
München
Ehrenbürgstraße 9, 81249 München, Deutschland
Ehemaliges Zwangsarbeitslager Neuaubing | Geschichte & Fotos
Das ehemalige Zwangsarbeitslager Neuaubing ist kein klassischer Veranstaltungsort, sondern ein historisch hochbedeutsamer Erinnerungsort im Münchner Westen. Wer heute an die Ehrenbürgstraße 9 kommt, begegnet einem Gelände, das noch immer von den Spuren seiner Vergangenheit geprägt ist: acht erhaltene Baracken, historische Baulichkeiten, ein Ort der Zwangsarbeit und zugleich ein Areal, das seit Jahrzehnten weitergenutzt und nun schrittweise zu einem sichtbaren Erinnerungsort entwickelt wird. Gerade diese Überlagerung von Geschichte und Gegenwart macht Neuaubing so besonders. Der Ort ist aktuell noch nicht vollständig zugänglich, wird saniert und ist weiterhin von seiner zukünftigen Rolle als Dependance des NS-Dokumentationszentrums München geprägt. Gleichzeitig finden bereits Rundgänge statt, die die Geschichte des Geländes, die aktuelle Nutzung und die baulichen Reste erfahrbar machen. Für Menschen, die nach dem ehemaligen Zwangsarbeitslager Neuaubing, nach Fotos, nach Hintergrundwissen oder nach praktischen Besuchsinformationen suchen, ist dieser Ort daher weit mehr als ein Eintrag auf einer Karte: Er ist ein Lernort, ein Gedenkort und ein Zeugnis der NS-Zwangsarbeit in München. ([nsdoku.de](https://www.nsdoku.de/erinnerungsort-neuaubing/das-lager-in-neuaubing))
Geschichte des ehemaligen Zwangsarbeiterlagers Neuaubing
Die Geschichte des Lagers in Neuaubing ist eng mit der Kriegswirtschaft und der NS-Zwangsarbeit verbunden. Nach den offiziellen Angaben des NS-Dokumentationszentrums wurde das Lager 1942 von der Reichsbahn errichtet und bis 1945 als Sammelunterkunft für bis zu 1.000 Zwangsarbeiter*innen genutzt, die im nahegelegenen Ausbesserungswerk Neuaubing, dem RAW, arbeiten mussten. Auf dem Gelände der westlichen Münchner Stadtteile befanden sich damals zahlreiche Sammelunterkünfte und Lager, denn München war im Zweiten Weltkrieg ein Zentrum der Zwangsarbeit. Die Menschen, die hier untergebracht waren, kamen aus verschiedenen europäischen Ländern; zunächst war das Areal für zivile Zwangsarbeiter*innen aus der Sowjetunion vorgesehen, später wurden dort auch Menschen aus Polen, Italien und möglicherweise aus den Niederlanden und Frankreich einquartiert. Unter ihnen waren viele Frauen, Kinder und Jugendliche. Die Angaben der Stadt München und des NS-Dokumentationszentrums ordnen das Lager zugleich in die größere Dimension des Verbrechens ein: Allein im Deutschen Reich mussten zwischen 1939 und 1945 etwa 13,5 Millionen Menschen Zwangsarbeit leisten, und im Raum München waren mehr als 120.000 Menschen betroffen. ([nsdoku.de](https://www.nsdoku.de/presse/newsroom/erinnerungsort-neuaubing))
Auch die bauliche Struktur des Geländes erzählt diese Geschichte sehr deutlich. Nach den historischen Unterlagen waren ursprünglich elf Baracken geplant, errichtet wurden jedoch nicht alle. Überliefert sind heute acht Baracken sowie weitere Spuren wie bauzeitliche Zaunreste und zwei Kleinbunker. Das Gelände ist damit eines der letzten baulich erhaltenen Lagerensembles dieser Art in Deutschland und steht unter Ensembleschutz sowie als Einzeldenkmal unter Schutz. Die Geschichte endet nicht 1945: Nach der Befreiung in den Morgenstunden des 30. April 1945 blieb das Areal noch einige Monate als Sammelunterkunft für Displaced Persons bestehen. Später nutzte die Deutsche Bundesbahn das Gelände ab spätestens 1949 als Lehrlingswohnheim; ab den 1970er-Jahren kamen gewerbliche Nutzungen hinzu, und in den 1980er-Jahren entstanden ein Kindergarten, eine Freizeitfarm sowie Ateliers und Werkstätten. Gerade diese Nachnutzungen trugen dazu bei, dass der Ort trotz zahlreicher Veränderungen in seiner Substanz erhalten blieb. Seit dem Jahr 2000 wurde seine Geschichte wiederentdeckt, 2008 ein historisches Gutachten erstellt, 2014 kaufte die Stadt zunächst eine Baracke, im Folgejahr das ganze Gelände, und seit 2017 stehen alle Gebäude unter Denkmalschutz. ([nsdoku.de](https://www.nsdoku.de/erinnerungsort-neuaubing/das-lager-in-neuaubing))
Fotos, Bilder und bauliche Spuren am Erinnerungsort
Wer nach Fotos oder Bildern vom ehemaligen Zwangsarbeitslager Neuaubing sucht, findet auf den offiziellen Seiten des NS-Dokumentationszentrums eine bemerkenswerte Bilddokumentation. Dort werden nicht nur aktuelle Aufnahmen der Baracken und des Geländes gezeigt, sondern auch historische Quellenbilder und Archivmaterial. Dazu gehören die Baracke und der Splitterschutzbunker des ehemaligen Lagers, Innenansichten von Baracke 5, eine Außenansicht von Baracke 5 nach der Sanierung, ein historischer Lageplan aus der Bauakte Ehrenbürgstraße 9 sowie persönliche Dokumente wie Arbeitskarten und Beschäftigungsausweise. Diese Mischung aus Architektur, Quellen und Biografien macht sichtbar, dass der Ort nicht nur als Gebäudeensemble, sondern als Zeugnis der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Zwangsarbeiter*innen gelesen werden muss. Bilder sind hier also nicht bloß Illustration, sondern historisches Material. Sie helfen dabei, die räumliche Struktur des Lagers, die Enge der Unterkünfte und die spätere Veränderung des Geländes zu verstehen. ([nsdoku.de](https://www.nsdoku.de/presse/newsroom/erinnerungsort-neuaubing))
