Yalla. Arabisch-jüdische Berührungen im Jüdischen Museum München

Event: Yalla. Arabisch-jüdische Berührungen in Jüdisches Museum München, Sankt-Jakobs-Platz 16, 80331 München on 29. April 2026

Datum und Uhrzeit

29. April 2026 10:00 Uhr

Veranstaltungsort

Jüdisches Museum München
Sankt-Jakobs-Platz 16, 80331 München, Deutschland

Tickets

3,00

Über diese Veranstaltung

Ausstellungen & Museen

Stimmung

Entspannt

Veranstaltungsorttyp

Drinnen

Arabisch-jüdische Geschichte als lebendiges Kunsterlebnis im Jüdischen Museum München

Mit Yalla. Arabisch-jüdische Berührungen eröffnet das Jüdische Museum München vom 29. April 2026 bis 1. März 2027 eine Ausstellung, die Identität, Erinnerung und kulturelle Verflechtung in den Mittelpunkt rückt. Die Schau auf den Ebenen 1 und 2 folgt der vielschichtigen Beziehung zwischen arabischen und jüdischen Lebenswelten – historisch verdichtet, politisch aufgeladen und künstlerisch präzise.

Zwischen Erinnerung, Tabu und Selbstbehauptung

Die Ausstellung beleuchtet, wie sich das Bewusstsein für die Geschichte der Misrachim in Israel entwickelt hat und weshalb der Begriff der arabischen Jüdinnen und Juden als bewusster Tabubruch gelesen werden kann. Das Kunsterlebnis entfaltet sich nicht als lineare Erzählung, sondern als differenzierte Werkbetrachtung: Künstlerische Positionen öffnen den Blick auf historische Schlüsselmomente, religiöse Prägungen, politische Spannungen und kulturelle Überschneidungen.

Kunst, Biografien und die Kraft der Perspektive

Im Zentrum stehen ausgewählte Künstlerinnen und Künstler jüdischer Herkunft, deren Biografien im arabisch-jüdischen Kontext verwurzelt sind. Ihre Arbeiten verdichten persönliche Erfahrungen zu einer Ausstellung mit hoher ästhetischer und intellektueller Spannung. Für Besucherinnen und Besucher entsteht eine Ausstellungserfahrung, die Fragen von Selbst- und Fremdbild ebenso ernst nimmt wie stereotype Zuschreibungen und die Dynamik von Erinnerungskultur.

Kuratorische Tiefe und kulturelle Bildung

Als Kooperation des Jüdischen Museums Hohenems mit dem Jüdischen Museum München verbindet die Schau wissenschaftliche Fundierung mit öffentlicher Vermittlung. Begleitend erscheint eine Online-Publikation. Das Museum versteht sich als Ort der jüdischen Geschichte, Kultur, Migration und Teilhabe; entsprechend richtet sich das Angebot auch an Menschen, die Kunst, Geschichte und Gegenwart in einem reflektierten Museumserlebnis zusammendenken möchten. Für die Ausstellung sind zudem Rundgänge vorgesehen; die Vermittlungsarbeit des Hauses umfasst buchbare Formate für Bildung und Schulklassen.

Besuch vor Ort: Raum, Ruhe und barrierefreier Zugang

Das Jüdische Museum München an der Sankt-Jakobs-Platz 16 liegt zentral in der Altstadt, unweit von Marienplatz und Sendlinger Tor. Das Haus ist laut städtischer Information stufenlos zugänglich, verfügt über einen Aufzug zu den Ausstellungsflächen im Untergeschoss, 1. und 2. Obergeschoss sowie über eine behindertengerechte Toilette. Die regulären Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr; montags bleibt das Museum geschlossen.

Wer eine Ausstellung sucht, die politische Gegenwart, jüdische Geschichte und zeitgenössische Kunst auf hohem Niveau verbindet, findet hier ein eindrucksvolles Ziel. Yalla. Arabisch-jüdische Berührungen verspricht keine einfache Antwort, sondern eine anspruchsvolle, inspirierende und unbedingt sehenswerte Auseinandersetzung mit kultureller Vielstimmigkeit. Ein Besuch lohnt sich live, weil erst vor Ort die räumliche Präsenz, die kuratorische Dramaturgie und die emotionale Tiefe dieser Schau vollständig erfahrbar werden.

Offizielle Kanäle von Jüdisches Museum München:

Quellen:

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