den Hofkulturen in den Niederlanden und Frankreich und getragen von der Vision einer Residenz von europäischem Rang, ließ er ab 1701 außerhalb Münchens ein neues, hochambitioniertes Schloss errichten. Mit den Entwürfen beauftragt wurde der Hofbaumeister Enrico (Henrico) Zuccalli, der die monumentale Anlage nach dem Typus der villa suburbana mit langgestreckter Gartenfassade und ausgreifenden Kolonnaden plante. 1704 kam der Bau infolge des Spanischen Erbfolgekrieges zum Erliegen; Max Emanuel musste ins Exil gehen. Erst nach seiner Rückkehr setzten die Arbeiten wieder ein. Ab 1719 übernahm Joseph Effner, ein in Frankreich geschulter Architekt, die Ausführung und vollendete zentrale Teile der Ausstattung. Zu den Glanzpunkten gehören das große Prunktreppenhaus, der Weiße Saal, der Festsaal, die Große Galerie sowie die Paradeappartements des Kurfürstenpaars. Das Paradeschlafzimmer des Kurfürsten mit seinem kostbaren, nahezu vollständig erhaltenen Paradebett aus rotem Seidensamt gilt als seltenes Beispiel spätbarocker Textilpracht. Die Ausstattung band führende Künstler der Epoche ein, darunter Cosmas Damian Asam, Johann Baptist Zimmermann und Franz Joachim Beich. Nach dem 18. Jahrhundert verlor Schleißheim als Hauptresidenz an Bedeutung, blieb jedoch als Galerieort wichtig – lange bevor die Alte Pinakothek in München 1836 eröffnete. Heute präsentiert die Staatsgalerie im Neuen Schloss eine repräsentative Auswahl europäischer Barockmalerei: flämische Meister wie Rubens in monumentalen Formaten, italienische Schulen, deutsche Malerei des 17. Jahrhunderts und französische Historienbilder. Damit erfüllt das Schloss seine doppelte Rolle als Architekturdenkmal und Museum, das nicht nur höfische Raumkunst, sondern auch Bildkünste in originalem Kontext erlebbar macht. Wer den Garten studiert, entdeckt die Handschrift der französischen Gartenkunst mit strengem Parterre, Bosketts und Wasserachsen – ein Bühnenraum, der die Schlossarchitektur effektvoll verlängert und bis heute in seiner barocken Grundstruktur wahrnehmbar ist.

Fotos, Sicherheit und Komfort: was erlaubt ist und was Sie besser planen

Für einen entspannten Besuch lohnt der Blick auf die praktischen Regeln. In den Innenräumen sind private Foto‑ und Filmaufnahmen in geringem Umfang erlaubt, sofern kein Blitz, kein Stativ und keine vergleichbaren Hilfsmittel verwendet werden. Professionelle Shootings, kommerzielle Filmprojekte und Drohneneinsätze sind genehmigungspflichtig. Hochzeitsshootings in den Innenräumen sind grundsätzlich nicht möglich. Aus konservatorischen Gründen und zur Sicherheit dürfen große Taschen, Rucksäcke, Schirme und andere sperrige Gegenstände nicht mit in die Schauräume genommen werden; am Eingang stehen eine Garderobe und Schließfächer (Pfand 1 €) zur Verfügung. Kinderwagen können am Schlosseingang abgestellt werden, und für Familien gibt es im Neuen Schloss einen kostenlosen Buggy‑Verleih in begrenzter Anzahl. Aufgrund der massiven Mauern und der Größe der Räume kann es in den Sälen kühl sein – eine leichte Jacke ist gerade in der Übergangszeit empfehlenswert. Menschen mit Mobilitätseinschränkungen profitieren von stufenarmen Zugängen, einem Aufzug zur oberen Etage und Sitzmöglichkeiten entlang der Route. Wer barrierefrei parkt, findet am nördlichen Parkplatz des Neuen Schlosses drei, am südlichen Ende des Gebäudes einen ausgewiesenen Stellplatz, jeweils mit kurzem, ebenem Weg zum Eingang. Für den Außenbereich gilt: Hunde sind in den Gebäuden nicht erlaubt; im Hofgarten müssen Hunde an der Leine geführt werden. Essen und Trinken sind in den musealen Bereichen nicht gestattet; in der Umgebung gibt es gastronomische Angebote für die Pause vor oder nach dem Besuch. Planen Sie Ihren Rundgang mit Pufferzeiten – insbesondere, wenn Sie zudem den Hofgarten, die Wasserspiele oder einen Abstecher nach Lustheim einbauen möchten. Wer mit dem öffentlichen Verkehr kommt, kann die Fahrt zurück Richtung München flexibel gestalten: Die S1 fährt regelmäßig, Bus 292 bindet an die U6 (Garching‑Hochbrück), Bus 295 an die U2 (Am Hart) an. So lassen sich Museumsbesuch und Stadtprogramm klug kombinieren.

