
Kaiserstraße 10, Neubiberg
Kaiserstraße 10, 85579 Neubiberg, Germany
Apothekarium Neubiberg | Apothekenmuseum & Öffnungszeiten
Das Apothekarium Neubiberg ist ein liebevoll kuratiertes Apothekenmuseum im Süden Münchens, dessen Herz in einer originalen Offizin schlägt: den Räumen der ehemaligen Hubertus-Apotheke. In der Kaiserstraße 10 erwartet Besucher eine sorgfältig bewahrte Sammlung pharmazeutischen Kunsthandwerks: edle Standgefäße aus Holz, Glas und Porzellan, Arbeitsgeräte aus Bronze und Messing, Reiseapotheken mit originalem Inhalt sowie kuriose Objekte, wie sie in historischen Apotheken und Wunderkammern zu finden waren. Das Haus ist freitags und samstags geöffnet, der Eintritt ist bewusst niedrigschwellig gehalten. Die Lage ist praktisch: unweit der S-Bahn-Linie S7, mit Bushaltestellen gleich um die Ecke und einigen Parkplätzen direkt vor der Tür. Wer eine dichte Zeitreise durch 400 Jahre Apotheken- und Alltagsgeschichte sucht, findet hier ein kompaktes, persönliches Museum, das durch regelmäßige Veranstaltungen, kenntnisreiche Erläuterungen und ein familiäres Ambiente besticht. In den folgenden Abschnitten erhalten Sie Antworten auf die häufigsten Suchanliegen zu Bildern, Geschichte, Anfahrt, Öffnungszeiten, Programm und dem Unterschied zwischen Museum und Apotheke sowie praktische Tipps für Ihren Besuch.
Bilder vom Apothekarium Neubiberg: Motive, Eindrücke und wo Sie sie finden
Wer sich vorab ein Bild vom Apothekarium Neubiberg machen möchte, sucht häufig nach Fotos der Räume, Vitrinen und Exponate. Besonders eindrucksvoll sind die Motive in der restaurierten Offizin: Etikettierte Standgefäße in sauber gereihten Regalen, Apothekerschränke mit kleinen Laden, Mörser und Pistille aus unterschiedlichen Epochen sowie Waagen, die das präzise Abwiegen kostbarer Substanzen veranschaulichen. Auch die Reiseapotheken mit winzigen Fläschchen und Dosen ziehen den Blick auf sich, weil sie die Mobilität pharmazeutischen Wissens im Taschenformat zeigen. Viele dieser Elemente spiegeln das handwerkliche Ethos und die materiellen Spuren der Arzneikunde, bevor industrielle Fertigarzneien den Alltag prägten. Offizielle Einblicke und aktuelle Fotos finden sich auf der Website des Museums, insbesondere in Beiträgen und Ankündigungen, die neue Themenabende oder besondere Stücke aus der Sammlung vorstellen. Zudem existiert ein frei lizenziertes Außenfoto des Apothekariums auf Wikimedia Commons; es zeigt die Fassade an der Kaiserstraße und vermittelt den Charakter des Gebäudes als ehemaliges Wohn- und Geschäftshaus. Wer vor Ort fotografieren möchte, sollte respektvoll agieren und Rücksicht auf andere Besucher nehmen; manche Objekte sind empfindlich und profitieren davon, wenn Blitzlicht vermieden wird. Authentische Motive gelingen, wenn man kleine handwerkliche Details in den Fokus rückt: geschnitzte Holzprofile an den Schrankfronten, handgemalte Beschriftungen auf Porzellangefäßen, die Patina eines Messingmörsers oder die fein austarierten Zungen einer Balkenwaage. Auch Stillleben aus Werkzeugen und Rezepturbüchern erzählen Geschichten. Die räumliche Nähe der Exponate erlaubt Nahaufnahmen, die Strukturen und Materialität sichtbar machen. Besonders stimmungsvoll sind Fotos am späten Nachmittag, wenn warmes Licht die Holzflächen betont. Wer die historische Atmosphäre festhalten will, kann Perspektiven wählen, in denen Theke und Regalwand zugleich zu sehen sind, sodass die Offizin als Arbeitsraum erlebbar wird. Für Veröffentlichungen empfiehlt sich eine kurze Rückfrage beim Museumsteam, damit Herkunft und Kontext der Bilder korrekt angegeben werden. So entsteht aus der Suche nach Bildern ein visuelles Begleitheft zu einem späteren Besuch.
Apothekenmuseum Neubiberg: Geschichte, Sammlung und Besonderheiten
Die Wurzeln des Apothekariums liegen in der Hubertus-Apotheke, die 1950 als erste Apotheke Neubibergs eröffnet wurde. Über ein halbes Jahrhundert prägte sie den Ort, geführt von Valentin Arnold Mayring. Das kombinierte Wohn- und Geschäftshaus ist – neben dem Rathaus – eines der wenigen erhaltenen Gebäude aus jener Aufbauzeit. Über vier Generationen trug die Familie Mayring ein Ensemble aus Haus, Grundstück und Sammlung zusammen. In der vierten Generation, als sich kein weiterer approbierter Pharmazeut in der Familie fand, wurde die Offizin in ein Museum umgewandelt: das heutige Apothekarium Neubiberg. Diese biografische Kontinuität verleiht dem Museum eine besondere Authentizität. Statt einer inszenierten Kulisse sieht man hier die gewachsene materielle Kultur einer realen Apotheke, ergänzt um Stücke aus der Pharmaziegeschichte. Zu den charakteristischen Exponaten zählen historische Standgefäße unterschiedlicher Materialien – Holz, Glas, Porzellan –, die Aufbewahrung von Drogen, Tinkturen und Pulvern dokumentieren. Arbeitsgeräte aus Bronze und Messing veranschaulichen den handwerklichen Prozess, von der Zerkleinerung pflanzlicher, mineralischer oder tierischer Rohstoffe bis zum Abwiegen und Mischen. Reiseapotheken mit originalem Inhalt zeigen, wie Apotheker und Ärzte Wissen und Vorräte mobil hielten. Nicht zuletzt geben exotische und kuriose Objekte einen Eindruck davon, welche Vorstellungen von Heilkräften frühere Jahrhunderte bewegten und wie sich das Verhältnis von Empirie, Tradition und Aberglaube im Lauf der Zeit verschob. Das Museum versteht sich als Ort der Vermittlung: Regelmäßige Veranstaltungen beleuchten historische Rezepte, Heilpflanzen oder symbolische Darstellungen, die sich in Bildprogrammen und Andachtsbildern finden. Besonders bemerkenswert ist die regionale Einordnung: Im Großraum München gilt das Apothekarium als einziges reines Apothekenmuseum, wodurch es für Schulen, Vereine und kulturgeschichtlich Interessierte eine wichtige Ergänzung zu großen Technik- und Medizingeschichten bildet. Die räumliche Nähe zur ehemaligen Offizin erlaubt einen dichten Blick auf Arbeitsabläufe, Werkstoffe und Geräte; Besucher können die Beziehung zwischen Material, Ritual und Regulierung nachzeichnen – von Offizinaldrogen, die in Arzneibüchern verankert sind, bis zu traditionellen Anwendungen, die eher aus der Volksmedizin stammen. Diese Mischung aus Alltagsgeschichte, Handwerk und Wissenschaft macht den Reiz des Hauses aus und erklärt, weshalb viele Gäste seinen persönlichen Charakter hervorheben.