Besonders aufschlussreich ist, dass die Bildsprache auf den offiziellen Seiten zwei Ebenen verbindet: einerseits den heutigen Zustand des Ortes, andererseits die historische Tiefe des Materials. Die Fotos von Baracke 5 zeigen, dass das Gelände nicht in einem museal glatten Zustand präsentiert wird, sondern als Ort mit Schichten, Umbauten und sichtbaren Resten. Gleichzeitig verweisen die historischen Fotografien und die abgebildeten Objekte auf konkrete Personen, etwa auf ehemalige Zwangsarbeiter*innen wie Anna Wladimirowna oder auf Arbeitsunterlagen aus dem Reichsbahnausbesserungswerk. Wer sich also für Bilder von Neuaubing interessiert, sollte die offiziellen Seiten als erste Anlaufstelle betrachten. Dort wird deutlich, wie aus visuellen Quellen Wissen entsteht: über die Gestaltung des Lagers, über die Arbeitsorganisation bei der Reichsbahn, über die Nachkriegsgeschichte und über die aktuellen Schritte hin zum Erinnerungsort. Genau deshalb sind die Suchanfragen nach Fotos, Bildern und Wissen hier eng miteinander verbunden. ([nsdoku.de](https://www.nsdoku.de/presse/newsroom/erinnerungsort-neuaubing))
Anfahrt, Zugang und Parken in Neuaubing
Für den Besuch des Erinnerungsorts sind die praktischen Informationen klar und eindeutig geregelt. Die offizielle Adresse lautet Ehrenbürgstraße 9, 81249 München. Als Anreise wird die S-Bahn-Linie S8 bis Freiham Bahnhof genannt, außerdem die Buslinien 57 und 143 bis Freiham Bahnhof. Wer mit dem Auto anreist, sollte wissen, dass es für Besucher*innen keine Parkplätze gibt. Deshalb ist die öffentliche Anreise die sinnvollste und offiziell empfohlene Variante. Diese Hinweise sind besonders wichtig, weil viele Menschen beim Suchbegriff Neuaubing anfahrt oder Neuaubing parkplätze genau solche Informationen erwarten. Beim Erinnerungsort Neuaubing ist die Antwort aber nicht eine komfortable Parklösung, sondern die klare Empfehlung, auf Bahn und Bus zu setzen. ([nsdoku.de](https://www.nsdoku.de/erinnerungsort-neuaubing/das-lager-in-neuaubing))
Ebenso wichtig ist der Hinweis, dass das Gelände aktuell saniert wird und nur in Teilen zugänglich ist. Der Erinnerungsort ist außerdem nicht barrierefrei, und öffentliche Sanitäranlagen sind nicht vorhanden. Das bedeutet: Ein Besuch sollte gut vorbereitet werden, vor allem wenn man an einem Rundgang teilnehmen möchte. Die offizielle Seite weist zudem darauf hin, dass die Wege und die Nutzung des Geländes sich im Rahmen der Sanierung verändern können. Das ist für einen historischen Ort wie Neuaubing nicht nur ein praktischer Aspekt, sondern auch Teil seines Charakters: Das Areal ist kein abgeschlossener Museumsbau, sondern ein historisch gewachsenes Gelände, das zwischen Schutz, Nutzung und künftiger Vermittlungsarbeit vermittelt werden muss. Wer die Besonderheit des Orts wirklich verstehen möchte, sollte diese Rahmenbedingungen mitdenken. Die Anfahrt ist also einfach, wenn man öffentliche Verkehrsmittel nutzt, aber der Besuch erfordert zugleich etwas Flexibilität und Aufmerksamkeit für die aktuellen Hinweise des NS-Dokumentationszentrums. ([nsdoku.de](https://www.nsdoku.de/erinnerungsort-neuaubing/das-lager-in-neuaubing))
Rundgänge, Öffnungszeiten und aktuelle Nutzung
Auch wenn der Erinnerungsort noch nicht vollständig eröffnet ist, gibt es bereits heute ein laufendes Programm. Auf der offiziellen Seite werden regelmäßig kommende Rundgänge angekündigt, und die Programminformationen zeigen, dass Führungen ein zentraler Bestandteil der Vermittlungsarbeit sind. Die Rundgänge erzählen die Geschichte des Ortes, erläutern die baulichen Spuren und informieren über die Pläne zur Einrichtung des Erinnerungsorts. Für Gruppen gibt es buchbare Rundgänge über das Gelände, bei denen die Geschichte des Orts, die aktuelle Nutzung und Baracke 5 besichtigt werden. Das ist besonders relevant für Schulklassen, Bildungsgruppen und alle, die sich intensiver mit dem Thema NS-Zwangsarbeit befassen wollen. Die Rundgänge sind damit nicht bloß ein Begleitangebot, sondern das wichtigste Format, um den Ort in seiner Gegenwart und Vergangenheit zu lesen. ([nsdoku.de](https://www.nsdoku.de/programm/archiv/detailseite/das-ehemalige-zwangsarbeiterinnenlager-neuaubing-2049))
Die aktuelle Nutzung des Geländes ist Teil dieser Erzählung. Die acht Baracken werden heute überwiegend als Ateliers und Werkstätten genutzt; außerdem befinden sich ein Kindergarten und eine Freizeitfarm für Kinder und Jugendliche auf dem Gelände. Diese vielfältige Nutzung hat den Ort über Jahrzehnte am Leben gehalten und zugleich dafür gesorgt, dass er nicht zum isolierten Denkmal erstarrte. Genau daraus ergibt sich die besondere Spannung des Ortes: Er ist Erinnerungsort und Alltagsort zugleich. Die offizielle Darstellung betont, dass die unterschiedlichen Nutzungen erhalten bleiben sollen und dass daraus eine lebendige Form der Erinnerungskultur entsteht. Zusätzlich ist die Eröffnung der Dependance des NS-Dokumentationszentrums München für 2027 vorgesehen. Bis dahin bleibt der Ort im Wandel, aber gerade dieser Wandel ist bereits jetzt Teil seines Charakters. Wer sich für Neuaubing öffnet, entdeckt daher nicht nur ein historisches Relikt, sondern einen Ort, an dem Erinnerung, Bildung, Kultur und Nachbarschaft miteinander verflochten sind. ([nsdoku.de](https://www.nsdoku.de/presse/newsroom/neuaubing))