Staatsgalerie & Highlights: was Sie in den Schauräumen nicht verpassen sollten

Das Neue Schloss ist mehr als seine prächtige Hülle – die Staatsgalerie Europäische Barockmalerei macht es zu einem idealen Ort, die Bildwelten des 17. und 18. Jahrhunderts in einer authentischen Umgebung zu erleben. In der Großen Galerie beeindrucken Formate und Themenfülle: Von flämischen Meistern wie Peter Paul Rubens sind monumentale Werke zu sehen, die die Dynamik von Historie und Glaube packend ins Bild setzen. Italienische Barockmalerei zeigt virtuose Hell‑Dunkel‑Kontraste und theatralische Gesten, deutsche Malerei des 17. Jahrhunderts steht mit kraftvollen Historienstücken und Andachtsbildern daneben, während in der französischen Abteilung höfische Allegorien und historische Erzählungen die Bühne betreten. Wechseln Sie bewusst den Blick zwischen Architektur und Gemälden: Der enfiladenartige Raumzug aus Treppenhaus, Weißen Sälen und Galerie schafft Perspektiven, die die Kunstwerke als Teil eines höfischen Gesamtkonzepts erscheinen lassen. Einzelne Räume sind thematisch geordnet – etwa italienische, deutsche oder französische Schulen – und bieten so einen übersichtlichen Einstieg in Stil und Ikonografie. Besondere Stücke, die in den offiziellen Informationen hervorgehoben werden, sind beispielsweise Rubens’ monumentale Darstellungen der Apostel und biblischer Szenen sowie ein Altarbild in der Kammerkapelle. Der Audioguide liefert Hintergründe zu Auftraggebern, Werkstattzusammenhängen und zur Rolle der Gemälde im höfischen Zeremoniell. Wer mehr Zeit mitbringt, ergänzt den Schlossbesuch um das nahe Schloss Lustheim mit der international beachteten Meißener Porzellansammlung und das Alte Schloss, das neben historischen Raumfolgen auch wechselnde Präsentationen zeigt. Für die Pause lohnt der Hofgarten mit seinen Achsen und Brunnen; die Wasserspiele starten stündlich und rahmen Spaziergänge malerisch. Unser Tipp: Fotografieren Sie Außenansichten am späten Nachmittag, wenn die Gartenfassade im warmen Licht liegt, und nutzen Sie die Blickachsen entlang des Kanals für symmetrische Kompositionen – ganz im Sinne der barocken Inszenierung.

Quellen:

Frequently Asked Questions

Reviews

Gökçen İ.

2. March 2026

The Schloss Schleißheim complex was originally planned to be much larger, but due to financial and historical reasons, it now consists of the Altes Schloss, Neues Schloss, and Schloss Lustheim. The most impressive and architecturally striking part is the Neues Schloss. Don’t leave without visiting it. Note: You are not allowed to enter with a backpack. You need to leave your belongings at the cloakroom near the entrance. However, it is quite cold inside the palace, so I recommend keeping your jacket or coat with you.

BB

Biplob Biswas

9. November 2025

It was a nice place for a walk, but during a cold winter day not much to do.

AB

Antoine Bonin

10. September 2025

Probably the most underrated German palace. Schleissheim is well worth the short train trip from Munich city center. The garden are beautiful as well. Make sure to walk along the canal and visit the small palace called Lustheim.

66

666.diablo

14. October 2025

The architecture itself is quite beautiful but that's where it all ends. Just a stroll on the grounds to view the exterior of all three palaces is enough. Unless you're a fan of paintings and porcelain (which I happen to be), there's really nothing else to see inside the buildings. In the new palace, they charge 6 euro for entry and an additional euro to lock away any knapsacks. My concern is with the workers. The staff inside the new palace did not seem like nice people and they don't make visitors feel comfortable. They will follow you closely to whichever room you go into and watch your every move. As other visitors have pointed out, at around 25 minutes or so before closing time, staff will give you the strong hint to get the hell out of there. Also, like others have pointed out, around 20 minutes before closing time, they start locking the doors to the state rooms inside the new palace. I've been to many museums before and none of them rushed me out like this even when there's 20 minutes left before closing.

DA

david antoun

8. June 2023

Impressive exterior and interior architecture. You can visit the ground floor and go from the right side to the left through all the rooms and see all the art and different halls. Take the stairs to the 1st floor and you pass by a ballroom then through a gallery of paintings to go from the right side to the left through all the sleeping rooms, office and rest rooms. The 17th architecture is very impressive. Every room is explained in English/German with audio to help you. You pass from the old castle to the new through the first magnificent garden and then you can see the biggest one behind the new castle. Entrance of combined tickets 10€ is recommended, wardrobe for own stuff is available and clean bathrooms. If you love Bavarian architecture and dukes era this is a very recommended place.