Liebste Fenchel… im Johannissaal: Kammermusik mit poetischer Strahlkraft


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Ein kammermusikalischer Abend voller Romantik, Briefen und leiser Spannung
„Liebste Fenchel…“ mit Lirica Aeterna führt am Sonntag, 19. Juli 2026, in den Johannissaal von Schloss Nymphenburg und verbindet Musik, Wort und szenische Momente zu einem erzählerischen Konzert. Im Zentrum steht die besondere Geschwisterbeziehung von Fanny Hensel und Felix Mendelssohn, deren künstlerische Nähe in Liedern, Streichquartett und Briefzitaten hörbar wird.
Zwischen Salon, Sehnsucht und Gegenwart
Das Programm entfaltet sich nicht als starres Museumskonzert, sondern als lebendige Bühnenkunst mit kammermusikalischer Intimität. Sopran, Streichquartett und Moderation lassen die Romantik in feinen Schichten aufleuchten. Besonders reizvoll wirkt der Perspektivwechsel: Fanny Hensels Stimme rückt ins Zentrum, während Felix Mendelssohns Briefe die familiäre und musikalische Nähe der beiden Geschwister nachzeichnen.
Aribert Reimann als zeitgenössischer Kontrapunkt
Einen markanten dramaturgischen Akzent setzt Aribert Reimanns Werk „…oder soll es Tod bedeuten?“. Der Komponist, vielfach ausgezeichnet und als prägende Stimme der Neuen Musik anerkannt, verschränkt Mendelssohn-Lieder mit zeitgenössischen Intermezzi. Dadurch entsteht ein Spannungsfeld zwischen romantischer Kantabilität und moderner Klangsprache, das dem Konzert Tiefe und heutige Relevanz verleiht.
Der Johannissaal als Resonanzraum
Der Johannissaal von Schloss Nymphenburg bietet dafür den passenden Rahmen: historisch, elegant und für Konzerte bis zu 90 Personen ausgelegt. Der Raum verbindet festliche Theateratmosphäre mit klarer Akustik und einem Ambiente, das Kammermusik nicht nur hörbar, sondern auch sichtbar macht. Garderoben, behindertengerechte WCs und Aufzug gehören zur Infrastruktur des Veranstaltungsorts; kostenfreie öffentliche Parkplätze stehen im nördlichen Schlossrondell zur Verfügung.
Ein Abend für Publikum mit Sinn für Nuancen
Dieses Bühnenerlebnis richtet sich an alle, die im Konzert nicht bloß schöne Melodien, sondern dramaturgische Präzision, historische Tiefe und musikalische Eleganz suchen. Die Verbindung aus Liedkunst, Streichquartett und erzählerischer Moderation verspricht einen Abend, der fein, konzentriert und zugleich emotional aufgeladen wirkt. Wer Musik als lebendiges Gespräch zwischen Epochen erleben möchte, sollte sich diesen Termin merken.
Fazit: „Liebste Fenchel…“ verspricht ein kunstvoll komponiertes Kammermusik-Erlebnis zwischen Romantik und Gegenwart, getragen von erstklassiger Musikalität und einem historischen Ort mit Aura. Live erleben lohnt sich.
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