Residenz Museum
(4929 Bewertungen)

München

Residenzstraße 1, 80333 München-Altstadt-Lehel, Deutschland

Residenz Museum | Öffnungszeiten & Schatzkammer

Mitten in der Münchner Altstadt öffnet das Residenz Museum den Zugang zu einer Welt, in der Politik, Kunst, Religion und höfische Repräsentation über Jahrhunderte eng miteinander verbunden waren. Die Adresse Residenzstraße 1 steht für den ehemaligen Wohn- und Regierungssitz der bayerischen Herzöge, Kurfürsten und Könige. Heute gehören das Residenzmuseum, die Schatzkammer und das Cuvilliés-Theater zu den wichtigsten kulturellen Anlaufpunkten der Stadt. Wer nach einem besonderen Museum in München sucht, findet hier keine einzelne Ausstellung, sondern einen weitläufigen historischen Gebäudekomplex mit Höfen, Raumfolgen, Kunstsammlungen und original beziehungsweise historisch rekonstruiert ausgestatteten Innenräumen.

Der Rundgang führt durch Epochen von der Renaissance über den Barock und das Rokoko bis zum Klassizismus. Zu den Höhepunkten zählen das 66 Meter lange Antiquarium, die Ahnengalerie, die Reichen Zimmer, die kostbare Schatzkammer und das Cuvilliés-Theater. Ein kostenloser Audioguide ist für Residenzmuseum und Schatzkammer in mehreren Sprachen erhältlich. Die zentrale Lage macht den Besuch gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln planbar, während Autofahrer die begrenzte Parksituation der Innenstadt berücksichtigen sollten.

Das Residenz Museum eignet sich sowohl für einen klassischen Museumsbesuch als auch für einen kulturhistorischen Rundgang durch München. Familien, Architekturinteressierte, Liebhaber höfischer Kunst, Fotofans und Besucher, die sich für die Geschichte Bayerns interessieren, können jeweils unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Besonders eindrucksvoll ist die Verbindung aus Bauwerk und Ausstattung: Viele Objekte befinden sich noch in den Räumen, für die sie geschaffen wurden, oder wurden im Rahmen des Wiederaufbaus an ihre historische Umgebung zurückgeführt.

Residenz Museum München: Geschichte und Entwicklung des Herrschersitzes

Die Geschichte der Münchner Residenz reicht bis in das Jahr 1385 zurück. Damals entstand an der nordöstlichen Ecke der damaligen Stadtbefestigung eine Burganlage, die als Neuveste bezeichnet wurde. Aus diesem mittelalterlichen Kern entwickelte sich im Lauf der Jahrhunderte ein ausgedehnter Palastkomplex, dessen Höfe und Trakte sich immer weiter in das Stadtgebiet ausdehnten. Die Residenz war von 1508 bis 1918 Wohn- und Regierungssitz der bayerischen Herzöge, Kurfürsten und Könige. Ihre Architektur ist deshalb nicht nur eine Folge stilistischer Veränderungen, sondern auch ein sichtbares Zeugnis politischer Macht und dynastischer Selbstdarstellung.

Unter Albrecht V. entstand zwischen 1568 und 1571 das Antiquarium, zunächst als Aufstellungsort für eine Sammlung antiker Skulpturen. Unter Wilhelm V. und Maximilian I. wurde der Raum später zu einem Fest- und Bankettsaal umgestaltet. Im 17. Jahrhundert kamen repräsentative Trakte um den Kaiserhof hinzu. Empfangsräume, Kaisertreppe, Kaisersaal und weitere Raumfolgen machten die Residenz zu einem Ort höfischer Zeremonien. Im 18. Jahrhundert prägten unter anderem François Cuvilliés und Johann Baptist Zimmermann die Ausstattung. Im 19. Jahrhundert ergänzte Leo von Klenze den Königsbau am Max-Joseph-Platz für König Ludwig I.

Mit dem Ende der Monarchie im Jahr 1918 verlor die Residenz ihre Funktion als Regierungssitz. Bereits 1920 wurde sie als Museum für Innenausstattung und höfische Kunst der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Zweite Weltkrieg brachte schwere Zerstörungen. Bei Luftangriffen im März und April 1944 wurden große Teile der Obergeschosse und zahlreiche gewölbte Erdgeschossräume beschädigt oder zerstört. Viele bewegliche Kunstwerke konnten jedoch rechtzeitig ausgelagert werden. Schon im Mai 1945 begann die Vorbereitung des Wiederaufbaus, der sich über mehrere Jahrzehnte erstreckte. Das heutige Museum verbindet daher erhaltene historische Substanz, gerettete Ausstattung und sorgfältige Rekonstruktion.

Die Geschichte bleibt beim Rundgang stets präsent. Räume erzählen von dynastischen Ansprüchen, religiöser Frömmigkeit, höfischer Etikette und dem Wunsch, Macht sichtbar zu machen. Gleichzeitig dokumentiert die Residenz den Umgang mit Kriegszerstörung und Denkmalpflege. Wer das Museum besucht, sieht somit nicht nur prunkvolle Räume, sondern auch die Spuren einer wechselvollen europäischen Geschichte. Genau diese Verbindung macht das Residenzmuseum zu einem bedeutenden Schlossmuseum und zu einem wichtigen Ort für die Auseinandersetzung mit Bayern, den Wittelsbachern und der Entwicklung Münchens.

Antiquarium, Ahnengalerie und prunkvolle Räume entdecken

Das Antiquarium ist der bekannteste Raum des Residenzmuseums und zugleich der älteste erhaltene Raum der Anlage. Mit einer Länge von 66 Metern gehört der Saal zu den größten und prächtigsten Renaissance-Sälen nördlich der Alpen. Ursprünglich für antike Skulpturen errichtet, erhielt er zwischen 1581 und 1600 seine Funktion als Fest- und Bankettsaal. Die Ausstattung beeindruckt durch Grotesken, farbige Dekorationen und eine reiche Folge von Bildern. Im Scheitel des Gewölbes befinden sich 16 Gemälde aus der Werkstatt Peter Candids. Sie zeigen Allegorien von Ruhm und Tugenden und verstärken damit die repräsentative Botschaft des Raumes.