Anfahrt, Öffnungszeiten und Parken an der Kaiserstraße 10
Die Adresse des Apothekariums lautet Kaiserstraße 10, 85579 Neubiberg. Das Haus liegt neben der Kirche und ist aus dem Münchner Stadtgebiet gut erreichbar. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln empfiehlt sich die S-Bahn-Linie S7 bis zur Station Neubiberg; von dort sind es etwa 600 Meter zu Fuß. Alternativ halten die Buslinien 211, 212 und 229 an der Haltestelle Kaiserstraße fast vor der Tür. Wer mit dem Auto anreist, findet einige öffentliche Parkplätze direkt am Museum. Die Öffnungszeiten sind bewusst kompakt und besucherfreundlich: freitags von 14 bis 18 Uhr und samstags von 12 bis 16 Uhr. Der Eintritt beträgt 2 Euro. Für Gruppen, Schulklassen oder individuelle Anliegen sind Besuche nach vorheriger Absprache möglich; der direkte Kontakt per Telefon oder E-Mail ist ausdrücklich erwünscht. Da es sich um ein inhabergeprägtes Haus mit persönlicher Betreuung handelt, können saisonale Hinweise wichtig sein – etwa rund um Feiertage. Prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Meldungen auf der Website, insbesondere wenn Sie eine längere Anreise planen oder ein bestimmtes Thema sehen möchten. Die Lage im Ortskern erleichtert die Orientierung: Wer von der S-Bahn kommt, folgt der Kaiserstraße Richtung Kirche; die Wegführung ist übersichtlich. Radfahrer finden in der Umgebung geeignete Abstellmöglichkeiten. Für Menschen, die Wege lieber in Etappen zurücklegen, bietet sich eine kurze Pause auf dem Kirchplatz an, bevor man in die stille, konzentrierte Atmosphäre des Museums eintritt. Tipp für ÖPNV-Nutzer: Planen Sie für die Rückfahrt ein paar Minuten Puffer ein, um nach dem Besuch noch Eindrücke zu sortieren oder Fragen an das Museumsteam zu stellen. Insgesamt ist die Anfahrt unkompliziert und schnell, was spontane Besuche am Freitagnachmittag oder Samstagmittag begünstigt.
Veranstaltungen, Führungen und Programm im Apothekarium
Das Apothekarium Neubiberg ist nicht nur Schaudepot, sondern ein lebendiger Lern- und Begegnungsort. Regelmäßige Veranstaltungen machen die Sammlung erfahrbar und schlagen Brücken in die Gegenwart. In Beiträgen und Themenabenden geht es etwa um historische Heilpflanzenkunde, um Rezepturen aus Apothekerbüchern, um Symbolik und Ikonografie rund um die Heilkunst oder um die Kulturgeschichte bestimmter Stoffe. Beispiele hierfür reichen von Formaten wie Räuchern zur Rauchnacht über pflanzenkundliche Exkurse zur Birke bis hin zu rezepturnahen Einführungen, die saisonale Liköre oder Tinkturen zum Thema haben. Hinzu kommen Beiträge, die den langen Atem handwerklichen Lernens reflektieren und aufzeigen, wie viel Geduld und Genauigkeit in historischen Herstellungsverfahren steckt. Ein besonderes Plus ist der Apothekengarten auf dem Gelände, der bei ausgewählten Anlässen geöffnet wird und Einblicke in Früchte, Wurzeln und Blätter gibt, aus denen traditionelle Hausmittel und pharmazeutische Auszüge bereitet wurden. Besucher erhalten damit einen sinnlichen Zugang zum Stoffwechsel zwischen Natur, Werkbank und Arzneibuch: Man sieht, riecht und versteht, wie aus Pflanzenteilen die Grundstoffe für Salben, Tinkturen und Pulver entstehen. Wer sich für das Programm interessiert, findet aktuelle Hinweise auf der Website des Museums; dort werden Veranstaltungsankündigungen veröffentlicht und oft mit kleinen inhaltlichen Einblicken versehen, die Lust auf den Abend machen. Da die Plätze bei kompakten Formaten begrenzt sein können, empfiehlt sich eine kurze Voranmeldung. Für Gruppen sind individuelle Führungen nach Absprache möglich, bei denen Schwerpunkte – etwa Gerätekunde, Drogisten- und Apothekengeschichte oder die Entwicklung vom Offizinbetrieb zur modernen Pharmazie – gesetzt werden können. Inhaltlich lebt jedes Format vom direkten Blick auf die Objekte: Ein Mörser, der sichtbare Gebrauchsspuren trägt, erzählt mehr als viele Texttafeln; eine fein beschriftete Porzellandose lässt den Standardisierungswillen der Apotheker erkennen, der später in Arzneibüchern und gesetzlichen Vorgaben mündete. So wird das Programm zum roten Faden, der die Sammlung immer wieder neu beleuchtet.
