Barbara Hannigan führt die Münchner Philharmoniker durch einen Abend voller Klangfarben


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Radikale Klangfarben in der Isarphilharmonie: Barbara Hannigan dirigiert die Münchner Philharmoniker
Am Donnerstag, den 29. Oktober 2026, verwandelt sich die Isarphilharmonie im Gasteig HP8 in einen Resonanzraum für musikalische Gegensätze. Barbara Hannigan leitet die Münchner Philharmoniker und tritt zugleich als Sopranistin in Golfam Khayams Werk I am not a tale to be told auf. Am Klavier ist der französische Pianist Bertrand Chamayou zu erleben.
Zwischen Improvisation und präziser Orchesterarchitektur
Der Konzertabend eröffnet mit Golfam Khayams Komposition I am not a tale to be told für Sopran und Orchester. Freie Improvisation trifft auf fein ausgehörte Orchestrierung, während Hannigans Doppelrolle als Sängerin und Dirigentin eine besondere Verbindung zwischen Stimme, Klangkörper und Dirigat schafft.
Haydns g-Moll-Symphonie mit dramatischer Energie
Joseph Haydns Symphonie Nr. 39 in g-Moll Hob. I:39 bringt klassische Klarheit und spannungsvolle Kontraste in den Konzertsaal. Die Münchner Philharmoniker gestalten die Partitur mit präziser Synchronisation, beweglicher Artikulation und jener dramatischen Energie, die Haydns musikalische Sprache bis heute unmittelbar wirken lässt.
Messiaens exotische Vogelwelt
Olivier Messiaens Oiseaux exotiques für Klavier und kleines Orchester führt in eine farbenreiche Klangwelt. Bertrand Chamayou setzt die rhythmisch komplexen Figuren und die charakteristischen Vogelrufe mit technischer Präzision und hoher klanglicher Beweglichkeit um. Das Zusammenspiel von Soloklavier und Instrumentalgruppen verspricht ein detailreiches Hörerlebnis.
Ravels Klavierkonzert für die linke Hand
Maurice Ravels Konzert für Klavier und Orchester für die linke Hand gehört zu den eindrucksvollsten Solowerken des 20. Jahrhunderts. Aus der ungewöhnlichen Begrenzung entwickelt Ravel eine orchestrale Dramaturgie voller dunkler Farben, tänzerischer Impulse und überraschender Steigerungen. Chamayous Bühnenperformance rückt dabei die expressive Kraft des Werkes in den Mittelpunkt.
Schrekers Nachtstück als schwebender Abschluss
Franz Schrekers Nachtstück, das symphonische Zwischenspiel aus der Oper Der ferne Klang, beschließt das Programm. Sehnsucht, Erinnerung und spätromantische Klangfarben verdichten sich zu einem atmosphärischen Finale. Die Akustik der Isarphilharmonie lässt dabei feine Streicherfarben, leuchtende Bläser und die großen orchestralen Spannungsbögen unmittelbar erleben.
Ein Konzertabend für neugierige Klassikfans
Das Programm verbindet zeitgenössische Musik, Wiener Klassik, französische Moderne und spätromantische Orchestersprache. Barbara Hannigans kompromisslose Handschrift öffnet bekannte Werke für neue Perspektiven und schafft eine Live-Atmosphäre, in der musikalische Präzision und unmittelbare Emotion zusammenfinden.
Das Konzert beginnt um 19:30 Uhr und dauert etwa eine Stunde und 45 Minuten. Eine Konzerteinführung findet um 18:15 Uhr im Probensaal in Haus C statt. Wer die Münchner Philharmoniker, Bertrand Chamayou und Barbara Hannigan in einem außergewöhnlich vielseitigen Programm erleben möchte, sichert sich jetzt Tickets für die Isarphilharmonie.
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