Besonders bemerkenswert sind die 102 Ansichten von Städten, Märkten, Burgen und Schlössern des damaligen Herzogtums Bayern. Sie schmücken Stichkappen und Fensterlaibungen und verbinden die festliche Wirkung des Saals mit einem geografischen Bild des Herrschaftsbereichs. Die Büsten und Skulpturen an den Längswänden stammen teilweise noch aus der Antikensammlung Albrechts V. Andere Stücke wurden im 17. und 18. Jahrhundert ergänzt. Das Antiquarium ist damit nicht nur ein prachtvoller Saal, sondern auch ein Beispiel dafür, wie eine fürstliche Sammlung im Lauf der Zeit ihre Bedeutung und Präsentationsform verändern konnte.

Die Ahnengalerie entstand nach dem Regierungsantritt des Kurfürsten Karl Albrecht im Jahr 1726. Joseph Effner war mit der architektonischen Gestaltung beauftragt, François Cuvilliés wirkte an der Ausstattung mit. Über hundert Porträts von Mitgliedern des Hauses Wittelsbach sind in eine vergoldete und geschnitzte Wandvertäfelung eingelassen. Stuckaturen von Johann Baptist Zimmermann und aufwendige Schnitzarbeiten von Wenzeslaus Miroffsky verleihen der Galerie eine festliche, beinahe theatralische Wirkung. Die Porträts sollten Herkunft, Rang und Verbindungen des Herrscherhauses sichtbar machen.

Direkt an die Ahnengalerie schließt das Porzellankabinett an. Der Raum war ursprünglich die kurfürstliche Schatzkammer. Heute wird dort eine Auswahl der international bedeutenden Porzellansammlung des Residenzmuseums gezeigt. Weitere Höhepunkte des Rundgangs sind die Reichen Zimmer, die Kurfürstenzimmer, die Steinzimmer und die Räume des Königsbaus. Die Einrichtung umfasst Mobiliar, Gemälde, Bildteppiche, Skulpturen, religiöse Kunst und dekorative Arbeiten. Ihre Wirkung entsteht vor allem dadurch, dass Raum, Funktion und Ausstattung aufeinander bezogen bleiben. Besucher betrachten nicht bloß einzelne Objekte, sondern erleben ein Gesamtkonzept höfischer Wohn- und Repräsentationskultur.

Residenz Museum Schatzkammer: Juwelen, Goldschmiedekunst und kostbare Sammlungen

Die Schatzkammer der Münchner Residenz gehört zu den wichtigsten Teilen des Museums. Ihre Sammlung umfasst heute mehr als 1.200 Einzelstücke. Zu sehen sind Juwelen, Goldschmiedearbeiten, Emailarbeiten, Kristallobjekte und Elfenbeinschnitzereien. Die Stücke gehen auf eine jahrhundertelange Sammelleidenschaft der bayerischen Herrscher zurück. Herzog Albrecht V. legte bereits 1565 in einer testamentarischen Verfügung fest, besonders kostbare Erb- und Hauskleinode zu einem unveräußerlichen Schatzfonds zusammenzufassen. Damit wurde der dynastische Besitz nicht nur bewahrt, sondern auch dauerhaft an das Haus und seine Geschichte gebunden.

Zur weltlichen Sammlung kamen liturgische Gegenstände und Reliquiare hinzu. Wilhelm V. und Maximilian I. erwarben kostbare sakrale Kunstwerke für die Hofkapellen der Residenz. Während der Säkularisation wurde die Sammlung durch mittelalterliche Goldschmiedearbeiten aus ehemaligem Klosterbesitz erweitert. Die Schatzkammer zeigt daher sowohl repräsentative Insignien als auch religiöse Kunst. Kronen, Kreuze, Reliquiare, Gefäße, Schmuckstücke und kunstvoll gearbeitete Kleinobjekte vermitteln ein Bild davon, wie Herrscherhäuser Macht, Frömmigkeit und Reichtum in materieller Form präsentierten.

Die Geschichte der Präsentation ist ebenfalls aufschlussreich. 1731 wurde der Hausschatz in einem eigens eingerichteten Kabinett aufgestellt, dem heutigen Porzellankabinett. 1897 kam die Sammlung in ein neu erbautes Gewölbe, das als Alte Schatzkammer bezeichnet wurde und heute im Bereich der Museumskasse liegt. Zusammen mit dem ersten Abschnitt des neu gestalteten Residenzmuseums wurde die Schatzkammer am 21. Juni 1958 in ihrer heutigen Form in zehn Räumen im Erdgeschoss des Königsbaus wiedereröffnet. Die Räume sind so angelegt, dass Besucher die Objekte aus nächster Nähe betrachten können.

Ein Besuch der Schatzkammer lohnt sich auch dann, wenn wenig Zeit für den gesamten Rundgang vorhanden ist. Die Exponate sind vielfältig genug, um unterschiedliche Interessen anzusprechen. Freunde der Schmuckkunst achten auf Edelsteine und Metallarbeiten, historisch Interessierte verfolgen die Wege einzelner Stücke, und Familien entdecken kleine Objekte wie Miniaturgefäße oder kunstvoll gestaltete Spiele. Der kostenlose Audioguide kann helfen, einzelne Werke in ihren historischen Zusammenhang einzuordnen. Zusammen mit dem Residenzmuseum ist die Schatzkammer besonders eindrucksvoll, weil sie den materiellen Reichtum ergänzt, der in den großen Sälen und Wohnräumen sichtbar wird.

Residenz Museum Theater: Das Cuvilliés-Theater und barocke Aufführungen

Das Cuvilliés-Theater ist ein eigenständiger Höhepunkt innerhalb des Residenzkomplexes. Es trägt den Namen des Architekten François Cuvilliés des Älteren und geht auf das Neue Opera Hauß des Hofes zurück, das Kurfürst Max III. Joseph zwischen 1751 und 1755 errichten ließ. Das Theater lag ursprünglich in unmittelbarer Nachbarschaft der Residenz und war zunächst dem Hof vorbehalten. Hier fanden prunkvolle Barockopern statt. Eine besondere historische Bedeutung besitzt die Uraufführung von Mozarts Idomeneo im Jahr 1781.

Der ursprüngliche Theaterbau wurde am 18. März 1944 zerstört. Die geschnitzten und farbig gefassten Logeneinbauten des Zuschauerraums waren jedoch bereits 1943 ausgelagert und konnten gerettet werden. 1956 wurden sie der Bayerischen Schlösserverwaltung übergeben. Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten wurden die erhaltenen Teile bis 1958 in den sogenannten Apothekenstock der Residenz eingebaut. Das heutige Cuvilliés-Theater befindet sich deshalb in neuen Mauern, bewahrt aber wesentliche originale Ausstattungselemente des historischen Zuschauerraums.