Apotheke Neubiberg oder Museum? So unterscheiden Sie beides
Die Suchanfrage nach Apotheken in Neubiberg ist naheliegend – und führt im Netz oft parallel zum Apothekarium. Wichtig ist die Unterscheidung: Das Apothekarium Neubiberg ist ein Museum und gibt keine Arzneimittel ab. Es erklärt, zeigt und kontextualisiert die Arbeit der Apotheker in Geschichte und Gegenwart, ist aber keine Versorgungsapotheke. Wer Medikamente, Rezepte oder Beratung zu aktuellen Präparaten benötigt, wendet sich an die öffentlichen Apotheken im Ort. Für kultur- und medizingeschichtlich Interessierte ist das Apothekarium dagegen die richtige Adresse. Das Missverständnis entsteht häufig, weil sich das Museum in den Räumen einer echten historischen Offizin befindet – die Hubertus-Apotheke war 1950 die erste Apotheke Neubibergs. Genau darin liegt sein Reiz: Man betritt einen authentischen Arbeitsraum, dessen Ordnung, Materialien und Geräte erhalten sind. Die Regale mit Standgefäßen, Waagen, Mörsern und Rezepturbüchern sind keine bloße Dekoration, sondern die überlieferte Infrastruktur eines Berufs, der zwischen Heilpflanzenkunde, Chemie, Alchemie und Rechtsnormen pendelte. Wer die Unterschiede schärfen will, kann sich an drei Fragen orientieren: Geht es mir um die Versorgung mit Arzneimitteln heute – dann zur Apotheke. Geht es mir um das Verstehen pharmazeutischer Praxis früher – dann ins Museum. Geht es mir um beides – dann lohnt zuerst der Blick in die Vergangenheit, denn viele Prinzipien von Sorgfalt, Hygiene, Standardisierung und Dokumentation, die man in der Offizingeschichte sieht, sind bis heute Teil des Berufs. Für Familien ist das Apothekarium eine anschauliche Ergänzung zum Schulunterricht; für Studierende der Pharmazie öffnet es eine historische Tiefenschärfe, die Lehrbücher allein selten vermitteln.
Praktische Besuchstipps: Eintritt, Gruppen, Barrierearmut und Kontakt
Der Eintritt ist mit 2 Euro bewusst niedrig angesetzt und macht den spontanen Besuch am Freitagnachmittag oder Samstagmittag leicht. Wer eine Führung, ein Themenformat oder einen individuellen Termin wünscht, kann telefonisch oder per E-Mail Kontakt aufnehmen; das Museumsteam antwortet zeitnah und hilft bei der Planung. Für Schulklassen oder Vereine empfiehlt es sich, Schwerpunkte zu nennen, damit die vorhandene Zeit bestmöglich genutzt wird – etwa eine konzentrierte Objekteinführung in der Offizin, eine Gerätekunde zur Herstellung traditioneller Arzneiformen oder ein Besuch des Apothekengartens bei passenden Anlässen. Das Gebäude stammt aus der Nachkriegszeit; wer hinsichtlich Barrierefreiheit oder Sitzgelegenheiten besondere Bedürfnisse hat, sollte vorab kurz anfragen, damit das Team bestmöglich unterstützen kann. Die Anbindung an den öffentlichen Verkehr ist komfortabel, sodass auch Besucher ohne Auto gut zurechtkommen. Für Autofahrer sind die Parkplätze direkt am Haus praktisch; wer zu Stoßzeiten ankommt, sollte ein paar Minuten Puffer für die Parkplatzsuche einplanen. Da das Apothekarium persönliche Atmosphäre schätzt, ist Zeit zum Nachfragen und Entdecken ausdrücklich erwünscht: Viele Objekte erschließen sich erst, wenn man genauer hinsieht und die Geschichten dahinter hört – wie aus Drogen und Tinkturen standardisierte Rezepturen wurden, wie Waagen geeicht und Mörser gepflegt wurden, oder warum manche Standgefäße heute leer sind und nur noch als Zeugen dienen. Halten Sie während des Rundgangs Ausschau nach Hinweisen auf aktuelle Veranstaltungen; Aushänge und Beiträge auf der Website werden regelmäßig aktualisiert. Rund um Feiertage kann es Sonderöffnungen oder kurze Schließzeiten geben. Wer einen Blick über den Tellerrand werfen möchte, findet in München parallele Ausstellungen zu Gesundheit und Medizin, doch das Apothekarium behauptet in der Region seine besondere Nische: als kompaktes, spezialisiertes Haus, das die Apotheke selbst – nicht nur Medizin im Allgemeinen – in den Mittelpunkt stellt. Für Fragen und Absprachen stehen Telefon und E-Mail des Hauses bereit; damit ist der Weg zu einem gelungenen Besuch kurz, persönlich und unkompliziert.
Quellen:
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Apothekarium Neubiberg | Apothekenmuseum & Öffnungszeiten
Das Apothekarium Neubiberg ist ein liebevoll kuratiertes Apothekenmuseum im Süden Münchens, dessen Herz in einer originalen Offizin schlägt: den Räumen der ehemaligen Hubertus-Apotheke. In der Kaiserstraße 10 erwartet Besucher eine sorgfältig bewahrte Sammlung pharmazeutischen Kunsthandwerks: edle Standgefäße aus Holz, Glas und Porzellan, Arbeitsgeräte aus Bronze und Messing, Reiseapotheken mit originalem Inhalt sowie kuriose Objekte, wie sie in historischen Apotheken und Wunderkammern zu finden waren. Das Haus ist freitags und samstags geöffnet, der Eintritt ist bewusst niedrigschwellig gehalten. Die Lage ist praktisch: unweit der S-Bahn-Linie S7, mit Bushaltestellen gleich um die Ecke und einigen Parkplätzen direkt vor der Tür. Wer eine dichte Zeitreise durch 400 Jahre Apotheken- und Alltagsgeschichte sucht, findet hier ein kompaktes, persönliches Museum, das durch regelmäßige Veranstaltungen, kenntnisreiche Erläuterungen und ein familiäres Ambiente besticht. In den folgenden Abschnitten erhalten Sie Antworten auf die häufigsten Suchanliegen zu Bildern, Geschichte, Anfahrt, Öffnungszeiten, Programm und dem Unterschied zwischen Museum und Apotheke sowie praktische Tipps für Ihren Besuch.
