Sir Simon Rattle dirigiert Mahlers Auferstehungssymphonie in München


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Mahler zwischen Dunkelheit und Hoffnung: Sir Simon Rattle dirigiert die Auferstehungssymphonie
Am Samstag, 7. November 2026, verwandelt sich die Isarphilharmonie im Gasteig HP8 in einen Klangraum für Gustav Mahlers monumentale Zweite Symphonie. Sir Simon Rattle leitet das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, den Chor des Bayerischen Rundfunks sowie die Solistinnen Lucy Crowe und Karen Cargill. Der Konzertabend beginnt um 19:00 Uhr, eine Konzerteinführung findet bereits um 17:45 Uhr statt.
Ein musikalisches Drama über Vergänglichkeit und Hoffnung
Mahlers »Auferstehungssymphonie« zählt zu den eindrucksvollsten Werken des spätromantischen Repertoires. Die fünfteilige Komposition führt von einer aufgewühlten, nahezu erschütternden Klangwelt über lyrische Zwischenräume bis zu einer überwältigenden Vision von Wiedergeburt und Zuversicht. In der Orchestrierung treffen dunkle Streicherfarben, markante Blechbläser, feine Holzbläserlinien und eine weit gespannte Dynamik aufeinander.
Sir Simon Rattle am Pult des BRSO
Unter dem Dirigat von Sir Simon Rattle erhält Mahlers symphonisches Weltbild eine präzise und zugleich expressive Kontur. Das Zusammenspiel von Symphonieorchester, Chor und Gesangssolistinnen verlangt höchste Synchronisation, gestalterische Klarheit und ein außergewöhnliches Gespür für große Spannungsbögen. Lucy Crowe übernimmt die Sopranpartie, Karen Cargill singt die Mezzosopranpartie.
Vom Trauermarsch zum Klang der Erlösung
Die Entstehung des Werkes steht eng mit Mahlers Auseinandersetzung mit Tod und Sinn verbunden. Einen entscheidenden Impuls erhielt der Komponist 1894 bei der Trauerfeier für seinen Freund Hans von Bülow, als ihn die ersten Verse aus Friedrich Gottlieb Klopstocks Ode »Die Auferstehung« tief berührten. Diese gedankliche Bewegung prägt auch das Konzerterlebnis: Der Sound wächst aus existenzieller Spannung in eine strahlende, chorisch getragene Schlussvision.
Live-Atmosphäre in der Isarphilharmonie
Die Isarphilharmonie bietet für Mahlers groß besetzte Musik den passenden Rahmen. Leise, schwebende Passagen können sich bis in feinste Klangschichten auffächern, während die orchestralen Höhepunkte mit großer physischer Präsenz in den Saal greifen. Die Publikumsstimmung dieses Abends entsteht aus dem Wechsel von konzentrierter Stille, dramatischer Verdichtung und dem befreienden Nachhall des Finales.
Fazit: Ein Konzertabend von sinfonischer Wucht
Rattle, Mahler 2 und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks versprechen ein außergewöhnliches Konzerterlebnis zwischen Trauer, Klanggewalt und Hoffnung. Wer Mahlers »Auferstehungssymphonie« live erleben möchte, findet in der Isarphilharmonie einen Abend voller musikalischer Intensität, großer Emotionen und eindrucksvoller Bühnenperformance.
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