Der weiß-rot-goldene Theaterraum ist ein Hauptwerk des kurbayerischen Rokoko. Figuren, Ornamente, florale Motive und geschwungene Rocailleformen überziehen die Ränge und Logen. Die dekorative Dichte unterscheidet das Theater deutlich von modernen Veranstaltungsräumen. Jeder Blick fällt auf eine neue Einzelheit, doch zugleich entsteht ein geschlossenes Gesamtkunstwerk. Die ursprüngliche Deckenmalerei von Johann Baptist Zimmermann ist nicht erhalten, trotzdem vermittelt die überbordende Gestaltung einen lebendigen Eindruck höfischer Festkultur.

Heute wird das Cuvilliés-Theater nicht nur als Museum besichtigt, sondern auch für Konzerte und kulturelle Veranstaltungen genutzt. Im Programm finden sich unter anderem klassische Werke und Konzerte in historischer Atmosphäre. Die besondere Raumwirkung macht den Besuch am Abend zu einem anderen Erlebnis als den Rundgang am Tag: Statt stiller Betrachtung stehen Musik, Beleuchtung und die Inszenierung des Saals im Mittelpunkt. Wer sich für Residenz Museum Theater, barocke Oper, Rokokoarchitektur oder klassische Konzerte in München interessiert, sollte den Theaterbesuch als Ergänzung zum Residenzmuseum einplanen.

Öffnungszeiten, Tickets und Audio Guide im Residenzmuseum

Das Residenzmuseum und die Schatzkammer sind täglich geöffnet, mit wenigen festgelegten Schließtagen. Vom 28. März bis 25. Oktober können Besucher die beiden Museumsteile täglich von 9 bis 18 Uhr besichtigen. Der letzte Einlass erfolgt um 17 Uhr. In der Wintersaison vom 26. Oktober bis 27. März gelten täglich Öffnungszeiten von 10 bis 17 Uhr, letzter Einlass ist um 16 Uhr. Geschlossen ist die Residenz am 1. Januar, am Faschingsdienstag sowie am 24., 25. und 31. Dezember. Da sich saisonale Zeiten ändern können, sollte die konkrete Planung immer mit den aktuellen Angaben der Bayerischen Schlösserverwaltung abgeglichen werden.

Für 2026 kostet der reguläre Eintritt in das Residenzmuseum zehn Euro, der ermäßigte Eintritt neun Euro. Für die Schatzkammer gelten dieselben Einzelpreise. Eine Kombikarte für Residenzmuseum und Schatzkammer kostet regulär 15 Euro und ermäßigt 13 Euro. Wer zusätzlich das Cuvilliés-Theater besuchen möchte, kann die Gesamtkarte für 20 Euro regulär beziehungsweise 16 Euro ermäßigt wählen. Das Cuvilliés-Theater allein kostet fünf Euro regulär und vier Euro ermäßigt. Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr erhalten freien Eintritt. Tickets sind an der Museumskasse und online erhältlich.

Das Cuvilliés-Theater hat teilweise abweichende Öffnungszeiten. In der Hauptsaison vom 28. März bis 31. Juli ist es montags bis samstags von 14 bis 18 Uhr geöffnet, an Sonn- und Feiertagen von 9 bis 18 Uhr. Vom 1. August bis 14. September gelten täglich 9 bis 18 Uhr. Vom 15. September bis 25. Oktober gelten wieder die Zeiten von 14 bis 18 Uhr an Werktagen und 9 bis 18 Uhr an Sonn- und Feiertagen. In der Wintersaison ist das Theater montags bis samstags von 14 bis 17 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 10 bis 17 Uhr zugänglich. Der Eingang liegt im Durchgang zwischen Brunnenhof und Apothekenhof.

Für das Residenzmuseum und die Schatzkammer steht ein kostenloser Audioguide in mehreren Sprachen zur Verfügung. Genannt werden Deutsch, Englisch, Italienisch, Französisch, Spanisch, Russisch, Chinesisch, Japanisch und Arabisch. Der Audioguide ist besonders hilfreich, weil der Rundgang zahlreiche Räume, historische Personen und Ausstattungsdetails umfasst. Besucher können den Rundgang selbstständig gestalten und länger bei denjenigen Bereichen verweilen, die sie besonders interessieren. Für Gruppen ist keine Anmeldung oder Reservierung erforderlich, allerdings ist die maximale Gruppengröße auf 25 Personen begrenzt. Größere Gruppen müssen geteilt werden.

Residenz Museum Eingang, Anfahrt, Parken und Orientierung vor Ort

Die offizielle Adresse des Residenzmuseums lautet Residenzstraße 1, 80333 München. Die Anlage liegt zentral in der Altstadt zwischen Max-Joseph-Platz, Odeonsplatz und Hofgarten. Der Eingang für Residenzmuseum und Schatzkammer befindet sich an der Residenz beziehungsweise im Bereich des Königsbauhofs. Besucher sollten beachten, dass der Residenzkomplex mehrere Höfe und Zugänge besitzt. Das Cuvilliés-Theater hat einen eigenen Zugang im Durchgang zwischen Brunnenhof und Apothekenhof. Wer eine Eintrittskarte für mehrere Bereiche besitzt, sollte deshalb den Übersichtsplan vor Ort und die Beschilderung beachten.

Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist besonders praktisch. In der Nähe liegen die S-Bahn-Station Marienplatz sowie die U-Bahn-Stationen Marienplatz und Odeonsplatz. Außerdem befinden sich die Bushaltestelle Odeonsplatz und die Tramhaltestelle Nationaltheater in erreichbarer Nähe. Von Marienplatz aus führt der Weg durch die Innenstadt in wenigen Minuten zur Residenz. Von Odeonsplatz ist der Zugang über Residenzstraße und Hofgarten ebenfalls gut möglich. Die zentrale Lage macht das Museum zu einem geeigneten Programmpunkt, wenn anschließend weitere Sehenswürdigkeiten der Altstadt besucht werden sollen.

Eigene Besucherparkplätze besitzt die Residenz München nicht. Autofahrer müssen deshalb auf öffentliche Parkmöglichkeiten ausweichen. Eine kostenpflichtige Tiefgarage befindet sich in der Tiefgarage des Nationaltheaters am Max-Joseph-Platz. Die Parkplatzsituation in der Innenstadt kann je nach Tageszeit und Veranstaltungslage angespannt sein. Wer den Museumsbesuch mit einem Konzert oder einer Veranstaltung verbindet, sollte zusätzliche Zeit für die Anfahrt und die Parkplatzsuche einplanen. Für viele Besucher ist die Anreise mit S-Bahn, U-Bahn, Bus oder Tram die stressfreiere Variante.