Erinnerungsort Neuaubing, Dependance und digitales Wissen
Der künftige Erinnerungsort Neuaubing ist als Dependance des NS-Dokumentationszentrums München konzipiert. Laut den offiziellen Angaben soll das Gelände denkmal- und naturschutzgerecht saniert und mit Ausstellungen sowie Vermittlungsangeboten ergänzt werden. In zwei Baracken und im Außenbereich sollen später Ausstellungen, Veranstaltungen, Workshops und Seminare stattfinden. Das Projekt ist damit nicht nur eine Sanierung, sondern eine inhaltliche Weiterentwicklung: Neuaubing soll ein Ort werden, an dem die Geschichte der NS-Zwangsarbeit dauerhaft und niedrigschwellig vermittelt wird. Besonders wichtig ist dabei, dass die aktuelle Nutzung nicht verdrängt, sondern in das Konzept eingebunden wird. So bleibt der Ort ein realer, lebendiger Stadtbaustein und wird zugleich zu einem öffentlich sichtbaren Lernort. Die offizielle Eröffnung ist für 2027 geplant. ([nsdoku.de](https://www.nsdoku.de/erinnerungsort-neuaubing/das-lager-in-neuaubing))
Zur Vermittlung gehören auch digitale Angebote. Das Projekt Departure Neuaubing. Europäische Geschichten der Zwangsarbeit begleitet die Entstehung des Erinnerungsorts und macht die Geschichte der nationalsozialistischen Zwangsarbeit durch künstlerische und erzählerische Formate zugänglich. Zusätzlich verweist die Seite auf das Mobile Game Forced Abroad. Tage eines Zwangsarbeiters, das auf dem Tagebuch des 19-jährigen Niederländers Jan basiert, der 1945 nach München verschleppt wurde. Wer sich also online mit dem Ort beschäftigen will, findet nicht nur statische Informationen, sondern auch digitale Narrative, die historische Fakten in zeitgemäße Formate übersetzen. Ergänzend sucht das NS-Dokumentationszentrum Fotos, Dokumente und Objekte zur NS-Zwangsarbeit in München und Umgebung. Das zeigt: Erinnerungsarbeit ist in Neuaubing nicht abgeschlossen, sondern offen für neue Quellen, neue Perspektiven und neue Beiträge aus der Stadtgesellschaft. Genau darin liegt die besondere Stärke dieses Orts. Er verbindet historische Forschung, konkrete Biografien, digitale Vermittlung und zukünftige Ausstellungen zu einem Lernort, der weit über ein einzelnes Gebäude hinausweist. ([nsdoku.de](https://www.nsdoku.de/erinnerungsort-neuaubing/das-lager-in-neuaubing))
Quellen:
- NS-Dokumentationszentrum München - Erinnerungsort Neuaubing ([nsdoku.de](https://www.nsdoku.de/erinnerungsort-neuaubing/das-lager-in-neuaubing))
- NS-Dokumentationszentrum München - Ehemaliges Zwangsarbeiterlager in Neuaubing wird Erinnerungsort ([nsdoku.de](https://www.nsdoku.de/presse/newsroom/neuaubing))
- NS-Dokumentationszentrum München - Erinnerungsort Neuaubing ([nsdoku.de](https://www.nsdoku.de/presse/newsroom/erinnerungsort-neuaubing))
- Landeshauptstadt München - Erinnerungszeichen für Zwangsarbeiter*innen in Neuaubing ([ru.muenchen.de](https://ru.muenchen.de/2025/132/Erinnerungszeichen-fuer-Zwangsarbeiterinnen-in-Neuaubing-119317))
- NS-Dokumentationszentrum München - Das ehemalige Zwangsarbeiter*innenlager Neuaubing ([nsdoku.de](https://www.nsdoku.de/programm/archiv/detailseite/das-ehemalige-zwangsarbeiterinnenlager-neuaubing-2049))
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Ehemaliges Zwangsarbeitslager Neuaubing | Geschichte & Fotos
Das ehemalige Zwangsarbeitslager Neuaubing ist kein klassischer Veranstaltungsort, sondern ein historisch hochbedeutsamer Erinnerungsort im Münchner Westen. Wer heute an die Ehrenbürgstraße 9 kommt, begegnet einem Gelände, das noch immer von den Spuren seiner Vergangenheit geprägt ist: acht erhaltene Baracken, historische Baulichkeiten, ein Ort der Zwangsarbeit und zugleich ein Areal, das seit Jahrzehnten weitergenutzt und nun schrittweise zu einem sichtbaren Erinnerungsort entwickelt wird. Gerade diese Überlagerung von Geschichte und Gegenwart macht Neuaubing so besonders. Der Ort ist aktuell noch nicht vollständig zugänglich, wird saniert und ist weiterhin von seiner zukünftigen Rolle als Dependance des NS-Dokumentationszentrums München geprägt. Gleichzeitig finden bereits Rundgänge statt, die die Geschichte des Geländes, die aktuelle Nutzung und die baulichen Reste erfahrbar machen. Für Menschen, die nach dem ehemaligen Zwangsarbeitslager Neuaubing, nach Fotos, nach Hintergrundwissen oder nach praktischen Besuchsinformationen suchen, ist dieser Ort daher weit mehr als ein Eintrag auf einer Karte: Er ist ein Lernort, ein Gedenkort und ein Zeugnis der NS-Zwangsarbeit in München. ([nsdoku.de](https://www.nsdoku.de/erinnerungsort-neuaubing/das-lager-in-neuaubing))
Geschichte des ehemaligen Zwangsarbeiterlagers Neuaubing