Bilder vom Apothekarium Neubiberg: Motive, Eindrücke und wo Sie sie finden
Wer sich vorab ein Bild vom Apothekarium Neubiberg machen möchte, sucht häufig nach Fotos der Räume, Vitrinen und Exponate. Besonders eindrucksvoll sind die Motive in der restaurierten Offizin: Etikettierte Standgefäße in sauber gereihten Regalen, Apothekerschränke mit kleinen Laden, Mörser und Pistille aus unterschiedlichen Epochen sowie Waagen, die das präzise Abwiegen kostbarer Substanzen veranschaulichen. Auch die Reiseapotheken mit winzigen Fläschchen und Dosen ziehen den Blick auf sich, weil sie die Mobilität pharmazeutischen Wissens im Taschenformat zeigen. Viele dieser Elemente spiegeln das handwerkliche Ethos und die materiellen Spuren der Arzneikunde, bevor industrielle Fertigarzneien den Alltag prägten. Offizielle Einblicke und aktuelle Fotos finden sich auf der Website des Museums, insbesondere in Beiträgen und Ankündigungen, die neue Themenabende oder besondere Stücke aus der Sammlung vorstellen. Zudem existiert ein frei lizenziertes Außenfoto des Apothekariums auf Wikimedia Commons; es zeigt die Fassade an der Kaiserstraße und vermittelt den Charakter des Gebäudes als ehemaliges Wohn- und Geschäftshaus. Wer vor Ort fotografieren möchte, sollte respektvoll agieren und Rücksicht auf andere Besucher nehmen; manche Objekte sind empfindlich und profitieren davon, wenn Blitzlicht vermieden wird. Authentische Motive gelingen, wenn man kleine handwerkliche Details in den Fokus rückt: geschnitzte Holzprofile an den Schrankfronten, handgemalte Beschriftungen auf Porzellangefäßen, die Patina eines Messingmörsers oder die fein austarierten Zungen einer Balkenwaage. Auch Stillleben aus Werkzeugen und Rezepturbüchern erzählen Geschichten. Die räumliche Nähe der Exponate erlaubt Nahaufnahmen, die Strukturen und Materialität sichtbar machen. Besonders stimmungsvoll sind Fotos am späten Nachmittag, wenn warmes Licht die Holzflächen betont. Wer die historische Atmosphäre festhalten will, kann Perspektiven wählen, in denen Theke und Regalwand zugleich zu sehen sind, sodass die Offizin als Arbeitsraum erlebbar wird. Für Veröffentlichungen empfiehlt sich eine kurze Rückfrage beim Museumsteam, damit Herkunft und Kontext der Bilder korrekt angegeben werden. So entsteht aus der Suche nach Bildern ein visuelles Begleitheft zu einem späteren Besuch.
Apothekenmuseum Neubiberg: Geschichte, Sammlung und Besonderheiten
Die Wurzeln des Apothekariums liegen in der Hubertus-Apotheke, die 1950 als erste Apotheke Neubibergs eröffnet wurde. Über ein halbes Jahrhundert prägte sie den Ort, geführt von Valentin Arnold Mayring. Das kombinierte Wohn- und Geschäftshaus ist – neben dem Rathaus – eines der wenigen erhaltenen Gebäude aus jener Aufbauzeit. Über vier Generationen trug die Familie Mayring ein Ensemble aus Haus, Grundstück und Sammlung zusammen. In der vierten Generation, als sich kein weiterer approbierter Pharmazeut in der Familie fand, wurde die Offizin in ein Museum umgewandelt: das heutige Apothekarium Neubiberg. Diese biografische Kontinuität verleiht dem Museum eine besondere Authentizität. Statt einer inszenierten Kulisse sieht man hier die gewachsene materielle Kultur einer realen Apotheke, ergänzt um Stücke aus der Pharmaziegeschichte. Zu den charakteristischen Exponaten zählen historische Standgefäße unterschiedlicher Materialien – Holz, Glas, Porzellan –, die Aufbewahrung von Drogen, Tinkturen und Pulvern dokumentieren. Arbeitsgeräte aus Bronze und Messing veranschaulichen den handwerklichen Prozess, von der Zerkleinerung pflanzlicher, mineralischer oder tierischer Rohstoffe bis zum Abwiegen und Mischen. Reiseapotheken mit originalem Inhalt zeigen, wie Apotheker und Ärzte Wissen und Vorräte mobil hielten. Nicht zuletzt geben exotische und kuriose Objekte einen Eindruck davon, welche Vorstellungen von Heilkräften frühere Jahrhunderte bewegten und wie sich das Verhältnis von Empirie, Tradition und Aberglaube im Lauf der Zeit verschob. Das Museum versteht sich als Ort der Vermittlung: Regelmäßige Veranstaltungen beleuchten historische Rezepte, Heilpflanzen oder symbolische Darstellungen, die sich in Bildprogrammen und Andachtsbildern finden. Besonders bemerkenswert ist die regionale Einordnung: Im Großraum München gilt das Apothekarium als einziges reines Apothekenmuseum, wodurch es für Schulen, Vereine und kulturgeschichtlich Interessierte eine wichtige Ergänzung zu großen Technik- und Medizingeschichten bildet. Die räumliche Nähe zur ehemaligen Offizin erlaubt einen dichten Blick auf Arbeitsabläufe, Werkstoffe und Geräte; Besucher können die Beziehung zwischen Material, Ritual und Regulierung nachzeichnen – von Offizinaldrogen, die in Arzneibüchern verankert sind, bis zu traditionellen Anwendungen, die eher aus der Volksmedizin stammen. Diese Mischung aus Alltagsgeschichte, Handwerk und Wissenschaft macht den Reiz des Hauses aus und erklärt, weshalb viele Gäste seinen persönlichen Charakter hervorheben.
Anfahrt, Öffnungszeiten und Parken an der Kaiserstraße 10
Die Adresse des Apothekariums lautet Kaiserstraße 10, 85579 Neubiberg. Das Haus liegt neben der Kirche und ist aus dem Münchner Stadtgebiet gut erreichbar. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln empfiehlt sich die S-Bahn-Linie S7 bis zur Station Neubiberg; von dort sind es etwa 600 Meter zu Fuß. Alternativ halten die Buslinien 211, 212 und 229 an der Haltestelle Kaiserstraße fast vor der Tür. Wer mit dem Auto anreist, findet einige öffentliche Parkplätze direkt am Museum. Die Öffnungszeiten sind bewusst kompakt und besucherfreundlich: freitags von 14 bis 18 Uhr und samstags von 12 bis 16 Uhr. Der Eintritt beträgt 2 Euro. Für Gruppen, Schulklassen oder individuelle Anliegen sind Besuche nach vorheriger Absprache möglich; der direkte Kontakt per Telefon oder E-Mail ist ausdrücklich erwünscht. Da es sich um ein inhabergeprägtes Haus mit persönlicher Betreuung handelt, können saisonale Hinweise wichtig sein – etwa rund um Feiertage. Prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Meldungen auf der Website, insbesondere wenn Sie eine längere Anreise planen oder ein bestimmtes Thema sehen möchten. Die Lage im Ortskern erleichtert die Orientierung: Wer von der S-Bahn kommt, folgt der Kaiserstraße Richtung Kirche; die Wegführung ist übersichtlich. Radfahrer finden in der Umgebung geeignete Abstellmöglichkeiten. Für Menschen, die Wege lieber in Etappen zurücklegen, bietet sich eine kurze Pause auf dem Kirchplatz an, bevor man in die stille, konzentrierte Atmosphäre des Museums eintritt. Tipp für ÖPNV-Nutzer: Planen Sie für die Rückfahrt ein paar Minuten Puffer ein, um nach dem Besuch noch Eindrücke zu sortieren oder Fragen an das Museumsteam zu stellen. Insgesamt ist die Anfahrt unkompliziert und schnell, was spontane Besuche am Freitagnachmittag oder Samstagmittag begünstigt.