Auch mit dem Fahrrad ist die Residenz erreichbar. Für die konkrete Routenplanung empfiehlt die Bayerische Schlösserverwaltung die Informationen der Stadt München für Radfahrer. Die Umgebung bietet zahlreiche weitere Ziele, darunter der Hofgarten, der Odeonsplatz, der Marienplatz, die Theatinerkirche und die Fußgängerzone. Ein Museumsbesuch lässt sich deshalb gut in einen längeren Rundgang durch die Münchner Altstadt integrieren. Wer Fotos aufnehmen möchte, sollte die jeweiligen Hinweise vor Ort beachten. Die Residenz bietet viele eindrucksvolle Perspektiven an Fassaden, Höfen und Innenräumen, doch nicht jeder Bereich ist gleichermaßen für längeres Fotografieren geeignet.

Die Höfe der Residenz und besondere Fotomotive

Die Residenz ist nicht nur wegen ihrer Innenräume sehenswert. Der Komplex umfasst mehrere Höfe, die unterschiedliche Bauphasen und Funktionen sichtbar machen. Der Brunnenhof entstand im Zusammenhang mit dem Antiquariumstrakt und erhielt seinen Namen durch die zentrale Brunnenanlage mit einer Bronzestatue Ottos I., des ersten bayerischen Herzogs aus dem Haus Wittelsbach. Im 17. Jahrhundert diente der Hof mehrfach als repräsentativer Rahmen für höfische Turnierfeste. Heute bildet er einen wichtigen Orientierungspunkt für den Zugang zum Cuvilliés-Theater.

Der Kaiserhof wurde zwischen 1612 und 1616 unter Maximilian I. angelegt. Die Trakte nahmen Eingangs- und Empfangsräume sowie die monumentale Kaisertreppe auf. Der Hof war ursprünglich besonderen zeremoniellen Anlässen vorbehalten. Der Grottenhof entstand zwischen 1581 und 1589 im Zusammenhang mit einem Sommerpalast Wilhelms V. Sein Name geht auf eine Brunnen- und Muschelwand an der Westfassade des Antiquariums zurück. Die Gestaltung verbindet Architektur, Wasser und dekorative Elemente und gehört zu den charakteristischen Ansichten der Residenz.

Weitere Höfe sind der Kapellenhof, der Apothekenhof, der Küchenhof, der Königsbauhof und der Kabinettsgarten. Der Kapellenhof wird von der Hofkapelle geprägt und ist über ein von zwei Löwen flankiertes Portal an der Residenzstraße zugänglich. Der Küchenhof erinnert an die frühere Küche im Königsbau. Nach den Zerstörungen von 1944 wurden in den ehemaligen Küchenräumen Teile der Schatzkammer eingerichtet. Der Kabinettsgarten liegt zwischen klassizistischen Trakten und der Allerheiligen-Hofkirche und ist seit der Neugestaltung im Jahr 2003 öffentlich zugänglich.

Für Fotos sind besonders die Fassaden am Max-Joseph-Platz, der Brunnenhof, der Grottenhof und die langen Perspektiven der Innenräume interessant. Das Antiquarium wirkt durch seine Achse, die Gewölbeausmalung und die vielen Fensteröffnungen besonders eindrucksvoll. Die Außenhöfe bieten dagegen Motive mit Bögen, Brunnen, Giebeln und unterschiedlichen Lichtstimmungen. Wer die Residenz fotografisch erkunden möchte, sollte den Besuch nicht zu eng planen. Die Wirkung der Räume erschließt sich oft erst aus verschiedenen Blickwinkeln, während kleine Details wie Wappen, Ornamente, Büsten oder Reliefs bei langsamem Rundgang sichtbar werden.

Residenz Museum München als Kulturort für Führungen und Veranstaltungen

Die Münchner Residenz ist mehr als ein historisches Museum. Sie ist ein Kulturort, an dem regelmäßig Führungen, Konzerte, Sonderveranstaltungen und thematische Aktionen stattfinden. Die Bayerische Schlösserverwaltung informiert über aktuelle Termine in den verschiedenen Räumen. Das Programm reicht von klassischen Konzerten im Cuvilliés-Theater bis zu Veranstaltungen im Kaisersaal oder Antiquarium. Historische Räume werden dabei nicht bloß als Kulisse verwendet. Ihre Akustik, Architektur und Geschichte bestimmen wesentlich die Atmosphäre der jeweiligen Veranstaltung.

Eine besondere Rolle spielt die Residenzwoche München. Im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe werden Führungen, Konzerte und weitere Aktionen angeboten, die sich mit der Geschichte und den Sammlungen der Residenz beschäftigen. Solche Termine können Bereiche zugänglich machen, die im gewöhnlichen Rundgang anders erlebt werden oder nur im Rahmen bestimmter Veranstaltungen geöffnet sind. Wer das Residenz Museum bereits besucht hat, kann auf diese Weise neue Perspektiven gewinnen. Wer zum ersten Mal kommt, erhält oft eine stärker erzählerische Einführung in die Räume, Personen und historischen Zusammenhänge.

Das Cuvilliés-Theater ist zugleich Museum und Veranstaltungsraum. Festkonzerte mit Werken von Vivaldi, Mozart, Beethoven oder Johann Strauss werden in der historischen Rokokoarchitektur aufgeführt. Auch das Antiquarium und der Kaisersaal werden für Konzerte genutzt. Die Verbindung von Musik und Raum entspricht der ursprünglichen Funktion vieler Residenzbereiche, denn höfische Architektur war stets auf Zeremonien, Feste und musikalische Repräsentation ausgerichtet. Ein Konzertbesuch kann daher eine besonders unmittelbare Form sein, die Geschichte des Ortes zu erleben.

Für die Tagesplanung empfiehlt es sich, zwischen Museumsbesuch und Abendveranstaltung genügend Zeit einzuplanen. Die regulären Museumskassen, die Zugänge und die Veranstaltungsorte können voneinander abweichen. Bei Konzertkarten gelten die Hinweise des jeweiligen Veranstalters. Die Residenz selbst informiert über ihre Veranstaltungen, während der Ticketverkauf je nach Termin über unterschiedliche Vorverkaufsstellen, den Museumsladen, die Tages- oder Abendkasse und externe Anbieter erfolgen kann. Wer sich für ein bestimmtes Konzert interessiert, sollte daher die aktuellen Termin- und Ticketinformationen direkt beim jeweiligen Veranstalter prüfen.

