Fake Noise, True Image in der Pasinger Fabrik: Kunst wird hörbar


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Wenn Maschinen zu Klangskulpturen werden
Die Ausstellung Fake Noise, True Image – Synergien in der Kunst verwandelt die Pasinger Fabrik in ein sinnliches Labor zwischen Bildender Kunst, Musik, Theater und Technik. Am 17. Oktober 2026 erleben Besucherinnen und Besucher elektromechanische Klangkunstwerke, Fotografien, Drucke, Pappcomics und Teile von Bühnenbildern in einer Ausstellung, die zur aktiven Werkbetrachtung einlädt.
Klangmaschinen zwischen Skulptur und Performance
Im Zentrum stehen die eigensinnigen Automaten des Münchner Künstlerduos Portmanteau, bestehend aus Gerald Greulix Schrank und Christian Taison Heiß. Die Künstler verbinden gefundene, recycelte und historische Materialien mit Mechanik, Sound und theatralischer Inszenierung. Dadurch entstehen Skulpturen, die nicht nur betrachtet, sondern über Knöpfe, Kurbeln und Münzeinwurf selbst aktiviert werden.
Humor, Bewegung und ästhetische Erfahrung
Sittichquirl, Alpinium, Strippenzieher und Singvase eröffnen einen überraschenden Parcours durch die Ausstellung. Ein Münzeinwurf bringt Stühle zum Steppen, lässt eine Schafherde erklingen oder setzt die Singvase in Bewegung. Der sogenannte Grobian reagiert sogar mit einer direkten Beschimpfung. Zwischen absurdem Humor und präziser Konstruktion entwickelt sich eine lebendige Ausstellungsatmosphäre, in der Klang, Material und Raumwirkung untrennbar zusammengehören.
Portmanteau und die Kunst der Synergie
Portmanteau arbeitet seit mehr als zwanzig Jahren an der Schnittstelle von Bandprojekt, Tonstudio, Bühnentechnik und bildender Kunst. Die Süddeutsche Zeitung bezeichnete das Duo als die Tinguelys des Theaters – eine kunsthistorische Einordnung, die auf die Nähe zu kinetischer Kunst, Objektkunst und spielerischer Mechanik verweist. Zugleich bleibt die Ausstellung eigenständig: Ihre Werke verbinden technische Tüftelei mit musikalischer Komposition, Sprachwitz und performativer Publikumsbeteiligung.
Fotografie, Druckgrafik und räumliche Wahrnehmung
Das Ausstellungskonzept erweitert die Klangmaschinen um Beiträge von Martin Dessecker, Petr Mayr, Willi Haas und Dr. Leonhard Scheck. Transparenzen, Sehhilfen, Siebdrucke, Radierungen, raumgreifende Installationen und fotografische Arbeiten verschieben die Grenzen zwischen Realität, Abbild und Wahrnehmung. So entsteht eine vielschichtige Werkschau, in der sich optische Irritation, akustische Überraschung und kulturelle Bildung gegenseitig verstärken.
Ein Ort mit industrieller Geschichte
Für die Pasinger Fabrik entsteht ein besonderes ortsspezifisches Werk aus Handkurbel-Brotschneidemaschinen. Das Motiv verweist auf die Geschichte des Gebäudes: Von 1912 bis 1982 befand sich hier das Stammhaus der Ritterwerke, in dem Haushaltsgeräte produziert wurden. Die historische Verbindung von Industrie, Gebrauch und Kunst wird dadurch selbst zum Bestandteil der Kuratierung.
Führungen und unmittelbare Begegnungen
An ausgewählten Tagen führen die Künstler selbst durch die Räume und bespielen Teile der Werke. Eine regelmäßige Führung findet dienstags um 18 Uhr statt. Die Ausstellung richtet sich an Spielkinder von 0 bis 99 Jahren und eignet sich damit für neugierige Erwachsene, Familien und alle, die Kunst nicht nur ansehen, sondern in ihrer Funktionsweise erfahren möchten.
Fazit: Fake Noise, True Image verspricht ein ungewöhnliches Kunsterlebnis voller mechanischer Bewegung, musikalischer Überraschungen und visueller Irritationen. Wer kinetische Kunst, Installation, Klangkunst und humorvolle Theaterästhetik unmittelbar erleben möchte, sollte die Ausstellung in der Pasinger Fabrik besuchen und den Automaten selbst eine Stimme geben.
Offizielle Kanäle von Portmanteau:
- Instagram: kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://www.pasinger-fabrik.de/