Veranstaltungen, Führungen und Programm im Apothekarium
Das Apothekarium Neubiberg ist nicht nur Schaudepot, sondern ein lebendiger Lern- und Begegnungsort. Regelmäßige Veranstaltungen machen die Sammlung erfahrbar und schlagen Brücken in die Gegenwart. In Beiträgen und Themenabenden geht es etwa um historische Heilpflanzenkunde, um Rezepturen aus Apothekerbüchern, um Symbolik und Ikonografie rund um die Heilkunst oder um die Kulturgeschichte bestimmter Stoffe. Beispiele hierfür reichen von Formaten wie Räuchern zur Rauchnacht über pflanzenkundliche Exkurse zur Birke bis hin zu rezepturnahen Einführungen, die saisonale Liköre oder Tinkturen zum Thema haben. Hinzu kommen Beiträge, die den langen Atem handwerklichen Lernens reflektieren und aufzeigen, wie viel Geduld und Genauigkeit in historischen Herstellungsverfahren steckt. Ein besonderes Plus ist der Apothekengarten auf dem Gelände, der bei ausgewählten Anlässen geöffnet wird und Einblicke in Früchte, Wurzeln und Blätter gibt, aus denen traditionelle Hausmittel und pharmazeutische Auszüge bereitet wurden. Besucher erhalten damit einen sinnlichen Zugang zum Stoffwechsel zwischen Natur, Werkbank und Arzneibuch: Man sieht, riecht und versteht, wie aus Pflanzenteilen die Grundstoffe für Salben, Tinkturen und Pulver entstehen. Wer sich für das Programm interessiert, findet aktuelle Hinweise auf der Website des Museums; dort werden Veranstaltungsankündigungen veröffentlicht und oft mit kleinen inhaltlichen Einblicken versehen, die Lust auf den Abend machen. Da die Plätze bei kompakten Formaten begrenzt sein können, empfiehlt sich eine kurze Voranmeldung. Für Gruppen sind individuelle Führungen nach Absprache möglich, bei denen Schwerpunkte – etwa Gerätekunde, Drogisten- und Apothekengeschichte oder die Entwicklung vom Offizinbetrieb zur modernen Pharmazie – gesetzt werden können. Inhaltlich lebt jedes Format vom direkten Blick auf die Objekte: Ein Mörser, der sichtbare Gebrauchsspuren trägt, erzählt mehr als viele Texttafeln; eine fein beschriftete Porzellandose lässt den Standardisierungswillen der Apotheker erkennen, der später in Arzneibüchern und gesetzlichen Vorgaben mündete. So wird das Programm zum roten Faden, der die Sammlung immer wieder neu beleuchtet.
Apotheke Neubiberg oder Museum? So unterscheiden Sie beides
Die Suchanfrage nach Apotheken in Neubiberg ist naheliegend – und führt im Netz oft parallel zum Apothekarium. Wichtig ist die Unterscheidung: Das Apothekarium Neubiberg ist ein Museum und gibt keine Arzneimittel ab. Es erklärt, zeigt und kontextualisiert die Arbeit der Apotheker in Geschichte und Gegenwart, ist aber keine Versorgungsapotheke. Wer Medikamente, Rezepte oder Beratung zu aktuellen Präparaten benötigt, wendet sich an die öffentlichen Apotheken im Ort. Für kultur- und medizingeschichtlich Interessierte ist das Apothekarium dagegen die richtige Adresse. Das Missverständnis entsteht häufig, weil sich das Museum in den Räumen einer echten historischen Offizin befindet – die Hubertus-Apotheke war 1950 die erste Apotheke Neubibergs. Genau darin liegt sein Reiz: Man betritt einen authentischen Arbeitsraum, dessen Ordnung, Materialien und Geräte erhalten sind. Die Regale mit Standgefäßen, Waagen, Mörsern und Rezepturbüchern sind keine bloße Dekoration, sondern die überlieferte Infrastruktur eines Berufs, der zwischen Heilpflanzenkunde, Chemie, Alchemie und Rechtsnormen pendelte. Wer die Unterschiede schärfen will, kann sich an drei Fragen orientieren: Geht es mir um die Versorgung mit Arzneimitteln heute – dann zur Apotheke. Geht es mir um das Verstehen pharmazeutischer Praxis früher – dann ins Museum. Geht es mir um beides – dann lohnt zuerst der Blick in die Vergangenheit, denn viele Prinzipien von Sorgfalt, Hygiene, Standardisierung und Dokumentation, die man in der Offizingeschichte sieht, sind bis heute Teil des Berufs. Für Familien ist das Apothekarium eine anschauliche Ergänzung zum Schulunterricht; für Studierende der Pharmazie öffnet es eine historische Tiefenschärfe, die Lehrbücher allein selten vermitteln.
Praktische Besuchstipps: Eintritt, Gruppen, Barrierearmut und Kontakt
Der Eintritt ist mit 2 Euro bewusst niedrig angesetzt und macht den spontanen Besuch am Freitagnachmittag oder Samstagmittag leicht. Wer eine Führung, ein Themenformat oder einen individuellen Termin wünscht, kann telefonisch oder per E-Mail Kontakt aufnehmen; das Museumsteam antwortet zeitnah und hilft bei der Planung. Für Schulklassen oder Vereine empfiehlt es sich, Schwerpunkte zu nennen, damit die vorhandene Zeit bestmöglich genutzt wird – etwa eine konzentrierte Objekteinführung in der Offizin, eine Gerätekunde zur Herstellung traditioneller Arzneiformen oder ein Besuch des Apothekengartens bei passenden Anlässen. Das Gebäude stammt aus der Nachkriegszeit; wer hinsichtlich Barrierefreiheit oder Sitzgelegenheiten besondere Bedürfnisse hat, sollte vorab kurz anfragen, damit das Team bestmöglich unterstützen kann. Die Anbindung an den öffentlichen Verkehr ist komfortabel, sodass auch Besucher ohne Auto gut zurechtkommen. Für Autofahrer sind die Parkplätze direkt am Haus praktisch; wer zu Stoßzeiten ankommt, sollte ein paar Minuten Puffer für die Parkplatzsuche einplanen. Da das Apothekarium persönliche Atmosphäre schätzt, ist Zeit zum Nachfragen und Entdecken ausdrücklich erwünscht: Viele Objekte erschließen sich erst, wenn man genauer hinsieht und die Geschichten dahinter hört – wie aus Drogen und Tinkturen standardisierte Rezepturen wurden, wie Waagen geeicht und Mörser gepflegt wurden, oder warum manche Standgefäße heute leer sind und nur noch als Zeugen dienen. Halten Sie während des Rundgangs Ausschau nach Hinweisen auf aktuelle Veranstaltungen; Aushänge und Beiträge auf der Website werden regelmäßig aktualisiert. Rund um Feiertage kann es Sonderöffnungen oder kurze Schließzeiten geben. Wer einen Blick über den Tellerrand werfen möchte, findet in München parallele Ausstellungen zu Gesundheit und Medizin, doch das Apothekarium behauptet in der Region seine besondere Nische: als kompaktes, spezialisiertes Haus, das die Apotheke selbst – nicht nur Medizin im Allgemeinen – in den Mittelpunkt stellt. Für Fragen und Absprachen stehen Telefon und E-Mail des Hauses bereit; damit ist der Weg zu einem gelungenen Besuch kurz, persönlich und unkompliziert.
