Fake Noise, True Image in der Pasinger Fabrik: Kunst wird hörbar


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Wenn Maschinen zu Klangskulpturen werden
Die Ausstellung Fake Noise, True Image – Synergien in der Kunst verwandelt die Pasinger Fabrik in einen sinnlichen Erfahrungsraum zwischen Klangkunst, Skulptur, Mechanik, Fotografie und Theater. Am Dienstag, 27. Oktober 2026, erleben Besucherinnen und Besucher von 15 bis 19 Uhr elektromechanische Kunstwerke des Münchner Künstlerduos Portmanteau.
Klangkunst zwischen Skulptur und Performance
Im Zentrum stehen sonderbare Musikmaschinen, die aus alten, gefundenen oder recycelten Materialien entstehen. Sittichquirl, Alpinium, Strippenzieher, Singvase und Grobian verbinden kinetische Skulptur, Assemblage und Sound Art zu einer spielerischen Installation. Durch Münzeinwurf, Knopfdruck oder Kurbelbewegung setzen die Besucherinnen und Besucher die Werke selbst in Gang.
Stühle beginnen zu steppen, eine Schafherde erklingt und eine Singvase entwickelt ihren eigenen humorvollen musikalischen Kommentar. Die Werkbetrachtung bleibt nicht auf den Blick beschränkt: Bewegung, Geräusch, Material und Raumwirkung werden zu Bestandteilen einer unmittelbaren ästhetischen Erfahrung.
Portmanteau und die Poesie der Maschine
Hinter Portmanteau stehen Gerald Greulix Schrank und Christian Taison Heiß. Das seit mehr als zwanzig Jahren aktive Duo arbeitet an der Schnittstelle von Bandprojekt, Tonstudio, Theater und Techniktüftelei. Die Süddeutsche Zeitung bezeichnete Portmanteau als die Tinguelys des Theaters – eine Nähe zur kinetischen Kunst und zur Tradition des skurrilen Maschinenobjekts.
Die Ausstellung erweitert die Klangmaschinen zu einer vielseitigen Werkschau. Teile von Bühnenbildern, Fotografien, Drucke und Pappcomics treten in einen Dialog mit den mechanischen Skulpturen. Martin Dessecker, Petr Mayr, Willi Haas und Dr. Leonhard Scheck bringen zusätzliche Perspektiven aus bildender Kunst, Druckgrafik, Fotografie und Wissenschaft ein.
Industrielle Erinnerung als Ausstellungskontext
Die Geschichte des Ausstellungsortes prägt die Kuratierung. Wo heute die Pasinger Fabrik als Kultur- und Bürgerzentrum beheimatet ist, befand sich einst das Stammhaus der Ritterwerke, in dem von 1912 bis 1982 Haushaltsgeräte produziert wurden. Ein eigens für diesen Ort entwickeltes Werk aus Handkurbel-Brotschneidemaschinen übersetzt diese industrielle Vergangenheit in eine humorvolle Klanginstallation.
Wer eine Münze einwirft, hört, wie eine Brotschneidemaschine klingt, wenn sie kein Brot mehr schneidet. Technikgeschichte, Alltagsobjekt und Performance verschmelzen zu einer sinnlichen Installation, die Auge, Ohr und Zwerchfell anspricht.
Werkbetrachtung, Führung und kulturelle Bildung
An vielen Ausstellungstagen sind die Künstler selbst vor Ort, führen durch die Räume und bespielen einzelne Werke. Öffentliche Führungen finden dienstags um 18 Uhr an ausgewählten Terminen statt, darunter am 27. Oktober 2026. Die Ausstellung richtet sich an Spielkinder von 0 bis 99 Jahren und verbindet kulturelle Bildung mit unmittelbarer Interaktion.
Die Ausstellungsatmosphäre lebt vom Wechsel zwischen stiller Betrachtung, überraschenden Geräuschen und aktivierender Bewegung. Fake Noise, True Image zeigt Kunst als offene Versuchsanordnung: technisch präzise, materiell vielfältig, musikalisch, theatralisch und voller Spielfreude.
Fazit: Ein Kunsterlebnis zum Hören, Staunen und Mitmachen
Besucherinnen und Besucher erwartet eine Ausstellung, in der Klangkunst, Skulptur, Fotografie, Druckgrafik und Theater zu einem begehbaren Kosmos verschmelzen. Wer kinetische Kunst, Recyclingmaterialien und humorvolle Maschinenpoesie unmittelbar erleben möchte, sollte die Pasinger Fabrik unbedingt live besuchen und den Werken selbst ihren Klang entlocken.
Offizielle Kanäle von Portmanteau:
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