Quellen:

Mehr anzeigen

Residenz Museum | Öffnungszeiten & Schatzkammer

Mitten in der Münchner Altstadt öffnet das Residenz Museum den Zugang zu einer Welt, in der Politik, Kunst, Religion und höfische Repräsentation über Jahrhunderte eng miteinander verbunden waren. Die Adresse Residenzstraße 1 steht für den ehemaligen Wohn- und Regierungssitz der bayerischen Herzöge, Kurfürsten und Könige. Heute gehören das Residenzmuseum, die Schatzkammer und das Cuvilliés-Theater zu den wichtigsten kulturellen Anlaufpunkten der Stadt. Wer nach einem besonderen Museum in München sucht, findet hier keine einzelne Ausstellung, sondern einen weitläufigen historischen Gebäudekomplex mit Höfen, Raumfolgen, Kunstsammlungen und original beziehungsweise historisch rekonstruiert ausgestatteten Innenräumen.

Der Rundgang führt durch Epochen von der Renaissance über den Barock und das Rokoko bis zum Klassizismus. Zu den Höhepunkten zählen das 66 Meter lange Antiquarium, die Ahnengalerie, die Reichen Zimmer, die kostbare Schatzkammer und das Cuvilliés-Theater. Ein kostenloser Audioguide ist für Residenzmuseum und Schatzkammer in mehreren Sprachen erhältlich. Die zentrale Lage macht den Besuch gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln planbar, während Autofahrer die begrenzte Parksituation der Innenstadt berücksichtigen sollten.

Das Residenz Museum eignet sich sowohl für einen klassischen Museumsbesuch als auch für einen kulturhistorischen Rundgang durch München. Familien, Architekturinteressierte, Liebhaber höfischer Kunst, Fotofans und Besucher, die sich für die Geschichte Bayerns interessieren, können jeweils unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Besonders eindrucksvoll ist die Verbindung aus Bauwerk und Ausstattung: Viele Objekte befinden sich noch in den Räumen, für die sie geschaffen wurden, oder wurden im Rahmen des Wiederaufbaus an ihre historische Umgebung zurückgeführt.

Residenz Museum München: Geschichte und Entwicklung des Herrschersitzes

Die Geschichte der Münchner Residenz reicht bis in das Jahr 1385 zurück. Damals entstand an der nordöstlichen Ecke der damaligen Stadtbefestigung eine Burganlage, die als Neuveste bezeichnet wurde. Aus diesem mittelalterlichen Kern entwickelte sich im Lauf der Jahrhunderte ein ausgedehnter Palastkomplex, dessen Höfe und Trakte sich immer weiter in das Stadtgebiet ausdehnten. Die Residenz war von 1508 bis 1918 Wohn- und Regierungssitz der bayerischen Herzöge, Kurfürsten und Könige. Ihre Architektur ist deshalb nicht nur eine Folge stilistischer Veränderungen, sondern auch ein sichtbares Zeugnis politischer Macht und dynastischer Selbstdarstellung.

Unter Albrecht V. entstand zwischen 1568 und 1571 das Antiquarium, zunächst als Aufstellungsort für eine Sammlung antiker Skulpturen. Unter Wilhelm V. und Maximilian I. wurde der Raum später zu einem Fest- und Bankettsaal umgestaltet. Im 17. Jahrhundert kamen repräsentative Trakte um den Kaiserhof hinzu. Empfangsräume, Kaisertreppe, Kaisersaal und weitere Raumfolgen machten die Residenz zu einem Ort höfischer Zeremonien. Im 18. Jahrhundert prägten unter anderem François Cuvilliés und Johann Baptist Zimmermann die Ausstattung. Im 19. Jahrhundert ergänzte Leo von Klenze den Königsbau am Max-Joseph-Platz für König Ludwig I.

Mit dem Ende der Monarchie im Jahr 1918 verlor die Residenz ihre Funktion als Regierungssitz. Bereits 1920 wurde sie als Museum für Innenausstattung und höfische Kunst der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Zweite Weltkrieg brachte schwere Zerstörungen. Bei Luftangriffen im März und April 1944 wurden große Teile der Obergeschosse und zahlreiche gewölbte Erdgeschossräume beschädigt oder zerstört. Viele bewegliche Kunstwerke konnten jedoch rechtzeitig ausgelagert werden. Schon im Mai 1945 begann die Vorbereitung des Wiederaufbaus, der sich über mehrere Jahrzehnte erstreckte. Das heutige Museum verbindet daher erhaltene historische Substanz, gerettete Ausstattung und sorgfältige Rekonstruktion.

Die Geschichte bleibt beim Rundgang stets präsent. Räume erzählen von dynastischen Ansprüchen, religiöser Frömmigkeit, höfischer Etikette und dem Wunsch, Macht sichtbar zu machen. Gleichzeitig dokumentiert die Residenz den Umgang mit Kriegszerstörung und Denkmalpflege. Wer das Museum besucht, sieht somit nicht nur prunkvolle Räume, sondern auch die Spuren einer wechselvollen europäischen Geschichte. Genau diese Verbindung macht das Residenzmuseum zu einem bedeutenden Schlossmuseum und zu einem wichtigen Ort für die Auseinandersetzung mit Bayern, den Wittelsbachern und der Entwicklung Münchens.

Antiquarium, Ahnengalerie und prunkvolle Räume entdecken

Das Antiquarium ist der bekannteste Raum des Residenzmuseums und zugleich der älteste erhaltene Raum der Anlage. Mit einer Länge von 66 Metern gehört der Saal zu den größten und prächtigsten Renaissance-Sälen nördlich der Alpen. Ursprünglich für antike Skulpturen errichtet, erhielt er zwischen 1581 und 1600 seine Funktion als Fest- und Bankettsaal. Die Ausstattung beeindruckt durch Grotesken, farbige Dekorationen und eine reiche Folge von Bildern. Im Scheitel des Gewölbes befinden sich 16 Gemälde aus der Werkstatt Peter Candids. Sie zeigen Allegorien von Ruhm und Tugenden und verstärken damit die repräsentative Botschaft des Raumes.

Besonders bemerkenswert sind die 102 Ansichten von Städten, Märkten, Burgen und Schlössern des damaligen Herzogtums Bayern. Sie schmücken Stichkappen und Fensterlaibungen und verbinden die festliche Wirkung des Saals mit einem geografischen Bild des Herrschaftsbereichs. Die Büsten und Skulpturen an den Längswänden stammen teilweise noch aus der Antikensammlung Albrechts V. Andere Stücke wurden im 17. und 18. Jahrhundert ergänzt. Das Antiquarium ist damit nicht nur ein prachtvoller Saal, sondern auch ein Beispiel dafür, wie eine fürstliche Sammlung im Lauf der Zeit ihre Bedeutung und Präsentationsform verändern konnte.