Quellen:
Apothekarium Neubiberg | Apothekenmuseum & Öffnungszeiten
Das Apothekarium Neubiberg ist ein liebevoll kuratiertes Apothekenmuseum im Süden Münchens, dessen Herz in einer originalen Offizin schlägt: den Räumen der ehemaligen Hubertus-Apotheke. In der Kaiserstraße 10 erwartet Besucher eine sorgfältig bewahrte Sammlung pharmazeutischen Kunsthandwerks: edle Standgefäße aus Holz, Glas und Porzellan, Arbeitsgeräte aus Bronze und Messing, Reiseapotheken mit originalem Inhalt sowie kuriose Objekte, wie sie in historischen Apotheken und Wunderkammern zu finden waren. Das Haus ist freitags und samstags geöffnet, der Eintritt ist bewusst niedrigschwellig gehalten. Die Lage ist praktisch: unweit der S-Bahn-Linie S7, mit Bushaltestellen gleich um die Ecke und einigen Parkplätzen direkt vor der Tür. Wer eine dichte Zeitreise durch 400 Jahre Apotheken- und Alltagsgeschichte sucht, findet hier ein kompaktes, persönliches Museum, das durch regelmäßige Veranstaltungen, kenntnisreiche Erläuterungen und ein familiäres Ambiente besticht. In den folgenden Abschnitten erhalten Sie Antworten auf die häufigsten Suchanliegen zu Bildern, Geschichte, Anfahrt, Öffnungszeiten, Programm und dem Unterschied zwischen Museum und Apotheke sowie praktische Tipps für Ihren Besuch.
Bilder vom Apothekarium Neubiberg: Motive, Eindrücke und wo Sie sie finden
Wer sich vorab ein Bild vom Apothekarium Neubiberg machen möchte, sucht häufig nach Fotos der Räume, Vitrinen und Exponate. Besonders eindrucksvoll sind die Motive in der restaurierten Offizin: Etikettierte Standgefäße in sauber gereihten Regalen, Apothekerschränke mit kleinen Laden, Mörser und Pistille aus unterschiedlichen Epochen sowie Waagen, die das präzise Abwiegen kostbarer Substanzen veranschaulichen. Auch die Reiseapotheken mit winzigen Fläschchen und Dosen ziehen den Blick auf sich, weil sie die Mobilität pharmazeutischen Wissens im Taschenformat zeigen. Viele dieser Elemente spiegeln das handwerkliche Ethos und die materiellen Spuren der Arzneikunde, bevor industrielle Fertigarzneien den Alltag prägten. Offizielle Einblicke und aktuelle Fotos finden sich auf der Website des Museums, insbesondere in Beiträgen und Ankündigungen, die neue Themenabende oder besondere Stücke aus der Sammlung vorstellen. Zudem existiert ein frei lizenziertes Außenfoto des Apothekariums auf Wikimedia Commons; es zeigt die Fassade an der Kaiserstraße und vermittelt den Charakter des Gebäudes als ehemaliges Wohn- und Geschäftshaus. Wer vor Ort fotografieren möchte, sollte respektvoll agieren und Rücksicht auf andere Besucher nehmen; manche Objekte sind empfindlich und profitieren davon, wenn Blitzlicht vermieden wird. Authentische Motive gelingen, wenn man kleine handwerkliche Details in den Fokus rückt: geschnitzte Holzprofile an den Schrankfronten, handgemalte Beschriftungen auf Porzellangefäßen, die Patina eines Messingmörsers oder die fein austarierten Zungen einer Balkenwaage. Auch Stillleben aus Werkzeugen und Rezepturbüchern erzählen Geschichten. Die räumliche Nähe der Exponate erlaubt Nahaufnahmen, die Strukturen und Materialität sichtbar machen. Besonders stimmungsvoll sind Fotos am späten Nachmittag, wenn warmes Licht die Holzflächen betont. Wer die historische Atmosphäre festhalten will, kann Perspektiven wählen, in denen Theke und Regalwand zugleich zu sehen sind, sodass die Offizin als Arbeitsraum erlebbar wird. Für Veröffentlichungen empfiehlt sich eine kurze Rückfrage beim Museumsteam, damit Herkunft und Kontext der Bilder korrekt angegeben werden. So entsteht aus der Suche nach Bildern ein visuelles Begleitheft zu einem späteren Besuch.