Die Geschichte des Lagers in Neuaubing ist eng mit der Kriegswirtschaft und der NS-Zwangsarbeit verbunden. Nach den offiziellen Angaben des NS-Dokumentationszentrums wurde das Lager 1942 von der Reichsbahn errichtet und bis 1945 als Sammelunterkunft für bis zu 1.000 Zwangsarbeiter*innen genutzt, die im nahegelegenen Ausbesserungswerk Neuaubing, dem RAW, arbeiten mussten. Auf dem Gelände der westlichen Münchner Stadtteile befanden sich damals zahlreiche Sammelunterkünfte und Lager, denn München war im Zweiten Weltkrieg ein Zentrum der Zwangsarbeit. Die Menschen, die hier untergebracht waren, kamen aus verschiedenen europäischen Ländern; zunächst war das Areal für zivile Zwangsarbeiter*innen aus der Sowjetunion vorgesehen, später wurden dort auch Menschen aus Polen, Italien und möglicherweise aus den Niederlanden und Frankreich einquartiert. Unter ihnen waren viele Frauen, Kinder und Jugendliche. Die Angaben der Stadt München und des NS-Dokumentationszentrums ordnen das Lager zugleich in die größere Dimension des Verbrechens ein: Allein im Deutschen Reich mussten zwischen 1939 und 1945 etwa 13,5 Millionen Menschen Zwangsarbeit leisten, und im Raum München waren mehr als 120.000 Menschen betroffen. ([nsdoku.de](https://www.nsdoku.de/presse/newsroom/erinnerungsort-neuaubing))
Auch die bauliche Struktur des Geländes erzählt diese Geschichte sehr deutlich. Nach den historischen Unterlagen waren ursprünglich elf Baracken geplant, errichtet wurden jedoch nicht alle. Überliefert sind heute acht Baracken sowie weitere Spuren wie bauzeitliche Zaunreste und zwei Kleinbunker. Das Gelände ist damit eines der letzten baulich erhaltenen Lagerensembles dieser Art in Deutschland und steht unter Ensembleschutz sowie als Einzeldenkmal unter Schutz. Die Geschichte endet nicht 1945: Nach der Befreiung in den Morgenstunden des 30. April 1945 blieb das Areal noch einige Monate als Sammelunterkunft für Displaced Persons bestehen. Später nutzte die Deutsche Bundesbahn das Gelände ab spätestens 1949 als Lehrlingswohnheim; ab den 1970er-Jahren kamen gewerbliche Nutzungen hinzu, und in den 1980er-Jahren entstanden ein Kindergarten, eine Freizeitfarm sowie Ateliers und Werkstätten. Gerade diese Nachnutzungen trugen dazu bei, dass der Ort trotz zahlreicher Veränderungen in seiner Substanz erhalten blieb. Seit dem Jahr 2000 wurde seine Geschichte wiederentdeckt, 2008 ein historisches Gutachten erstellt, 2014 kaufte die Stadt zunächst eine Baracke, im Folgejahr das ganze Gelände, und seit 2017 stehen alle Gebäude unter Denkmalschutz. ([nsdoku.de](https://www.nsdoku.de/erinnerungsort-neuaubing/das-lager-in-neuaubing))
Fotos, Bilder und bauliche Spuren am Erinnerungsort
Wer nach Fotos oder Bildern vom ehemaligen Zwangsarbeitslager Neuaubing sucht, findet auf den offiziellen Seiten des NS-Dokumentationszentrums eine bemerkenswerte Bilddokumentation. Dort werden nicht nur aktuelle Aufnahmen der Baracken und des Geländes gezeigt, sondern auch historische Quellenbilder und Archivmaterial. Dazu gehören die Baracke und der Splitterschutzbunker des ehemaligen Lagers, Innenansichten von Baracke 5, eine Außenansicht von Baracke 5 nach der Sanierung, ein historischer Lageplan aus der Bauakte Ehrenbürgstraße 9 sowie persönliche Dokumente wie Arbeitskarten und Beschäftigungsausweise. Diese Mischung aus Architektur, Quellen und Biografien macht sichtbar, dass der Ort nicht nur als Gebäudeensemble, sondern als Zeugnis der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Zwangsarbeiter*innen gelesen werden muss. Bilder sind hier also nicht bloß Illustration, sondern historisches Material. Sie helfen dabei, die räumliche Struktur des Lagers, die Enge der Unterkünfte und die spätere Veränderung des Geländes zu verstehen. ([nsdoku.de](https://www.nsdoku.de/presse/newsroom/erinnerungsort-neuaubing))
Besonders aufschlussreich ist, dass die Bildsprache auf den offiziellen Seiten zwei Ebenen verbindet: einerseits den heutigen Zustand des Ortes, andererseits die historische Tiefe des Materials. Die Fotos von Baracke 5 zeigen, dass das Gelände nicht in einem museal glatten Zustand präsentiert wird, sondern als Ort mit Schichten, Umbauten und sichtbaren Resten. Gleichzeitig verweisen die historischen Fotografien und die abgebildeten Objekte auf konkrete Personen, etwa auf ehemalige Zwangsarbeiter*innen wie Anna Wladimirowna oder auf Arbeitsunterlagen aus dem Reichsbahnausbesserungswerk. Wer sich also für Bilder von Neuaubing interessiert, sollte die offiziellen Seiten als erste Anlaufstelle betrachten. Dort wird deutlich, wie aus visuellen Quellen Wissen entsteht: über die Gestaltung des Lagers, über die Arbeitsorganisation bei der Reichsbahn, über die Nachkriegsgeschichte und über die aktuellen Schritte hin zum Erinnerungsort. Genau deshalb sind die Suchanfragen nach Fotos, Bildern und Wissen hier eng miteinander verbunden. ([nsdoku.de](https://www.nsdoku.de/presse/newsroom/erinnerungsort-neuaubing))
Anfahrt, Zugang und Parken in Neuaubing
