Lukas Sternath begeistert München mit Schubert und Liszt im Prinzregententheater


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Lukas Sternath im Prinzregententheater: Klavierkunst zwischen Eleganz und Dramatik
Am Mittwoch, 14. Oktober 2026, verwandelt sich das Münchner Prinzregententheater in einen Resonanzraum für große romantische Klaviermusik. Der österreichische Pianist Lukas Sternath gestaltet um 20:00 Uhr ein Solorecital mit Franz Schuberts Klaviersonate Nr. 18 in G-Dur D 894 und Franz Liszts „Années de Pèlerinage“ aus dem zweiten Jahr, „Italie“ S. 161.
Schubert: Klangräume voller innerer Bewegung
Schuberts sogenannte Fantasie-Sonate lebt von fließenden Übergängen, poetischen Zwischenräumen und einer Spannung, die nicht aus äußerem Effekt, sondern aus feinster musikalischer Gestaltung entsteht. Sternaths Interpretationsansatz verbindet klare Linien mit einem ausgeprägten Gespür für die leisen, nach innen gerichteten Momente. Im Konzertsaal entsteht ein Konzerterlebnis, das Ruhe und Erwartung zugleich ausstrahlt.
Liszt: Virtuosität als musikalische Reise
Mit Liszts „Années de Pèlerinage“ führt der Abend von meditativer Klangpoesie in dramatischere und technisch anspruchsvolle Landschaften. Die Orchestrierung des Klaviers, die dynamische Staffelung und die präzise Synchronisation von Anschlag, Pedal und Artikulation machen dieses Werk zu einer anspruchsvollen Bühne für pianistische Gestaltungskraft. Virtuosität erscheint dabei nicht als Selbstzweck, sondern als Ausdruck musikalischer Dramaturgie.
Ein preisgekrönter Pianist auf internationalem Weg
Lukas Sternath, Jahrgang 2001 und in Wien geboren, wurde 2022 beim Internationalen ARD-Musikwettbewerb mit dem ersten Preis sowie sieben Sonderauszeichnungen ausgezeichnet, darunter der Publikumspreis. Als ehemaliger Wiener Sängerknabe und Student in der Klasse von Igor Levit verbindet er pianistische Präzision mit einer reflektierten Bühnenperformance. Konzertauftritte führten ihn unter anderem in den Wiener Musikverein, das Wiener Konzerthaus und zum Lucerne Festival.
Publikumsstimmung zwischen Stille und Ovationen
Besprechungen heben Sternaths fesselnde Spannungsbögen, seine kühle Eleganz und die dramatische Intensität seiner Interpretationen hervor. Gerade in den stillen Passagen hält er die Aufmerksamkeit des Saals präsent, bevor sich die Musik in virtuosen Finalmomenten öffnet. Das Prinzregententheater bietet dafür den passenden Rahmen: einen traditionsreichen Münchner Konzertsaal mit konzentrierter Akustik und unmittelbarer Nähe zur Bühne.
Fazit: Ein Klavierabend für neugierige Ohren
Das Münchner Recital verspricht eine spannungsreiche Begegnung mit Schubert und Liszt, getragen von Lukas Sternaths präzisem Dirigat am Instrument, seiner klanglichen Fantasie und einer ausgeprägten dramaturgischen Handschrift. Wer große Klaviermusik live erleben möchte, sollte diesen Abend im Prinzregententheater nicht verpassen.
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