Apothekenmuseum Neubiberg: Geschichte, Sammlung und Besonderheiten
Die Wurzeln des Apothekariums liegen in der Hubertus-Apotheke, die 1950 als erste Apotheke Neubibergs eröffnet wurde. Über ein halbes Jahrhundert prägte sie den Ort, geführt von Valentin Arnold Mayring. Das kombinierte Wohn- und Geschäftshaus ist – neben dem Rathaus – eines der wenigen erhaltenen Gebäude aus jener Aufbauzeit. Über vier Generationen trug die Familie Mayring ein Ensemble aus Haus, Grundstück und Sammlung zusammen. In der vierten Generation, als sich kein weiterer approbierter Pharmazeut in der Familie fand, wurde die Offizin in ein Museum umgewandelt: das heutige Apothekarium Neubiberg. Diese biografische Kontinuität verleiht dem Museum eine besondere Authentizität. Statt einer inszenierten Kulisse sieht man hier die gewachsene materielle Kultur einer realen Apotheke, ergänzt um Stücke aus der Pharmaziegeschichte. Zu den charakteristischen Exponaten zählen historische Standgefäße unterschiedlicher Materialien – Holz, Glas, Porzellan –, die Aufbewahrung von Drogen, Tinkturen und Pulvern dokumentieren. Arbeitsgeräte aus Bronze und Messing veranschaulichen den handwerklichen Prozess, von der Zerkleinerung pflanzlicher, mineralischer oder tierischer Rohstoffe bis zum Abwiegen und Mischen. Reiseapotheken mit originalem Inhalt zeigen, wie Apotheker und Ärzte Wissen und Vorräte mobil hielten. Nicht zuletzt geben exotische und kuriose Objekte einen Eindruck davon, welche Vorstellungen von Heilkräften frühere Jahrhunderte bewegten und wie sich das Verhältnis von Empirie, Tradition und Aberglaube im Lauf der Zeit verschob. Das Museum versteht sich als Ort der Vermittlung: Regelmäßige Veranstaltungen beleuchten historische Rezepte, Heilpflanzen oder symbolische Darstellungen, die sich in Bildprogrammen und Andachtsbildern finden. Besonders bemerkenswert ist die regionale Einordnung: Im Großraum München gilt das Apothekarium als einziges reines Apothekenmuseum, wodurch es für Schulen, Vereine und kulturgeschichtlich Interessierte eine wichtige Ergänzung zu großen Technik- und Medizingeschichten bildet. Die räumliche Nähe zur ehemaligen Offizin erlaubt einen dichten Blick auf Arbeitsabläufe, Werkstoffe und Geräte; Besucher können die Beziehung zwischen Material, Ritual und Regulierung nachzeichnen – von Offizinaldrogen, die in Arzneibüchern verankert sind, bis zu traditionellen Anwendungen, die eher aus der Volksmedizin stammen. Diese Mischung aus Alltagsgeschichte, Handwerk und Wissenschaft macht den Reiz des Hauses aus und erklärt, weshalb viele Gäste seinen persönlichen Charakter hervorheben.
Anfahrt, Öffnungszeiten und Parken an der Kaiserstraße 10
Die Adresse des Apothekariums lautet Kaiserstraße 10, 85579 Neubiberg. Das Haus liegt neben der Kirche und ist aus dem Münchner Stadtgebiet gut erreichbar. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln empfiehlt sich die S-Bahn-Linie S7 bis zur Station Neubiberg; von dort sind es etwa 600 Meter zu Fuß. Alternativ halten die Buslinien 211, 212 und 229 an der Haltestelle Kaiserstraße fast vor der Tür. Wer mit dem Auto anreist, findet einige öffentliche Parkplätze direkt am Museum. Die Öffnungszeiten sind bewusst kompakt und besucherfreundlich: freitags von 14 bis 18 Uhr und samstags von 12 bis 16 Uhr. Der Eintritt beträgt 2 Euro. Für Gruppen, Schulklassen oder individuelle Anliegen sind Besuche nach vorheriger Absprache möglich; der direkte Kontakt per Telefon oder E-Mail ist ausdrücklich erwünscht. Da es sich um ein inhabergeprägtes Haus mit persönlicher Betreuung handelt, können saisonale Hinweise wichtig sein – etwa rund um Feiertage. Prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Meldungen auf der Website, insbesondere wenn Sie eine längere Anreise planen oder ein bestimmtes Thema sehen möchten. Die Lage im Ortskern erleichtert die Orientierung: Wer von der S-Bahn kommt, folgt der Kaiserstraße Richtung Kirche; die Wegführung ist übersichtlich. Radfahrer finden in der Umgebung geeignete Abstellmöglichkeiten. Für Menschen, die Wege lieber in Etappen zurücklegen, bietet sich eine kurze Pause auf dem Kirchplatz an, bevor man in die stille, konzentrierte Atmosphäre des Museums eintritt. Tipp für ÖPNV-Nutzer: Planen Sie für die Rückfahrt ein paar Minuten Puffer ein, um nach dem Besuch noch Eindrücke zu sortieren oder Fragen an das Museumsteam zu stellen. Insgesamt ist die Anfahrt unkompliziert und schnell, was spontane Besuche am Freitagnachmittag oder Samstagmittag begünstigt.
Veranstaltungen, Führungen und Programm im Apothekarium
Das Apothekarium Neubiberg ist nicht nur Schaudepot, sondern ein lebendiger Lern- und Begegnungsort. Regelmäßige Veranstaltungen machen die Sammlung erfahrbar und schlagen Brücken in die Gegenwart. In Beiträgen und Themenabenden geht es etwa um historische Heilpflanzenkunde, um Rezepturen aus Apothekerbüchern, um Symbolik und Ikonografie rund um die Heilkunst oder um die Kulturgeschichte bestimmter Stoffe. Beispiele hierfür reichen von Formaten wie Räuchern zur Rauchnacht über pflanzenkundliche Exkurse zur Birke bis hin zu rezepturnahen Einführungen, die saisonale Liköre oder Tinkturen zum Thema haben. Hinzu kommen Beiträge, die den langen Atem handwerklichen Lernens reflektieren und aufzeigen, wie viel Geduld und Genauigkeit in historischen Herstellungsverfahren steckt. Ein besonderes Plus ist der Apothekengarten auf dem Gelände, der bei ausgewählten Anlässen geöffnet wird und Einblicke in Früchte, Wurzeln und Blätter gibt, aus denen traditionelle Hausmittel und pharmazeutische Auszüge bereitet wurden. Besucher erhalten damit einen sinnlichen Zugang zum Stoffwechsel zwischen Natur, Werkbank und Arzneibuch: Man sieht, riecht und versteht, wie aus Pflanzenteilen die Grundstoffe für Salben, Tinkturen und Pulver entstehen. Wer sich für das Programm interessiert, findet aktuelle Hinweise auf der Website des Museums; dort werden Veranstaltungsankündigungen veröffentlicht und oft mit kleinen inhaltlichen Einblicken versehen, die Lust auf den Abend machen. Da die Plätze bei kompakten Formaten begrenzt sein können, empfiehlt sich eine kurze Voranmeldung. Für Gruppen sind individuelle Führungen nach Absprache möglich, bei denen Schwerpunkte – etwa Gerätekunde, Drogisten- und Apothekengeschichte oder die Entwicklung vom Offizinbetrieb zur modernen Pharmazie – gesetzt werden können. Inhaltlich lebt jedes Format vom direkten Blick auf die Objekte: Ein Mörser, der sichtbare Gebrauchsspuren trägt, erzählt mehr als viele Texttafeln; eine fein beschriftete Porzellandose lässt den Standardisierungswillen der Apotheker erkennen, der später in Arzneibüchern und gesetzlichen Vorgaben mündete. So wird das Programm zum roten Faden, der die Sammlung immer wieder neu beleuchtet.