Für den Besuch des Erinnerungsorts sind die praktischen Informationen klar und eindeutig geregelt. Die offizielle Adresse lautet Ehrenbürgstraße 9, 81249 München. Als Anreise wird die S-Bahn-Linie S8 bis Freiham Bahnhof genannt, außerdem die Buslinien 57 und 143 bis Freiham Bahnhof. Wer mit dem Auto anreist, sollte wissen, dass es für Besucher*innen keine Parkplätze gibt. Deshalb ist die öffentliche Anreise die sinnvollste und offiziell empfohlene Variante. Diese Hinweise sind besonders wichtig, weil viele Menschen beim Suchbegriff Neuaubing anfahrt oder Neuaubing parkplätze genau solche Informationen erwarten. Beim Erinnerungsort Neuaubing ist die Antwort aber nicht eine komfortable Parklösung, sondern die klare Empfehlung, auf Bahn und Bus zu setzen. ([nsdoku.de](https://www.nsdoku.de/erinnerungsort-neuaubing/das-lager-in-neuaubing))
Ebenso wichtig ist der Hinweis, dass das Gelände aktuell saniert wird und nur in Teilen zugänglich ist. Der Erinnerungsort ist außerdem nicht barrierefrei, und öffentliche Sanitäranlagen sind nicht vorhanden. Das bedeutet: Ein Besuch sollte gut vorbereitet werden, vor allem wenn man an einem Rundgang teilnehmen möchte. Die offizielle Seite weist zudem darauf hin, dass die Wege und die Nutzung des Geländes sich im Rahmen der Sanierung verändern können. Das ist für einen historischen Ort wie Neuaubing nicht nur ein praktischer Aspekt, sondern auch Teil seines Charakters: Das Areal ist kein abgeschlossener Museumsbau, sondern ein historisch gewachsenes Gelände, das zwischen Schutz, Nutzung und künftiger Vermittlungsarbeit vermittelt werden muss. Wer die Besonderheit des Orts wirklich verstehen möchte, sollte diese Rahmenbedingungen mitdenken. Die Anfahrt ist also einfach, wenn man öffentliche Verkehrsmittel nutzt, aber der Besuch erfordert zugleich etwas Flexibilität und Aufmerksamkeit für die aktuellen Hinweise des NS-Dokumentationszentrums. ([nsdoku.de](https://www.nsdoku.de/erinnerungsort-neuaubing/das-lager-in-neuaubing))
Rundgänge, Öffnungszeiten und aktuelle Nutzung
Auch wenn der Erinnerungsort noch nicht vollständig eröffnet ist, gibt es bereits heute ein laufendes Programm. Auf der offiziellen Seite werden regelmäßig kommende Rundgänge angekündigt, und die Programminformationen zeigen, dass Führungen ein zentraler Bestandteil der Vermittlungsarbeit sind. Die Rundgänge erzählen die Geschichte des Ortes, erläutern die baulichen Spuren und informieren über die Pläne zur Einrichtung des Erinnerungsorts. Für Gruppen gibt es buchbare Rundgänge über das Gelände, bei denen die Geschichte des Orts, die aktuelle Nutzung und Baracke 5 besichtigt werden. Das ist besonders relevant für Schulklassen, Bildungsgruppen und alle, die sich intensiver mit dem Thema NS-Zwangsarbeit befassen wollen. Die Rundgänge sind damit nicht bloß ein Begleitangebot, sondern das wichtigste Format, um den Ort in seiner Gegenwart und Vergangenheit zu lesen. ([nsdoku.de](https://www.nsdoku.de/programm/archiv/detailseite/das-ehemalige-zwangsarbeiterinnenlager-neuaubing-2049))
Die aktuelle Nutzung des Geländes ist Teil dieser Erzählung. Die acht Baracken werden heute überwiegend als Ateliers und Werkstätten genutzt; außerdem befinden sich ein Kindergarten und eine Freizeitfarm für Kinder und Jugendliche auf dem Gelände. Diese vielfältige Nutzung hat den Ort über Jahrzehnte am Leben gehalten und zugleich dafür gesorgt, dass er nicht zum isolierten Denkmal erstarrte. Genau daraus ergibt sich die besondere Spannung des Ortes: Er ist Erinnerungsort und Alltagsort zugleich. Die offizielle Darstellung betont, dass die unterschiedlichen Nutzungen erhalten bleiben sollen und dass daraus eine lebendige Form der Erinnerungskultur entsteht. Zusätzlich ist die Eröffnung der Dependance des NS-Dokumentationszentrums München für 2027 vorgesehen. Bis dahin bleibt der Ort im Wandel, aber gerade dieser Wandel ist bereits jetzt Teil seines Charakters. Wer sich für Neuaubing öffnet, entdeckt daher nicht nur ein historisches Relikt, sondern einen Ort, an dem Erinnerung, Bildung, Kultur und Nachbarschaft miteinander verflochten sind. ([nsdoku.de](https://www.nsdoku.de/presse/newsroom/neuaubing))
Erinnerungsort Neuaubing, Dependance und digitales Wissen
Der künftige Erinnerungsort Neuaubing ist als Dependance des NS-Dokumentationszentrums München konzipiert. Laut den offiziellen Angaben soll das Gelände denkmal- und naturschutzgerecht saniert und mit Ausstellungen sowie Vermittlungsangeboten ergänzt werden. In zwei Baracken und im Außenbereich sollen später Ausstellungen, Veranstaltungen, Workshops und Seminare stattfinden. Das Projekt ist damit nicht nur eine Sanierung, sondern eine inhaltliche Weiterentwicklung: Neuaubing soll ein Ort werden, an dem die Geschichte der NS-Zwangsarbeit dauerhaft und niedrigschwellig vermittelt wird. Besonders wichtig ist dabei, dass die aktuelle Nutzung nicht verdrängt, sondern in das Konzept eingebunden wird. So bleibt der Ort ein realer, lebendiger Stadtbaustein und wird zugleich zu einem öffentlich sichtbaren Lernort. Die offizielle Eröffnung ist für 2027 geplant. ([nsdoku.de](https://www.nsdoku.de/erinnerungsort-neuaubing/das-lager-in-neuaubing))
