The Absent im Gasteig HP8: Chinesisches Autorenkino voller leiser Zwischentöne

Event: The Absent in Gasteig HP8, Projektor, Hans-Preißinger-Straße 4-8, 81379 München on 7. November 2026

Datum und Uhrzeit

7. November 2026 16:00 Uhr

Veranstaltungsort

Gasteig HP8
Hans-Preißinger-Straße 8, 81379 München, Deutschland

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9,00 €
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Zwischen Schnee, Verlust und Hoffnung: The Absent beim Chinesischen Filmfest München

Ein Wintersturm legt sich über eine kleine Grenzstadt im Norden Chinas – und bringt drei Menschen zusammen, deren Leben von Abwesenheit, Sehnsucht und der Suche nach einem neuen Anfang geprägt sind. Lu Dans feinfühliges Regiedebüt The Absent ist am Samstag, 7. November 2026, beim 14. Chinesischen Filmfest München im Projektor des Gasteig HP8 zu sehen.

Drei Suchende, ein eingeschneites Hotel

Im Zentrum des 2024 entstandenen Dramas stehen ein russischstämmiger Fotograf, ein Han-chinesisches Mädchen auf der Suche nach seinem Vater und ein tatarischer Akkordeonspieler. Während ein Schneesturm die Außenwelt abschneidet, verweben sich ihre Biografien in einem Hotel zu einer stillen Gemeinschaft auf Zeit.

Was zunächst wie eine zufällige Begegnung wirkt, entwickelt sich zu einer dramaturgisch konzentrierten Erzählung über Verlust, Einsamkeit und die Frage, wie Menschen mit einer schmerzhaften Vergangenheit weiterleben. Die Abwesenheit einer Vaterfigur bildet dabei den emotionalen Resonanzraum, in dem sich die drei Lebensgeschichten spiegeln.

Eine leise Inszenierung mit großer emotionaler Spannweite

Regisseurin Lu Dan, die aus Xinjiang stammt und für ihren Debütfilm auch das Drehbuch schrieb, setzt auf eine zurückhaltende Bildsprache. Die winterliche Grenzstadt, das eingeschlossene Hotel und die tastenden Begegnungen verdichten sich zu einem atmosphärischen Bühnen- und Filmerlebnis, in dem Nähe oft aus Blicken, Pausen und unausgesprochenen Erinnerungen entsteht.

The Absent verbindet Drama und Familienfilm zu einer Geschichte über Herkunft und Zugehörigkeit. Die Schauspielkunst entfaltet ihre Wirkung nicht über große Gesten, sondern über feine Verschiebungen: Ein Gespräch öffnet eine Wunde, eine gemeinsame Mahlzeit schafft Vertrauen, ein musikalischer Moment lässt verdrängte Erinnerungen an die Oberfläche treten.

Chinesisches Kino zwischen Licht und Schatten

Der Film fügt sich in das diesjährige Festivalmotto „Zwischen Licht und Schatten, China begegnen“ ein. Das 14. Chinesische Filmfest München richtet den Blick auf persönliche Beziehungen, gesellschaftliche Veränderungen und die Suche nach dem eigenen Platz im Leben. Viele Beiträge erzählen von Familie, Liebe, Verlust, Selbstbestimmung und Neuanfängen.

Als Originalfassung mit englischen Untertiteln eröffnet die Vorführung zugleich einen unmittelbaren Zugang zu einer vielschichtigen chinesischen Lebenswelt. Die reduzierte Dramaturgie und die winterliche Atmosphäre machen The Absent zu einem Film für alle, die leise Erzählungen, nuancierte Figurenzeichnungen und poetisches Autorenkino schätzen.

Fazit: Ein bewegendes Bühnenerlebnis im Kinosaal

Im Projektor des Gasteig HP8 erwartet das Publikum ein konzentriertes Filmerlebnis über Menschen, die in der Fremde zueinanderfinden. The Absent erzählt von Schmerz ohne Pathos und von Hoffnung ohne einfache Antworten. Wer chinesisches Gegenwartskino, starke Atmosphäre und fein gearbeitete Dramaturgie live erleben möchte, findet hier einen eindringlichen Festivalabend.

Offizielle Kanäle von Konfuzius-Institut München e. V.:

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Quellen:

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