Apotheke Neubiberg oder Museum? So unterscheiden Sie beides
Die Suchanfrage nach Apotheken in Neubiberg ist naheliegend – und führt im Netz oft parallel zum Apothekarium. Wichtig ist die Unterscheidung: Das Apothekarium Neubiberg ist ein Museum und gibt keine Arzneimittel ab. Es erklärt, zeigt und kontextualisiert die Arbeit der Apotheker in Geschichte und Gegenwart, ist aber keine Versorgungsapotheke. Wer Medikamente, Rezepte oder Beratung zu aktuellen Präparaten benötigt, wendet sich an die öffentlichen Apotheken im Ort. Für kultur- und medizingeschichtlich Interessierte ist das Apothekarium dagegen die richtige Adresse. Das Missverständnis entsteht häufig, weil sich das Museum in den Räumen einer echten historischen Offizin befindet – die Hubertus-Apotheke war 1950 die erste Apotheke Neubibergs. Genau darin liegt sein Reiz: Man betritt einen authentischen Arbeitsraum, dessen Ordnung, Materialien und Geräte erhalten sind. Die Regale mit Standgefäßen, Waagen, Mörsern und Rezepturbüchern sind keine bloße Dekoration, sondern die überlieferte Infrastruktur eines Berufs, der zwischen Heilpflanzenkunde, Chemie, Alchemie und Rechtsnormen pendelte. Wer die Unterschiede schärfen will, kann sich an drei Fragen orientieren: Geht es mir um die Versorgung mit Arzneimitteln heute – dann zur Apotheke. Geht es mir um das Verstehen pharmazeutischer Praxis früher – dann ins Museum. Geht es mir um beides – dann lohnt zuerst der Blick in die Vergangenheit, denn viele Prinzipien von Sorgfalt, Hygiene, Standardisierung und Dokumentation, die man in der Offizingeschichte sieht, sind bis heute Teil des Berufs. Für Familien ist das Apothekarium eine anschauliche Ergänzung zum Schulunterricht; für Studierende der Pharmazie öffnet es eine historische Tiefenschärfe, die Lehrbücher allein selten vermitteln.
Praktische Besuchstipps: Eintritt, Gruppen, Barrierearmut und Kontakt
Der Eintritt ist mit 2 Euro bewusst niedrig angesetzt und macht den spontanen Besuch am Freitagnachmittag oder Samstagmittag leicht. Wer eine Führung, ein Themenformat oder einen individuellen Termin wünscht, kann telefonisch oder per E-Mail Kontakt aufnehmen; das Museumsteam antwortet zeitnah und hilft bei der Planung. Für Schulklassen oder Vereine empfiehlt es sich, Schwerpunkte zu nennen, damit die vorhandene Zeit bestmöglich genutzt wird – etwa eine konzentrierte Objekteinführung in der Offizin, eine Gerätekunde zur Herstellung traditioneller Arzneiformen oder ein Besuch des Apothekengartens bei passenden Anlässen. Das Gebäude stammt aus der Nachkriegszeit; wer hinsichtlich Barrierefreiheit oder Sitzgelegenheiten besondere Bedürfnisse hat, sollte vorab kurz anfragen, damit das Team bestmöglich unterstützen kann. Die Anbindung an den öffentlichen Verkehr ist komfortabel, sodass auch Besucher ohne Auto gut zurechtkommen. Für Autofahrer sind die Parkplätze direkt am Haus praktisch; wer zu Stoßzeiten ankommt, sollte ein paar Minuten Puffer für die Parkplatzsuche einplanen. Da das Apothekarium persönliche Atmosphäre schätzt, ist Zeit zum Nachfragen und Entdecken ausdrücklich erwünscht: Viele Objekte erschließen sich erst, wenn man genauer hinsieht und die Geschichten dahinter hört – wie aus Drogen und Tinkturen standardisierte Rezepturen wurden, wie Waagen geeicht und Mörser gepflegt wurden, oder warum manche Standgefäße heute leer sind und nur noch als Zeugen dienen. Halten Sie während des Rundgangs Ausschau nach Hinweisen auf aktuelle Veranstaltungen; Aushänge und Beiträge auf der Website werden regelmäßig aktualisiert. Rund um Feiertage kann es Sonderöffnungen oder kurze Schließzeiten geben. Wer einen Blick über den Tellerrand werfen möchte, findet in München parallele Ausstellungen zu Gesundheit und Medizin, doch das Apothekarium behauptet in der Region seine besondere Nische: als kompaktes, spezialisiertes Haus, das die Apotheke selbst – nicht nur Medizin im Allgemeinen – in den Mittelpunkt stellt. Für Fragen und Absprachen stehen Telefon und E-Mail des Hauses bereit; damit ist der Weg zu einem gelungenen Besuch kurz, persönlich und unkompliziert.
Quellen:
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Häufig gestellte Fragen
Bewertungen
Darcy Mcloughlin
15. September 2025
Sehr cooles Museum und die Besitzer sind sehr sachkundig über die Geschichte der Pharmazie und der Kräuterkunde. Würde auf jeden Fall einen Besuch empfehlen, ihr werdet überrascht sein, was ihr lernt!
25. Juni 2022
Echt interessante Ausstellung mit vielen Dingen zu sehen! Sehr freundliche Besitzer, die eine interessante und persönliche Geschichte über das Apothekergeschäft in ihrer Familie erzählt haben. Wundervoller Einblick in die Apothekerkunst vom 17. bis 20. Jahrhundert!
Irene Marquez
4. Juni 2022
Reise zurück in die Zeit, als die Apothekerpflege aus der Weisheit deines Apothekers und nicht von großen Pharmaunternehmen kam. Faszinierende Geschichte des Besitzers der Hubertus Apotheke. Viele Familienerbstücke sind ausgestellt.
Julia Thissen
18. September 2025
Ein wunderbares Museum, das seine Besucher mit der Geschichte der Pharmakologie inspiriert. Die Besitzer sind äußerst sachkundig, genießen es, die Besucher durch die Ausstellungen zu führen, und veranstalten regelmäßig spannende Events!
Andrea Hiering
14. Dezember 2023
Produkte aus dem Pharmasektor, liebevoll gesammelt und gestaltet.