Zur Vermittlung gehören auch digitale Angebote. Das Projekt Departure Neuaubing. Europäische Geschichten der Zwangsarbeit begleitet die Entstehung des Erinnerungsorts und macht die Geschichte der nationalsozialistischen Zwangsarbeit durch künstlerische und erzählerische Formate zugänglich. Zusätzlich verweist die Seite auf das Mobile Game Forced Abroad. Tage eines Zwangsarbeiters, das auf dem Tagebuch des 19-jährigen Niederländers Jan basiert, der 1945 nach München verschleppt wurde. Wer sich also online mit dem Ort beschäftigen will, findet nicht nur statische Informationen, sondern auch digitale Narrative, die historische Fakten in zeitgemäße Formate übersetzen. Ergänzend sucht das NS-Dokumentationszentrum Fotos, Dokumente und Objekte zur NS-Zwangsarbeit in München und Umgebung. Das zeigt: Erinnerungsarbeit ist in Neuaubing nicht abgeschlossen, sondern offen für neue Quellen, neue Perspektiven und neue Beiträge aus der Stadtgesellschaft. Genau darin liegt die besondere Stärke dieses Orts. Er verbindet historische Forschung, konkrete Biografien, digitale Vermittlung und zukünftige Ausstellungen zu einem Lernort, der weit über ein einzelnes Gebäude hinausweist. ([nsdoku.de](https://www.nsdoku.de/erinnerungsort-neuaubing/das-lager-in-neuaubing))
Quellen:
- NS-Dokumentationszentrum München - Erinnerungsort Neuaubing ([nsdoku.de](https://www.nsdoku.de/erinnerungsort-neuaubing/das-lager-in-neuaubing))
- NS-Dokumentationszentrum München - Ehemaliges Zwangsarbeiterlager in Neuaubing wird Erinnerungsort ([nsdoku.de](https://www.nsdoku.de/presse/newsroom/neuaubing))
- NS-Dokumentationszentrum München - Erinnerungsort Neuaubing ([nsdoku.de](https://www.nsdoku.de/presse/newsroom/erinnerungsort-neuaubing))
- Landeshauptstadt München - Erinnerungszeichen für Zwangsarbeiter*innen in Neuaubing ([ru.muenchen.de](https://ru.muenchen.de/2025/132/Erinnerungszeichen-fuer-Zwangsarbeiterinnen-in-Neuaubing-119317))
- NS-Dokumentationszentrum München - Das ehemalige Zwangsarbeiter*innenlager Neuaubing ([nsdoku.de](https://www.nsdoku.de/programm/archiv/detailseite/das-ehemalige-zwangsarbeiterinnenlager-neuaubing-2049))
Ehemaliges Zwangsarbeitslager Neuaubing | Geschichte & Fotos
Das ehemalige Zwangsarbeitslager Neuaubing ist kein klassischer Veranstaltungsort, sondern ein historisch hochbedeutsamer Erinnerungsort im Münchner Westen. Wer heute an die Ehrenbürgstraße 9 kommt, begegnet einem Gelände, das noch immer von den Spuren seiner Vergangenheit geprägt ist: acht erhaltene Baracken, historische Baulichkeiten, ein Ort der Zwangsarbeit und zugleich ein Areal, das seit Jahrzehnten weitergenutzt und nun schrittweise zu einem sichtbaren Erinnerungsort entwickelt wird. Gerade diese Überlagerung von Geschichte und Gegenwart macht Neuaubing so besonders. Der Ort ist aktuell noch nicht vollständig zugänglich, wird saniert und ist weiterhin von seiner zukünftigen Rolle als Dependance des NS-Dokumentationszentrums München geprägt. Gleichzeitig finden bereits Rundgänge statt, die die Geschichte des Geländes, die aktuelle Nutzung und die baulichen Reste erfahrbar machen. Für Menschen, die nach dem ehemaligen Zwangsarbeitslager Neuaubing, nach Fotos, nach Hintergrundwissen oder nach praktischen Besuchsinformationen suchen, ist dieser Ort daher weit mehr als ein Eintrag auf einer Karte: Er ist ein Lernort, ein Gedenkort und ein Zeugnis der NS-Zwangsarbeit in München. ([nsdoku.de](https://www.nsdoku.de/erinnerungsort-neuaubing/das-lager-in-neuaubing))
Geschichte des ehemaligen Zwangsarbeiterlagers Neuaubing
Die Geschichte des Lagers in Neuaubing ist eng mit der Kriegswirtschaft und der NS-Zwangsarbeit verbunden. Nach den offiziellen Angaben des NS-Dokumentationszentrums wurde das Lager 1942 von der Reichsbahn errichtet und bis 1945 als Sammelunterkunft für bis zu 1.000 Zwangsarbeiter*innen genutzt, die im nahegelegenen Ausbesserungswerk Neuaubing, dem RAW, arbeiten mussten. Auf dem Gelände der westlichen Münchner Stadtteile befanden sich damals zahlreiche Sammelunterkünfte und Lager, denn München war im Zweiten Weltkrieg ein Zentrum der Zwangsarbeit. Die Menschen, die hier untergebracht waren, kamen aus verschiedenen europäischen Ländern; zunächst war das Areal für zivile Zwangsarbeiter*innen aus der Sowjetunion vorgesehen, später wurden dort auch Menschen aus Polen, Italien und möglicherweise aus den Niederlanden und Frankreich einquartiert. Unter ihnen waren viele Frauen, Kinder und Jugendliche. Die Angaben der Stadt München und des NS-Dokumentationszentrums ordnen das Lager zugleich in die größere Dimension des Verbrechens ein: Allein im Deutschen Reich mussten zwischen 1939 und 1945 etwa 13,5 Millionen Menschen Zwangsarbeit leisten, und im Raum München waren mehr als 120.000 Menschen betroffen. ([nsdoku.de](https://www.nsdoku.de/presse/newsroom/erinnerungsort-neuaubing))
Auch die bauliche Struktur des Geländes erzählt diese Geschichte sehr deutlich. Nach den historischen Unterlagen waren ursprünglich elf Baracken geplant, errichtet wurden jedoch nicht alle. Überliefert sind heute acht Baracken sowie weitere Spuren wie bauzeitliche Zaunreste und zwei Kleinbunker. Das Gelände ist damit eines der letzten baulich erhaltenen Lagerensembles dieser Art in Deutschland und steht unter Ensembleschutz sowie als Einzeldenkmal unter Schutz. Die Geschichte endet nicht 1945: Nach der Befreiung in den Morgenstunden des 30. April 1945 blieb das Areal noch einige Monate als Sammelunterkunft für Displaced Persons bestehen. Später nutzte die Deutsche Bundesbahn das Gelände ab spätestens 1949 als Lehrlingswohnheim; ab den 1970er-Jahren kamen gewerbliche Nutzungen hinzu, und in den 1980er-Jahren entstanden ein Kindergarten, eine Freizeitfarm sowie Ateliers und Werkstätten. Gerade diese Nachnutzungen trugen dazu bei, dass der Ort trotz zahlreicher Veränderungen in seiner Substanz erhalten blieb. Seit dem Jahr 2000 wurde seine Geschichte wiederentdeckt, 2008 ein historisches Gutachten erstellt, 2014 kaufte die Stadt zunächst eine Baracke, im Folgejahr das ganze Gelände, und seit 2017 stehen alle Gebäude unter Denkmalschutz. ([nsdoku.de](https://www.nsdoku.de/erinnerungsort-neuaubing/das-lager-in-neuaubing))
