ATEM & AFFEKT entführt München in die Klangwelt von Renaissance und Barock


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ATEM & AFFEKT: Historische Klangwelten in der Münchner Residenz
Am Sonntag, 8. November 2026, lädt ATEM & AFFEKT in die Alte Hofkapelle der Münchner Residenz zu einer musikalischen Reise durch Renaissance und Barock ein. Ab 18:30 Uhr begegnen sich Traditionen aus der Ukraine, Polen, Italien und Deutschland in einem Konzert, das historische Klangfarben, kulturelle Vielfalt und expressive musikalische Gesten verbindet.
Wenn Musik zum Atem wird
Im Zentrum des Programms stehen Werke von Maksym Berezovsky, Carl Philipp Emanuel Bach, Andrea Falconieri, Adam Jarzębski und Georg Philipp Telemann. Ergänzt wird die Auswahl durch Musik aus der Tabulatur des Jan z Lublin sowie ein Werk des polnischen Lautenisten Jakob Polak. Die historische Hofkapelle schafft dafür einen unmittelbaren, konzentrierten Resonanzraum.
Virtuose Dialoge zwischen Flöte und Cembalo
Besondere Spannung entsteht in den Sonaten für Blockflöte und Cembalo. Das Cembalo begleitet nicht nur, sondern übernimmt eine eigenständige obligate Stimme und tritt mit der Flöte in einen gleichberechtigten Dialog. Ornamentik, Artikulation und rhythmische Präzision lassen die musikalische Rhetorik des Barock lebendig werden.
Historische Instrumente, neuer Hörmoment
Die Aufführung folgt der historisch informierten Aufführungspraxis und setzt auf Kopien historischer Instrumente des 16. und 17. Jahrhunderts. Nataliia Pavliv spielt Blockflöte und Sopilka, eine ukrainische Flöte. Andrij Slota ist am Cembalo zu erleben, Anna Zimr an Barockcello und Viola da gamba, Adam Riha an Theorbe und Laute.
Musik als kulturelle Verbindung
ATEM & AFFEKT verbindet musikalische Landschaften, die selten in einem gemeinsamen Konzertprogramm erklingen. Die ukrainische Sopilka, polnische Renaissanceklänge, italienische frühbarocke Idiome und deutsche Barocktraditionen treten in einen vielschichtigen Austausch. So entsteht ein Konzerterlebnis zwischen intimer Kammermusik, historischer Erinnerung und gegenwärtiger kultureller Verbundenheit.
Fazit: Ein Abend für neugierige Ohren
Das Publikum erwartet ein atmosphärisches Konzert mit selten aufgeführten Werken, farbenreicher Instrumentierung und einer sorgfältig gestalteten historischen Klangsprache. Wer Renaissance- und Barockmusik in besonderer Umgebung erleben möchte, entdeckt in der Alten Hofkapelle einen Abend voller Atem, Affekt und musikalischer Nähe.
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