Fake Noise, True Image in der Pasinger Fabrik: Kunst zum Hören, Sehen und Auslösen


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Wenn Maschinen klingen und Bilder ihre Gewissheiten verlieren
Die Ausstellung Fake Noise, True Image – Synergien in der Kunst verwandelt die Pasinger Fabrik in einen poetischen Maschinenraum der Wahrnehmung. Am Freitag, dem 6. November 2026, begegnen Besucherinnen und Besucher elektromechanischen Klangkunstwerken, Skulpturen, Fotografien, Drucken und Pappcomics, die vertraute Grenzen zwischen Bild, Sound, Sprache und Theater spielerisch verschieben.
Klangmaschinen zwischen Kunstobjekt und Theaterapparat
Im Zentrum stehen die sonderbaren Musikmaschinen des Münchner Künstlerduos Portmanteau, Gerald Schrank und Christian Heiß. Aus alten, gefundenen und recycelten Materialien entstehen kinetische Skulpturen, die sich bewegen, Geräusche erzeugen und mit dem Publikum interagieren. Ein Münzwurf bringt Stühle zum Steppen, lässt eine Herde erklingen oder aktiviert die eigensinnige Singvase. Die Ausstellung wird damit zur Werkbetrachtung, bei der Hören, Sehen und eigenes Handeln untrennbar zusammengehören.
Wahrnehmung als offener Prozess
Die Kuratierung verbindet fünf künstlerische Positionen, die sich mit der Frage nach Wirklichkeit und Täuschung auseinandersetzen. Martin Dessecker untersucht in transparenten Bildräumen das Verhältnis von Spiegelung und Realität. Willi Haas fotografiert Situationen, in denen oben und unten ihre Eindeutigkeit verlieren. Der Astrophysiker Leonhard Scheck übersetzt Zeit und Raum in fotografische Bildkonstruktionen, während Petr Mayr mit Druckgrafik, Malerei und Installation das Bild als Abzug, Ersatz und Phantom des Originals befragt.
Ästhetische Erfahrung mit Humor und historischem Echo
Die Ausstellungsatmosphäre lebt von Metall, Holz, Kabeln, Kurbeln, Licht und mechanischer Bewegung. Sie erinnert an Jahrmarkt, Labor und Bühne zugleich. Ein eigens für die Pasinger Fabrik entwickeltes Werk aus Handkurbel-Brotschneidemaschinen knüpft an die Geschichte des Ortes an: Wo heute Kunst präsentiert wird, produzierten die Ritterwerke von 1912 bis 1982 Haushaltsgeräte. So verbindet die Ausstellung industrielle Erinnerung mit zeitgenössischer Klangkunst.
Kulturelle Bildung für Spielkinder von 0 bis 99
Die Werke laden ausdrücklich zum Mitmachen ein. An ausgewählten Tagen führen die Künstler selbst durch die Räume und bespielen einzelne Arbeiten. Öffentliche Führungen finden dienstags um 18 Uhr statt. Das Rahmenprogramm ergänzt die Ausstellung durch Konzerte, Performances und Workshops. Die Verbindung aus Kunstgeschichte, Technik, Bühnenkunst und eigener Erprobung macht das Kunsterlebnis besonders zugänglich und eröffnet Kindern wie Erwachsenen neue Perspektiven auf Material, Klang und Bild.
Fazit: Kunst, die sich bewegt
Fake Noise, True Image erwartet das Publikum nicht mit stiller Betrachtung, sondern mit einer lebendigen ästhetischen Erfahrung. Zwischen absurden Automaten, reflektierten Bildwelten und historischen Spuren entsteht ein Ausstellungserlebnis voller Witz, Irritation und Erkenntnis. Wer Kunst nicht nur ansehen, sondern hören, auslösen und körperlich erfahren möchte, sollte diese ungewöhnliche Werkschau in der Pasinger Fabrik unbedingt live besuchen.
Offizielle Kanäle von Portmanteau:
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Quellen:
- Pasinger Fabrik – Ausstellung Fake Noise, True Image – Synergien in der Kunst
- Museen in Bayern – Fake Noise, True Image
- Portmanteau – Fake Noise – True Image
- Süddeutsche Zeitung – Pasinger Fabrik: Neue Ausstellung Fake Noise – True Image










