I WANNA CONTACT THE LIVING im Münchner Volkstheater: Geistergrusel trifft Gegenwart


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Ein Geisterspiel, das München im Sommer frösteln lässt
Mit I WANNA CONTACT THE LIVING – Das Gespenstische von Canterville bringt das Münchner Volkstheater eine Uraufführung auf die Bühne, die Oscar Wildes klassische Spukgeschichte in die Gegenwart zieht. Katharina Grosch fragt mit scharfem Blick auf unsere nervöse Zeit, ob sich eine aufgeklärte Gesellschaft überhaupt noch gruseln kann – und warum uns gerade das Schaudern manchmal wieder näher zusammenrückt.
Zwischen Spuk und Gegenwart
Der Abend öffnet ein düster funkelndes Gedankenkarussell: Ein Gespenst will Kontakt aufnehmen, doch die neue Welt reagiert abgeklärt, überreizt, fast stumpf. Statt bloßem Grusel entsteht so ein kluges Bühnenerlebnis über Angst, Apathie und die Frage, was in Zeiten allgegenwärtiger Krisen vom klassischen Schauer übrig bleibt. Die Inszenierung verwebt Theateratmosphäre, psychologischen Druck und feinen Witz zu einem Abend, der nicht nur erzählt, sondern körperlich spürbar wird.
Dramaturgie mit feinem Nervenkitzel
Groschs Fassung setzt auf Gegenwartsbezug statt nostalgischer Geisterromantik. Die dramaturgische Spannung entsteht aus dem Reibungsmoment zwischen dem einsamen Spukwesen und einer Familie, die sich vom Unerklärlichen kaum beeindrucken lässt. Gerade daraus gewinnt der Abend seine Kraft: Das Gespenstische wird nicht zur Kulisse, sondern zur Frage nach Empfindsamkeit, Wahrnehmung und menschlicher Nähe.
Bühnenbild, Kostüme und Klang als Echo des Unheimlichen
Am Münchner Volkstheater treffen präzise Bühnenkunst und atmosphärische Zuspitzung aufeinander. Hanna Rodes Kostüm- und Maskenarbeit prägt laut Hauskommunikation bereits das Erscheinungsbild der Produktion, während Musik, Licht und Spielweise den Abend in einen vielschichtigen Raum zwischen Komik und Beklemmung tauchen. So entsteht eine Inszenierung, die das Unheimliche nicht ausstellt, sondern subtil entfaltet.
Ein Haus mit Profil für starke Gegenwartsdramatik
Das Münchner Volkstheater im Schlachthofviertel steht für ein junges Ensemble, zeitgenössische Regiehandschriften und ein Publikum, das neugierig auf neue Perspektiven reagiert. Das Haus ist barrierefrei, bietet eine klare Service-Struktur und ist seit Jahren auch mit dem Festival Radikal jung ein wichtiger Ort für aktuelle Theaterkunst in München. Für diese Uraufführung ist genau das der passende Rahmen: ein offenes Haus für ein Stück, das den Nerv der Gegenwart trifft.
Fazit: Wer Theater liebt, das mehr fragt als erklärt, findet hier einen Abend voller Spannung, Witz und kluger Verunsicherung. I WANNA CONTACT THE LIVING – Das Gespenstische von Canterville verspricht ein intensives Live-Erlebnis zwischen Grusel, Gesellschaftsblick und emotionaler Nähe. Unbedingt vor Ort erleben.
Offizielle Kanäle von Münchner Volkstheater:
- Instagram: https://www.instagram.com/volkstheater/?hl=de
- Facebook: https://www.facebook.com/volkstheater
- YouTube: kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://www.muenchner-volkstheater.de/
Quellen:
- Münchner Volkstheater – Stückseite I WANNA CONTACT THE LIVING
- Münchner Volkstheater – Preise
- Münchner Volkstheater – FAQ
- Münchner Volkstheater – Ihr Theaterbesuch
- Münchner Volkstheater – Presse
- Münchner Volkstheater – Katharina Grosch
- Thea.info – Veranstaltung und Preisübersicht
- in-muenchen.de – Termininfos