Die Ahnengalerie entstand nach dem Regierungsantritt des Kurfürsten Karl Albrecht im Jahr 1726. Joseph Effner war mit der architektonischen Gestaltung beauftragt, François Cuvilliés wirkte an der Ausstattung mit. Über hundert Porträts von Mitgliedern des Hauses Wittelsbach sind in eine vergoldete und geschnitzte Wandvertäfelung eingelassen. Stuckaturen von Johann Baptist Zimmermann und aufwendige Schnitzarbeiten von Wenzeslaus Miroffsky verleihen der Galerie eine festliche, beinahe theatralische Wirkung. Die Porträts sollten Herkunft, Rang und Verbindungen des Herrscherhauses sichtbar machen.

Direkt an die Ahnengalerie schließt das Porzellankabinett an. Der Raum war ursprünglich die kurfürstliche Schatzkammer. Heute wird dort eine Auswahl der international bedeutenden Porzellansammlung des Residenzmuseums gezeigt. Weitere Höhepunkte des Rundgangs sind die Reichen Zimmer, die Kurfürstenzimmer, die Steinzimmer und die Räume des Königsbaus. Die Einrichtung umfasst Mobiliar, Gemälde, Bildteppiche, Skulpturen, religiöse Kunst und dekorative Arbeiten. Ihre Wirkung entsteht vor allem dadurch, dass Raum, Funktion und Ausstattung aufeinander bezogen bleiben. Besucher betrachten nicht bloß einzelne Objekte, sondern erleben ein Gesamtkonzept höfischer Wohn- und Repräsentationskultur.

Residenz Museum Schatzkammer: Juwelen, Goldschmiedekunst und kostbare Sammlungen

Die Schatzkammer der Münchner Residenz gehört zu den wichtigsten Teilen des Museums. Ihre Sammlung umfasst heute mehr als 1.200 Einzelstücke. Zu sehen sind Juwelen, Goldschmiedearbeiten, Emailarbeiten, Kristallobjekte und Elfenbeinschnitzereien. Die Stücke gehen auf eine jahrhundertelange Sammelleidenschaft der bayerischen Herrscher zurück. Herzog Albrecht V. legte bereits 1565 in einer testamentarischen Verfügung fest, besonders kostbare Erb- und Hauskleinode zu einem unveräußerlichen Schatzfonds zusammenzufassen. Damit wurde der dynastische Besitz nicht nur bewahrt, sondern auch dauerhaft an das Haus und seine Geschichte gebunden.

Zur weltlichen Sammlung kamen liturgische Gegenstände und Reliquiare hinzu. Wilhelm V. und Maximilian I. erwarben kostbare sakrale Kunstwerke für die Hofkapellen der Residenz. Während der Säkularisation wurde die Sammlung durch mittelalterliche Goldschmiedearbeiten aus ehemaligem Klosterbesitz erweitert. Die Schatzkammer zeigt daher sowohl repräsentative Insignien als auch religiöse Kunst. Kronen, Kreuze, Reliquiare, Gefäße, Schmuckstücke und kunstvoll gearbeitete Kleinobjekte vermitteln ein Bild davon, wie Herrscherhäuser Macht, Frömmigkeit und Reichtum in materieller Form präsentierten.

Die Geschichte der Präsentation ist ebenfalls aufschlussreich. 1731 wurde der Hausschatz in einem eigens eingerichteten Kabinett aufgestellt, dem heutigen Porzellankabinett. 1897 kam die Sammlung in ein neu erbautes Gewölbe, das als Alte Schatzkammer bezeichnet wurde und heute im Bereich der Museumskasse liegt. Zusammen mit dem ersten Abschnitt des neu gestalteten Residenzmuseums wurde die Schatzkammer am 21. Juni 1958 in ihrer heutigen Form in zehn Räumen im Erdgeschoss des Königsbaus wiedereröffnet. Die Räume sind so angelegt, dass Besucher die Objekte aus nächster Nähe betrachten können.

Ein Besuch der Schatzkammer lohnt sich auch dann, wenn wenig Zeit für den gesamten Rundgang vorhanden ist. Die Exponate sind vielfältig genug, um unterschiedliche Interessen anzusprechen. Freunde der Schmuckkunst achten auf Edelsteine und Metallarbeiten, historisch Interessierte verfolgen die Wege einzelner Stücke, und Familien entdecken kleine Objekte wie Miniaturgefäße oder kunstvoll gestaltete Spiele. Der kostenlose Audioguide kann helfen, einzelne Werke in ihren historischen Zusammenhang einzuordnen. Zusammen mit dem Residenzmuseum ist die Schatzkammer besonders eindrucksvoll, weil sie den materiellen Reichtum ergänzt, der in den großen Sälen und Wohnräumen sichtbar wird.

Residenz Museum Theater: Das Cuvilliés-Theater und barocke Aufführungen

Das Cuvilliés-Theater ist ein eigenständiger Höhepunkt innerhalb des Residenzkomplexes. Es trägt den Namen des Architekten François Cuvilliés des Älteren und geht auf das Neue Opera Hauß des Hofes zurück, das Kurfürst Max III. Joseph zwischen 1751 und 1755 errichten ließ. Das Theater lag ursprünglich in unmittelbarer Nachbarschaft der Residenz und war zunächst dem Hof vorbehalten. Hier fanden prunkvolle Barockopern statt. Eine besondere historische Bedeutung besitzt die Uraufführung von Mozarts Idomeneo im Jahr 1781.

Der ursprüngliche Theaterbau wurde am 18. März 1944 zerstört. Die geschnitzten und farbig gefassten Logeneinbauten des Zuschauerraums waren jedoch bereits 1943 ausgelagert und konnten gerettet werden. 1956 wurden sie der Bayerischen Schlösserverwaltung übergeben. Nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten wurden die erhaltenen Teile bis 1958 in den sogenannten Apothekenstock der Residenz eingebaut. Das heutige Cuvilliés-Theater befindet sich deshalb in neuen Mauern, bewahrt aber wesentliche originale Ausstattungselemente des historischen Zuschauerraums.

