Sonja Finck und Frank Weigand sprechen in München über queere Literatur


Datum und Uhrzeit
Veranstaltungsort
Tickets
Über diese Veranstaltung
Stimmung
Veranstaltungsorttyp
Wenn Übersetzen zur politischen Sprachkunst wird
Beim Queeren Literaturfestival München 2026 treffen Sonja Finck und Frank Weigand im Gasteig HP8 aufeinander. In ihrem moderierten Gespräch mit LJ Jeschke geht es um literarisches Übersetzen als künstlerische und politisch-aktivistische Praxis – und um die Frage, wie queere Literatur zwischen Sprachen, Kulturen und unterschiedlichen Erfahrungshorizonten ihre Kraft bewahrt.
Zwischen Stimme, Stil und kultureller Übertragung
Übersetzen bedeutet weit mehr als die Übertragung einzelner Wörter. Es geht um Rhythmus, Tonlage, narrative Perspektive und die sprachliche Genauigkeit, mit der Identität, Begehren und gesellschaftliche Wirklichkeit in einer neuen Sprache erfahrbar werden. Sonja Finck und Frank Weigand sprechen über die besonderen Herausforderungen queerer Texte und Theaterstücke sowie über die Entscheidungen, die literarische Qualität und Zugänglichkeit miteinander verbinden.
Ein Gespräch mit zwei prägenden Übersetzer*innen
Sonja Finck hat unter anderem Werke von Annie Ernaux und Édouard Louis ins Deutsche übertragen. Für ihre Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem André-Gide-Preis, dem Deutschen Jugendliteraturpreis und dem Eugen-Helmlé-Preis für ihr Gesamtwerk. Frank Weigand übersetzte rund 150 Theaterstücke, vor allem aus dem französischen und frankophonen Sprachraum, und beschäftigt sich intensiv mit kollaborativen Übersetzungsprozessen und den machtpolitischen Dimensionen sprachlicher Übertragung.
Queere Literatur als Raum der Widerständigkeit
Das Gespräch verortet literarisches Übersetzen im kulturellen Diskurs der Gegenwart. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Übersetzungen von Laura Vazquez, Édouard Louis und Laura-Ève Lambert ebenso wie Erfahrungen aus dem Literaturbetrieb, strukturelle Hindernisse und die Frage, was sich verändert, wenn Übersetzen als gemeinsamer Prozess verstanden wird. Die Lesungs-Atmosphäre des Festivals verbindet fachkundige Analyse mit einer unmittelbaren Autor-Begegnung und öffnet den Blick auf Sprache als lebendige kulturelle Praxis.
Literarisches Erlebnis im Gasteig HP8
Der Saal X im Gasteig HP8 bietet den Rahmen für eine konzentrierte Begegnung mit Übersetzung, Gegenwartsliteratur und queerer Kultur. Besucher*innen erwartet ein 90-minütiges Werkstattgespräch mit Einblicken in Arbeitsweisen, Sprachkunst und die gesellschaftliche Bedeutung literarischer Vermittlung.
Das Queere Literaturfestival München schafft seit 2023 einen Raum für aktuelle queere Literatur, Gespräche, Lesungen und Schreibformate. Wer Literatur nicht nur als fertigen Text, sondern als vielstimmigen Prozess erleben möchte, findet in diesem Gespräch einen besonders aufschlussreichen Festivalmoment.
Fazit: Sprache als Begegnung erleben
Sonja Finck und Frank Weigand machen sichtbar, wie viel literarische Arbeit, kulturelle Verantwortung und sprachliche Kunstfertigkeit in einer Übersetzung steckt. Das Gespräch verspricht ein inspirierendes literarisches Erlebnis für alle, die sich für queere Gegenwartsliteratur, Übersetzung und die politische Kraft von Sprache interessieren. Jetzt den Termin im Gasteig HP8 vormerken und Literatur live im Gespräch erleben.
Offizielle Kanäle von Sonja Finck und Frank Weigand:
- Instagram: kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden
- Website: kein offizielles Profil gefunden
- Verlag: kein offizielles Profil gefunden










