Navid Kermani in Gauting: Lesung und Gespräch über Grenzen


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Grenzen als Schwellen des Menschlichen: Navid Kermani im bosco Gauting
Wenn Navid Kermani über Grenzen spricht, beginnt die Literatur dort, wo politische Landkarten enden. Gemeinsam mit der Journalistin Shahrzad Eden Osterer erkundet der vielfach ausgezeichnete Schriftsteller am 23. Oktober 2026 im bosco Gauting politische, kulturelle und existenzielle Grenzerfahrungen.
Literatur zwischen Eigenem und Fremdem
Kermanis literarisches Werk kreist um Übergänge: zwischen Eigenem und Fremdem, Sprache und Schweigen, Erinnerung und Verstummen, Nüchternheit und Ekstase, Leben und Tod. Seine Texte verbinden erzählerische Präzision mit philosophischer Offenheit und führen mitten hinein in den kulturellen Diskurs einer Gegenwart, in der Zugehörigkeiten immer wieder neu verhandelt werden.
Der deutsche Schriftsteller, Reporter, Essayist und habilitierte Orientalist zählt zu den profiliertesten Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Für seine Romane, Essays, Reportagen und wissenschaftlichen Arbeiten erhielt er unter anderem den Kleist-Preis, den Joseph-Breitbach-Preis, den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und den Thomas-Mann-Preis.
Ein Abend mit Sommer 24 und Entlang den Gräben
Im Mittelpunkt der Lesung stehen mehrere Werke Navid Kermanis. Aus seinem Roman Sommer 24 liest er über den Moment, in dem eine vertraute Welt ihre Selbstverständlichkeit verliert. Das Buch verdichtet persönliche Wahrnehmung und gesellschaftliche Verunsicherung zu einer literarischen Untersuchung des Umbruchs.
Auch Entlang den Gräben öffnet den Blick über nationale Grenzen hinweg. Kermanis Reise durch das östliche Europa bis nach Isfahan verbindet Reportage, Reflexion und genaue Beobachtung. Seine narrative Kunst macht politische Räume als Erfahrungsräume sichtbar und lässt historische Brüche in konkreten Stimmen, Landschaften und Begegnungen erscheinen.
Lesung und Gespräch mit Shahrzad Eden Osterer
Die Autor-Begegnung lebt vom Wechsel zwischen gelesener Passage und konzentriertem Gespräch. Shahrzad Eden Osterer begleitet den Abend als Gesprächspartnerin und fragt nach den Bedeutungen, die Grenzen im Alltag, in der Politik und im Inneren des Menschen annehmen.
So entsteht eine Lesungs-Atmosphäre, in der Sprache nicht nur vorgetragen, sondern als Denkbewegung erfahrbar wird. Kermanis sprachliche Kunstfertigkeit verbindet literarische Qualität mit journalistischer Klarheit. Das Publikum erwartet ein intimes literarisches Erlebnis über Fremdheit, Erinnerung, Identität und die Möglichkeit, im Dazwischen neue Perspektiven zu gewinnen.
Fazit: Literatur als Begegnungsraum
Navid Kermani und Shahrzad Eden Osterer laden zu einem Abend ein, der politische Wirklichkeit, persönliche Erfahrung und poetische Sprachkunst miteinander verbindet. Wer Literatur als Erkenntnisform und Lesungen als unmittelbare Autor-Begegnung erlebt, findet im bosco Gauting einen eindringlichen Abend über die Grenzen, die Menschen trennen und verbinden.
Offizielle Kanäle von Navid Kermani:
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