Fotos, Bilder und bauliche Spuren am Erinnerungsort
Wer nach Fotos oder Bildern vom ehemaligen Zwangsarbeitslager Neuaubing sucht, findet auf den offiziellen Seiten des NS-Dokumentationszentrums eine bemerkenswerte Bilddokumentation. Dort werden nicht nur aktuelle Aufnahmen der Baracken und des Geländes gezeigt, sondern auch historische Quellenbilder und Archivmaterial. Dazu gehören die Baracke und der Splitterschutzbunker des ehemaligen Lagers, Innenansichten von Baracke 5, eine Außenansicht von Baracke 5 nach der Sanierung, ein historischer Lageplan aus der Bauakte Ehrenbürgstraße 9 sowie persönliche Dokumente wie Arbeitskarten und Beschäftigungsausweise. Diese Mischung aus Architektur, Quellen und Biografien macht sichtbar, dass der Ort nicht nur als Gebäudeensemble, sondern als Zeugnis der Lebens- und Arbeitsbedingungen der Zwangsarbeiter*innen gelesen werden muss. Bilder sind hier also nicht bloß Illustration, sondern historisches Material. Sie helfen dabei, die räumliche Struktur des Lagers, die Enge der Unterkünfte und die spätere Veränderung des Geländes zu verstehen. ([nsdoku.de](https://www.nsdoku.de/presse/newsroom/erinnerungsort-neuaubing))
Besonders aufschlussreich ist, dass die Bildsprache auf den offiziellen Seiten zwei Ebenen verbindet: einerseits den heutigen Zustand des Ortes, andererseits die historische Tiefe des Materials. Die Fotos von Baracke 5 zeigen, dass das Gelände nicht in einem museal glatten Zustand präsentiert wird, sondern als Ort mit Schichten, Umbauten und sichtbaren Resten. Gleichzeitig verweisen die historischen Fotografien und die abgebildeten Objekte auf konkrete Personen, etwa auf ehemalige Zwangsarbeiter*innen wie Anna Wladimirowna oder auf Arbeitsunterlagen aus dem Reichsbahnausbesserungswerk. Wer sich also für Bilder von Neuaubing interessiert, sollte die offiziellen Seiten als erste Anlaufstelle betrachten. Dort wird deutlich, wie aus visuellen Quellen Wissen entsteht: über die Gestaltung des Lagers, über die Arbeitsorganisation bei der Reichsbahn, über die Nachkriegsgeschichte und über die aktuellen Schritte hin zum Erinnerungsort. Genau deshalb sind die Suchanfragen nach Fotos, Bildern und Wissen hier eng miteinander verbunden. ([nsdoku.de](https://www.nsdoku.de/presse/newsroom/erinnerungsort-neuaubing))
Anfahrt, Zugang und Parken in Neuaubing
Für den Besuch des Erinnerungsorts sind die praktischen Informationen klar und eindeutig geregelt. Die offizielle Adresse lautet Ehrenbürgstraße 9, 81249 München. Als Anreise wird die S-Bahn-Linie S8 bis Freiham Bahnhof genannt, außerdem die Buslinien 57 und 143 bis Freiham Bahnhof. Wer mit dem Auto anreist, sollte wissen, dass es für Besucher*innen keine Parkplätze gibt. Deshalb ist die öffentliche Anreise die sinnvollste und offiziell empfohlene Variante. Diese Hinweise sind besonders wichtig, weil viele Menschen beim Suchbegriff Neuaubing anfahrt oder Neuaubing parkplätze genau solche Informationen erwarten. Beim Erinnerungsort Neuaubing ist die Antwort aber nicht eine komfortable Parklösung, sondern die klare Empfehlung, auf Bahn und Bus zu setzen. ([nsdoku.de](https://www.nsdoku.de/erinnerungsort-neuaubing/das-lager-in-neuaubing))
Ebenso wichtig ist der Hinweis, dass das Gelände aktuell saniert wird und nur in Teilen zugänglich ist. Der Erinnerungsort ist außerdem nicht barrierefrei, und öffentliche Sanitäranlagen sind nicht vorhanden. Das bedeutet: Ein Besuch sollte gut vorbereitet werden, vor allem wenn man an einem Rundgang teilnehmen möchte. Die offizielle Seite weist zudem darauf hin, dass die Wege und die Nutzung des Geländes sich im Rahmen der Sanierung verändern können. Das ist für einen historischen Ort wie Neuaubing nicht nur ein praktischer Aspekt, sondern auch Teil seines Charakters: Das Areal ist kein abgeschlossener Museumsbau, sondern ein historisch gewachsenes Gelände, das zwischen Schutz, Nutzung und künftiger Vermittlungsarbeit vermittelt werden muss. Wer die Besonderheit des Orts wirklich verstehen möchte, sollte diese Rahmenbedingungen mitdenken. Die Anfahrt ist also einfach, wenn man öffentliche Verkehrsmittel nutzt, aber der Besuch erfordert zugleich etwas Flexibilität und Aufmerksamkeit für die aktuellen Hinweise des NS-Dokumentationszentrums. ([nsdoku.de](https://www.nsdoku.de/erinnerungsort-neuaubing/das-lager-in-neuaubing))
Rundgänge, Öffnungszeiten und aktuelle Nutzung