Der weiß-rot-goldene Theaterraum ist ein Hauptwerk des kurbayerischen Rokoko. Figuren, Ornamente, florale Motive und geschwungene Rocailleformen überziehen die Ränge und Logen. Die dekorative Dichte unterscheidet das Theater deutlich von modernen Veranstaltungsräumen. Jeder Blick fällt auf eine neue Einzelheit, doch zugleich entsteht ein geschlossenes Gesamtkunstwerk. Die ursprüngliche Deckenmalerei von Johann Baptist Zimmermann ist nicht erhalten, trotzdem vermittelt die überbordende Gestaltung einen lebendigen Eindruck höfischer Festkultur.

Heute wird das Cuvilliés-Theater nicht nur als Museum besichtigt, sondern auch für Konzerte und kulturelle Veranstaltungen genutzt. Im Programm finden sich unter anderem klassische Werke und Konzerte in historischer Atmosphäre. Die besondere Raumwirkung macht den Besuch am Abend zu einem anderen Erlebnis als den Rundgang am Tag: Statt stiller Betrachtung stehen Musik, Beleuchtung und die Inszenierung des Saals im Mittelpunkt. Wer sich für Residenz Museum Theater, barocke Oper, Rokokoarchitektur oder klassische Konzerte in München interessiert, sollte den Theaterbesuch als Ergänzung zum Residenzmuseum einplanen.

Öffnungszeiten, Tickets und Audio Guide im Residenzmuseum

Das Residenzmuseum und die Schatzkammer sind täglich geöffnet, mit wenigen festgelegten Schließtagen. Vom 28. März bis 25. Oktober können Besucher die beiden Museumsteile täglich von 9 bis 18 Uhr besichtigen. Der letzte Einlass erfolgt um 17 Uhr. In der Wintersaison vom 26. Oktober bis 27. März gelten täglich Öffnungszeiten von 10 bis 17 Uhr, letzter Einlass ist um 16 Uhr. Geschlossen ist die Residenz am 1. Januar, am Faschingsdienstag sowie am 24., 25. und 31. Dezember. Da sich saisonale Zeiten ändern können, sollte die konkrete Planung immer mit den aktuellen Angaben der Bayerischen Schlösserverwaltung abgeglichen werden.

Für 2026 kostet der reguläre Eintritt in das Residenzmuseum zehn Euro, der ermäßigte Eintritt neun Euro. Für die Schatzkammer gelten dieselben Einzelpreise. Eine Kombikarte für Residenzmuseum und Schatzkammer kostet regulär 15 Euro und ermäßigt 13 Euro. Wer zusätzlich das Cuvilliés-Theater besuchen möchte, kann die Gesamtkarte für 20 Euro regulär beziehungsweise 16 Euro ermäßigt wählen. Das Cuvilliés-Theater allein kostet fünf Euro regulär und vier Euro ermäßigt. Kinder und Jugendliche bis zum vollendeten 18. Lebensjahr erhalten freien Eintritt. Tickets sind an der Museumskasse und online erhältlich.

Das Cuvilliés-Theater hat teilweise abweichende Öffnungszeiten. In der Hauptsaison vom 28. März bis 31. Juli ist es montags bis samstags von 14 bis 18 Uhr geöffnet, an Sonn- und Feiertagen von 9 bis 18 Uhr. Vom 1. August bis 14. September gelten täglich 9 bis 18 Uhr. Vom 15. September bis 25. Oktober gelten wieder die Zeiten von 14 bis 18 Uhr an Werktagen und 9 bis 18 Uhr an Sonn- und Feiertagen. In der Wintersaison ist das Theater montags bis samstags von 14 bis 17 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 10 bis 17 Uhr zugänglich. Der Eingang liegt im Durchgang zwischen Brunnenhof und Apothekenhof.

Für das Residenzmuseum und die Schatzkammer steht ein kostenloser Audioguide in mehreren Sprachen zur Verfügung. Genannt werden Deutsch, Englisch, Italienisch, Französisch, Spanisch, Russisch, Chinesisch, Japanisch und Arabisch. Der Audioguide ist besonders hilfreich, weil der Rundgang zahlreiche Räume, historische Personen und Ausstattungsdetails umfasst. Besucher können den Rundgang selbstständig gestalten und länger bei denjenigen Bereichen verweilen, die sie besonders interessieren. Für Gruppen ist keine Anmeldung oder Reservierung erforderlich, allerdings ist die maximale Gruppengröße auf 25 Personen begrenzt. Größere Gruppen müssen geteilt werden.

Residenz Museum Eingang, Anfahrt, Parken und Orientierung vor Ort

Die offizielle Adresse des Residenzmuseums lautet Residenzstraße 1, 80333 München. Die Anlage liegt zentral in der Altstadt zwischen Max-Joseph-Platz, Odeonsplatz und Hofgarten. Der Eingang für Residenzmuseum und Schatzkammer befindet sich an der Residenz beziehungsweise im Bereich des Königsbauhofs. Besucher sollten beachten, dass der Residenzkomplex mehrere Höfe und Zugänge besitzt. Das Cuvilliés-Theater hat einen eigenen Zugang im Durchgang zwischen Brunnenhof und Apothekenhof. Wer eine Eintrittskarte für mehrere Bereiche besitzt, sollte deshalb den Übersichtsplan vor Ort und die Beschilderung beachten.

Die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist besonders praktisch. In der Nähe liegen die S-Bahn-Station Marienplatz sowie die U-Bahn-Stationen Marienplatz und Odeonsplatz. Außerdem befinden sich die Bushaltestelle Odeonsplatz und die Tramhaltestelle Nationaltheater in erreichbarer Nähe. Von Marienplatz aus führt der Weg durch die Innenstadt in wenigen Minuten zur Residenz. Von Odeonsplatz ist der Zugang über Residenzstraße und Hofgarten ebenfalls gut möglich. Die zentrale Lage macht das Museum zu einem geeigneten Programmpunkt, wenn anschließend weitere Sehenswürdigkeiten der Altstadt besucht werden sollen.

Eigene Besucherparkplätze besitzt die Residenz München nicht. Autofahrer müssen deshalb auf öffentliche Parkmöglichkeiten ausweichen. Eine kostenpflichtige Tiefgarage befindet sich in der Tiefgarage des Nationaltheaters am Max-Joseph-Platz. Die Parkplatzsituation in der Innenstadt kann je nach Tageszeit und Veranstaltungslage angespannt sein. Wer den Museumsbesuch mit einem Konzert oder einer Veranstaltung verbindet, sollte zusätzliche Zeit für die Anfahrt und die Parkplatzsuche einplanen. Für viele Besucher ist die Anreise mit S-Bahn, U-Bahn, Bus oder Tram die stressfreiere Variante.

