Fake Noise, True Image in der Pasinger Fabrik: Kunst, die klingt und sich bewegt

Event: Fake Noise, True Image – Synergien in der Kunst in Pasinger Fabrik, P.ART Galerie, August-Exter-Straße 1, 81245 München on 16. Oktober 2026

Datum und Uhrzeit

16. Oktober 2026 15:00 Uhr

Veranstaltungsort

Pasinger Fabrik GmbH
August-Exter-Straße 1, 81245 München-Pasing-Obermenzing, Deutschland

Tickets

8,00 €
Tickets buchen

Über diese Veranstaltung

Ausstellungen & Museen

Stimmung

Sonstige

Veranstaltungsorttyp

Drinnen

Wenn Maschinen zu Klangskulpturen werden: Kunst zum Sehen, Hören und Ausprobieren

Die Ausstellung Fake Noise, True Image – Synergien in der Kunst verwandelt die Pasinger Fabrik in München in ein ungewöhnliches Labor für Klang, Bewegung und visuelle Wahrnehmung. Im Zentrum stehen elektromechanische Klangkunstwerke des Münchner Künstlerduos Portmanteau, die aus alten, gefundenen und recycelten Materialien entstanden sind. Am Freitag, 16. Oktober 2026, öffnet die Ausstellung von 15:00 bis 19:00 Uhr in der P.ART Galerie.

Musikalische Maschinen mit eigenem Charakter

Die Ausstellung verbindet Installation, Skulptur, Musik, Bild, Sound, Sprache und Theater zu einer sinnlich erfahrbaren Kunstform. Werke wie Sittichquirl, Alpinium, Strippenzieher und Singvase reagieren auf Berührung, Bewegung und das Einwerfen einer Münze. Stühle beginnen zu steppen, eine Schafherde erklingt und eine singende Vase entwickelt ihren ganz eigenen Bühnenauftritt.

Die Objekte funktionieren nicht nur als Ausstellungsstücke, sondern als offene Partituren. Das Publikum aktiviert die Mechanik selbst und erlebt, wie aus Zahnrädern, Kurbeln, Metall, Holz und Alltagsgegenständen rhythmische Ereignisse entstehen. So wird die Werkbetrachtung zum interaktiven Kunsterlebnis für Spielkinder von 0 bis 99 Jahren.

Portmanteau: Zwischen Theaterkunst, Technik und Klang

Hinter Portmanteau stehen Gerald Greulix Schrank und Christian Taison Heiß. Das Münchner Künstlerduo arbeitet seit mehr als zwei Jahrzehnten an der Schnittstelle von Bandprojekt, Tonstudio, Bühnenbild und technischer Tüftelei. Ihre Kunst verbindet die poetische Logik des Zufalls mit der präzisen Konstruktion mechanischer Abläufe. Die Süddeutsche Zeitung bezeichnete sie als die Tinguelys des Theaters und ordnet damit ihre Nähe zur kinetischen und spielerischen Objektkunst ein.

Ergänzt wird die Werkschau durch Teile von Bühnenbildern, Fotografien, Drucke und Pappcomics. Mitwirkende wie Martin Dessecker, Petr Mayr, Willi Haas und Dr. Leonhard Scheck erweitern den Portmanteau-Kosmos um optische Experimente, Siebdruck, Radierung, Fotografie und ungewöhnliche Bildräume.

Ein besonderer Ort für eine besondere Ausstellung

Die Pasinger Fabrik selbst liefert einen bedeutungsvollen historischen Resonanzraum. In dem Gebäude befand sich einst das Stammhaus der Ritterwerke, in dem von 1912 bis 1982 Haushaltsgeräte produziert wurden. Ein eigens für den Ort entwickeltes Werk aus Handkurbel-Brotschneidemaschinen nimmt diese industrielle Vergangenheit auf und übersetzt sie in eine humorvolle Klanginstallation.

Die Ausstellungsatmosphäre lebt vom Kontrast zwischen industrieller Erinnerung, absurdem Bühnenwitz und unmittelbarer ästhetischer Erfahrung. Materialien zeigen ihre Gebrauchsspuren, Mechaniken werden sichtbar und jeder Klang besitzt eine körperliche Präsenz. Aus Technik wird Poesie, aus Recyclingmaterial eine Skulptur und aus dem Museumsbesuch ein gemeinsames Spiel mit Wahrnehmung und Erwartung.

Kulturelle Bildung durch aktives Entdecken

An ausgewählten Dienstagen führt das Künstlerduo um 18 Uhr durch die Ausstellung und lädt zur gemeinsamen Aktivierung der Klangskulpturen ein. Die Vermittlungsreihe Vom Klang des Augenblicks macht technische Konstruktion, musikalische Komposition und künstlerische Idee unmittelbar nachvollziehbar. Führungen finden am 13. und 27. Oktober, am 10. und 24. November, am 8. Dezember 2026 sowie am 12. und 26. Januar, am 16. Februar und am 2. März 2027 statt.

Begleitend sind Musikperformances von Loopin’ Lab am 6. November, TiDCDTrA am 14. November und Mycrotom am 27. November angekündigt. Die Ausstellung eröffnet damit einen Dialog zwischen bildender Kunst, Klangkunst, Performance und Theater.

Fazit: Eine Ausstellung, die alle Sinne aktiviert

Fake Noise, True Image verspricht kein stilles Betrachten auf Distanz, sondern eine lebendige ästhetische Erfahrung voller überraschender Geräusche, mechanischer Bewegungen und humorvoller Bildideen. Besucherinnen und Besucher entdecken Kunst als Prozess, als Spiel und als Begegnung mit Material. Wer München einmal aus dem Takt bringen und Klangskulpturen selbst zum Leben erwecken möchte, sollte dieses außergewöhnliche Kunsterlebnis in der Pasinger Fabrik live erleben.

Offizielle Kanäle von Portmanteau:

  • Instagram: kein offizielles Profil gefunden
  • Facebook: kein offizielles Profil gefunden
  • YouTube: kein offizielles Profil gefunden
  • Website: kein offizielles Profil gefunden

Quellen:

Loading map...

Häufig gestellte Fragen