Auch wenn der Erinnerungsort noch nicht vollständig eröffnet ist, gibt es bereits heute ein laufendes Programm. Auf der offiziellen Seite werden regelmäßig kommende Rundgänge angekündigt, und die Programminformationen zeigen, dass Führungen ein zentraler Bestandteil der Vermittlungsarbeit sind. Die Rundgänge erzählen die Geschichte des Ortes, erläutern die baulichen Spuren und informieren über die Pläne zur Einrichtung des Erinnerungsorts. Für Gruppen gibt es buchbare Rundgänge über das Gelände, bei denen die Geschichte des Orts, die aktuelle Nutzung und Baracke 5 besichtigt werden. Das ist besonders relevant für Schulklassen, Bildungsgruppen und alle, die sich intensiver mit dem Thema NS-Zwangsarbeit befassen wollen. Die Rundgänge sind damit nicht bloß ein Begleitangebot, sondern das wichtigste Format, um den Ort in seiner Gegenwart und Vergangenheit zu lesen. ([nsdoku.de](https://www.nsdoku.de/programm/archiv/detailseite/das-ehemalige-zwangsarbeiterinnenlager-neuaubing-2049))
Die aktuelle Nutzung des Geländes ist Teil dieser Erzählung. Die acht Baracken werden heute überwiegend als Ateliers und Werkstätten genutzt; außerdem befinden sich ein Kindergarten und eine Freizeitfarm für Kinder und Jugendliche auf dem Gelände. Diese vielfältige Nutzung hat den Ort über Jahrzehnte am Leben gehalten und zugleich dafür gesorgt, dass er nicht zum isolierten Denkmal erstarrte. Genau daraus ergibt sich die besondere Spannung des Ortes: Er ist Erinnerungsort und Alltagsort zugleich. Die offizielle Darstellung betont, dass die unterschiedlichen Nutzungen erhalten bleiben sollen und dass daraus eine lebendige Form der Erinnerungskultur entsteht. Zusätzlich ist die Eröffnung der Dependance des NS-Dokumentationszentrums München für 2027 vorgesehen. Bis dahin bleibt der Ort im Wandel, aber gerade dieser Wandel ist bereits jetzt Teil seines Charakters. Wer sich für Neuaubing öffnet, entdeckt daher nicht nur ein historisches Relikt, sondern einen Ort, an dem Erinnerung, Bildung, Kultur und Nachbarschaft miteinander verflochten sind. ([nsdoku.de](https://www.nsdoku.de/presse/newsroom/neuaubing))
Erinnerungsort Neuaubing, Dependance und digitales Wissen
Der künftige Erinnerungsort Neuaubing ist als Dependance des NS-Dokumentationszentrums München konzipiert. Laut den offiziellen Angaben soll das Gelände denkmal- und naturschutzgerecht saniert und mit Ausstellungen sowie Vermittlungsangeboten ergänzt werden. In zwei Baracken und im Außenbereich sollen später Ausstellungen, Veranstaltungen, Workshops und Seminare stattfinden. Das Projekt ist damit nicht nur eine Sanierung, sondern eine inhaltliche Weiterentwicklung: Neuaubing soll ein Ort werden, an dem die Geschichte der NS-Zwangsarbeit dauerhaft und niedrigschwellig vermittelt wird. Besonders wichtig ist dabei, dass die aktuelle Nutzung nicht verdrängt, sondern in das Konzept eingebunden wird. So bleibt der Ort ein realer, lebendiger Stadtbaustein und wird zugleich zu einem öffentlich sichtbaren Lernort. Die offizielle Eröffnung ist für 2027 geplant. ([nsdoku.de](https://www.nsdoku.de/erinnerungsort-neuaubing/das-lager-in-neuaubing))
Zur Vermittlung gehören auch digitale Angebote. Das Projekt Departure Neuaubing. Europäische Geschichten der Zwangsarbeit begleitet die Entstehung des Erinnerungsorts und macht die Geschichte der nationalsozialistischen Zwangsarbeit durch künstlerische und erzählerische Formate zugänglich. Zusätzlich verweist die Seite auf das Mobile Game Forced Abroad. Tage eines Zwangsarbeiters, das auf dem Tagebuch des 19-jährigen Niederländers Jan basiert, der 1945 nach München verschleppt wurde. Wer sich also online mit dem Ort beschäftigen will, findet nicht nur statische Informationen, sondern auch digitale Narrative, die historische Fakten in zeitgemäße Formate übersetzen. Ergänzend sucht das NS-Dokumentationszentrum Fotos, Dokumente und Objekte zur NS-Zwangsarbeit in München und Umgebung. Das zeigt: Erinnerungsarbeit ist in Neuaubing nicht abgeschlossen, sondern offen für neue Quellen, neue Perspektiven und neue Beiträge aus der Stadtgesellschaft. Genau darin liegt die besondere Stärke dieses Orts. Er verbindet historische Forschung, konkrete Biografien, digitale Vermittlung und zukünftige Ausstellungen zu einem Lernort, der weit über ein einzelnes Gebäude hinausweist. ([nsdoku.de](https://www.nsdoku.de/erinnerungsort-neuaubing/das-lager-in-neuaubing))
Quellen:
- NS-Dokumentationszentrum München - Erinnerungsort Neuaubing ([nsdoku.de](https://www.nsdoku.de/erinnerungsort-neuaubing/das-lager-in-neuaubing))
- NS-Dokumentationszentrum München - Ehemaliges Zwangsarbeiterlager in Neuaubing wird Erinnerungsort ([nsdoku.de](https://www.nsdoku.de/presse/newsroom/neuaubing))
- NS-Dokumentationszentrum München - Erinnerungsort Neuaubing ([nsdoku.de](https://www.nsdoku.de/presse/newsroom/erinnerungsort-neuaubing))
- Landeshauptstadt München - Erinnerungszeichen für Zwangsarbeiter*innen in Neuaubing ([ru.muenchen.de](https://ru.muenchen.de/2025/132/Erinnerungszeichen-fuer-Zwangsarbeiterinnen-in-Neuaubing-119317))
- NS-Dokumentationszentrum München - Das ehemalige Zwangsarbeiter*innenlager Neuaubing ([nsdoku.de](https://www.nsdoku.de/programm/archiv/detailseite/das-ehemalige-zwangsarbeiterinnenlager-neuaubing-2049))
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