Auch mit dem Fahrrad ist die Residenz erreichbar. Für die konkrete Routenplanung empfiehlt die Bayerische Schlösserverwaltung die Informationen der Stadt München für Radfahrer. Die Umgebung bietet zahlreiche weitere Ziele, darunter der Hofgarten, der Odeonsplatz, der Marienplatz, die Theatinerkirche und die Fußgängerzone. Ein Museumsbesuch lässt sich deshalb gut in einen längeren Rundgang durch die Münchner Altstadt integrieren. Wer Fotos aufnehmen möchte, sollte die jeweiligen Hinweise vor Ort beachten. Die Residenz bietet viele eindrucksvolle Perspektiven an Fassaden, Höfen und Innenräumen, doch nicht jeder Bereich ist gleichermaßen für längeres Fotografieren geeignet.

Die Höfe der Residenz und besondere Fotomotive

Die Residenz ist nicht nur wegen ihrer Innenräume sehenswert. Der Komplex umfasst mehrere Höfe, die unterschiedliche Bauphasen und Funktionen sichtbar machen. Der Brunnenhof entstand im Zusammenhang mit dem Antiquariumstrakt und erhielt seinen Namen durch die zentrale Brunnenanlage mit einer Bronzestatue Ottos I., des ersten bayerischen Herzogs aus dem Haus Wittelsbach. Im 17. Jahrhundert diente der Hof mehrfach als repräsentativer Rahmen für höfische Turnierfeste. Heute bildet er einen wichtigen Orientierungspunkt für den Zugang zum Cuvilliés-Theater.

Der Kaiserhof wurde zwischen 1612 und 1616 unter Maximilian I. angelegt. Die Trakte nahmen Eingangs- und Empfangsräume sowie die monumentale Kaisertreppe auf. Der Hof war ursprünglich besonderen zeremoniellen Anlässen vorbehalten. Der Grottenhof entstand zwischen 1581 und 1589 im Zusammenhang mit einem Sommerpalast Wilhelms V. Sein Name geht auf eine Brunnen- und Muschelwand an der Westfassade des Antiquariums zurück. Die Gestaltung verbindet Architektur, Wasser und dekorative Elemente und gehört zu den charakteristischen Ansichten der Residenz.

Weitere Höfe sind der Kapellenhof, der Apothekenhof, der Küchenhof, der Königsbauhof und der Kabinettsgarten. Der Kapellenhof wird von der Hofkapelle geprägt und ist über ein von zwei Löwen flankiertes Portal an der Residenzstraße zugänglich. Der Küchenhof erinnert an die frühere Küche im Königsbau. Nach den Zerstörungen von 1944 wurden in den ehemaligen Küchenräumen Teile der Schatzkammer eingerichtet. Der Kabinettsgarten liegt zwischen klassizistischen Trakten und der Allerheiligen-Hofkirche und ist seit der Neugestaltung im Jahr 2003 öffentlich zugänglich.

Für Fotos sind besonders die Fassaden am Max-Joseph-Platz, der Brunnenhof, der Grottenhof und die langen Perspektiven der Innenräume interessant. Das Antiquarium wirkt durch seine Achse, die Gewölbeausmalung und die vielen Fensteröffnungen besonders eindrucksvoll. Die Außenhöfe bieten dagegen Motive mit Bögen, Brunnen, Giebeln und unterschiedlichen Lichtstimmungen. Wer die Residenz fotografisch erkunden möchte, sollte den Besuch nicht zu eng planen. Die Wirkung der Räume erschließt sich oft erst aus verschiedenen Blickwinkeln, während kleine Details wie Wappen, Ornamente, Büsten oder Reliefs bei langsamem Rundgang sichtbar werden.

Residenz Museum München als Kulturort für Führungen und Veranstaltungen

Die Münchner Residenz ist mehr als ein historisches Museum. Sie ist ein Kulturort, an dem regelmäßig Führungen, Konzerte, Sonderveranstaltungen und thematische Aktionen stattfinden. Die Bayerische Schlösserverwaltung informiert über aktuelle Termine in den verschiedenen Räumen. Das Programm reicht von klassischen Konzerten im Cuvilliés-Theater bis zu Veranstaltungen im Kaisersaal oder Antiquarium. Historische Räume werden dabei nicht bloß als Kulisse verwendet. Ihre Akustik, Architektur und Geschichte bestimmen wesentlich die Atmosphäre der jeweiligen Veranstaltung.

Eine besondere Rolle spielt die Residenzwoche München. Im Rahmen dieser Veranstaltungsreihe werden Führungen, Konzerte und weitere Aktionen angeboten, die sich mit der Geschichte und den Sammlungen der Residenz beschäftigen. Solche Termine können Bereiche zugänglich machen, die im gewöhnlichen Rundgang anders erlebt werden oder nur im Rahmen bestimmter Veranstaltungen geöffnet sind. Wer das Residenz Museum bereits besucht hat, kann auf diese Weise neue Perspektiven gewinnen. Wer zum ersten Mal kommt, erhält oft eine stärker erzählerische Einführung in die Räume, Personen und historischen Zusammenhänge.

Das Cuvilliés-Theater ist zugleich Museum und Veranstaltungsraum. Festkonzerte mit Werken von Vivaldi, Mozart, Beethoven oder Johann Strauss werden in der historischen Rokokoarchitektur aufgeführt. Auch das Antiquarium und der Kaisersaal werden für Konzerte genutzt. Die Verbindung von Musik und Raum entspricht der ursprünglichen Funktion vieler Residenzbereiche, denn höfische Architektur war stets auf Zeremonien, Feste und musikalische Repräsentation ausgerichtet. Ein Konzertbesuch kann daher eine besonders unmittelbare Form sein, die Geschichte des Ortes zu erleben.

Für die Tagesplanung empfiehlt es sich, zwischen Museumsbesuch und Abendveranstaltung genügend Zeit einzuplanen. Die regulären Museumskassen, die Zugänge und die Veranstaltungsorte können voneinander abweichen. Bei Konzertkarten gelten die Hinweise des jeweiligen Veranstalters. Die Residenz selbst informiert über ihre Veranstaltungen, während der Ticketverkauf je nach Termin über unterschiedliche Vorverkaufsstellen, den Museumsladen, die Tages- oder Abendkasse und externe Anbieter erfolgen kann. Wer sich für ein bestimmtes Konzert interessiert, sollte daher die aktuellen Termin- und Ticketinformationen direkt beim jeweiligen Veranstalter prüfen.

Quellen:

Bevorstehende Veranstaltungen

Keine Veranstaltungen gefunden

Häufig gestellte Fragen

Bewertungen

Keine Bewertungen gefunden