Donizettis Requiem begeistert München im Herkulessaal der Residenz


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Donizettis Requiem trifft auf seltene Klangwelten von Johann Simon Mayr
Ein außergewöhnliches Konzertprogramm erwartet das Münchner Publikum am Samstag, 31. Oktober 2026, im Herkulessaal der Residenz. Gaetano Donzettis emotional aufgeladenes Messa di Requiem verbindet sich mit konzertanten Ausschnitten aus Johann Simon Mayrs geistlichem Drama Atalia – eine musikalische Begegnung zwischen Trauer, Trost, dramatischer Kraft und stiller Innigkeit.
Zwischen Trauer, Trost und Hoffnung
Donizetti komponierte sein Requiem 1835 anlässlich des Todes seines Komponistenkollegen Vincenzo Bellini. Die Partitur entfaltet eine intensive Klangsprache, in der Chor und Orchester zwischen mächtigen Ausbrüchen und nachdenklichen Momenten wechseln. Im historischen Ambiente des Herkулessaals entsteht eine konzentrierte Live-Atmosphäre, die den sakralen Charakter des Werkes unmittelbar erfahrbar macht.
Johann Simon Mayr und die musikalische Verbindung zu Donizetti
Die Ausschnitte aus Atalia eröffnen einen Blick auf das dramatische Schaffen Johann Simon Mayrs. Mayr, der zu den wichtigsten Lehrern Donizettis zählte, prägte den jungen Komponisten nachhaltig. Sein 1822 in Neapel uraufgeführtes Werk verbindet geistliches Drama, theatralische Spannung und farbenreiche Orchestrierung.
Deutsch-italienische Klangfreundschaft auf der Bühne
Der MaxChor München musiziert gemeinsam mit dem Coro Città di Piazzola sul Brenta und der Kammerphilharmonie Ingolstadt. Dazu kommen internationale Gesangssolistinnen und -solisten: Evgeniya Sotnikova, Ruth Volpert, Andrés Agudelo, Petro Morozov und Martin Snell. Die Gesamtleitung übernimmt Gerald Häußler.
Das Konzert steht zugleich im Zeichen des 75. Jubiläums der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Italien. Gemeinsames Singen und Musizieren verbindet dabei zwei Städte, zwei musikalische Traditionen und eine lange europäische Kulturgeschichte.
Ein Konzertabend mit historischer Tiefe
Die Kombination aus Donizettis Requiem, Mayrs Atalia und Lucio Mosè Benaglias Symphonischen Postkarten schafft ein abwechslungsreiches Programm zwischen geistlicher Musik, Operndramatik und zeitgenössischer Klangsprache. Präzises Dirigat, vielstimmige Chorsätze und die charakteristische Akustik des Herkulessaals versprechen ein eindrucksvolles Konzerterlebnis.
Fazit: Musik als Brücke zwischen Zeiten und Ländern
Besucherinnen und Besucher erleben einen besonderen Konzertabend mit großer Chorbesetzung, internationalem Solistenensemble und einem selten aufgeführten Werk Mayrs. Wer die Verbindung von italienischer Operntradition, geistlicher Musik und europäischer Kulturgeschichte live erleben möchte, findet im Herkulessaal einen außergewöhnlichen musikalischen Treffpunkt.
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