Gesprächskreis für Frieden in Planegg: Joana Osmans Buch lädt zum Perspektivwechsel ein


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Frieden als Gespräch: Ein literarischer Lesekreis mit Joana Osman
Am Sonntag, 8. November 2026, lädt die vhs im Würmtal in Planegg zu einem Gesprächskreis für Frieden ein. Im Mittelpunkt steht Joana Osmans Buch Frieden. Eine reale Utopie, das friedensaktivistische Erfahrung, politische Reflexion und die verbindende Kraft von Erzählungen zusammenführt.
Narrative zwischen Spaltung und Verständigung
Joana Osman betrachtet am Beispiel des Nahostkonflikts, wie Narrative gesellschaftliche Wirklichkeit prägen. Geschichten können Fronten verhärten, Vorurteile bestätigen und Menschen voneinander entfernen. Sie können jedoch ebenso Perspektivwechsel ermöglichen, Empathie fördern und neue Formen des Zuhörens eröffnen.
Der Lesekreis widmet sich am 8. November den Kapiteln 4 und 5 auf den Seiten 53 bis 75. Im Zentrum stehen historische Bezüge sowie die Unterscheidung zwischen negativem und positivem Frieden nach Johan Galtung. Damit verbindet das Treffen literarische Lektüre mit politischer Bildung und einem offenen kulturellen Diskurs.
Literarisches Erlebnis im Format des gemeinsamen Lesens
Die Lesungs-Atmosphäre entsteht hier nicht durch eine klassische Bühnenveranstaltung, sondern durch konzentrierte Lektüre und den persönlichen Austausch. Das Format Sprechen und Zuhören schafft Raum für unterschiedliche Erfahrungen und macht die Autorin als Friedensaktivistin, Erzählerin und Denkerin im gemeinsamen Gespräch präsent.
Osman, 1982 in München als Tochter eines palästinensischen Vaters und einer deutschen Mutter geboren, studierte Amerikanistik, Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte sowie Literacy Management. 2012 war sie Mitbegründerin der Friedensbewegung The Peace Factory. Ihr literarisches Werk umfasst unter anderem die Romane Am Boden des Himmels und Wo die Geister tanzen. Für ihren Debütroman erhielt sie 2020 den Phantastik-Preis der Stadt Wetzlar, 2024 wurde sie mit dem Bayerischen Kunstförderpreis in der Kategorie Literatur ausgezeichnet.
Literarische Qualität und gesellschaftliche Verantwortung
Osmans Sprachkunst verbindet persönliche Erfahrung mit einer klaren Auseinandersetzung über kulturelle Identität, Erinnerung und Versöhnung. Ihr Essay Frieden. Eine reale Utopie fragt danach, wie Frieden über die bloße Abwesenheit von Gewalt hinaus als gesellschaftliche Praxis gedacht werden kann. Die Lektüre bietet deshalb nicht nur Gesprächsstoff, sondern auch eine präzise Reflexion über Verantwortung, Selbstwirksamkeit und die politische Bedeutung des Erzählens.
Fazit: Ein Gesprächskreis für offene Perspektiven
Besucherinnen und Besucher erwartet ein konzentriertes literarisches Erlebnis mit politischer Tiefe, persönlicher Begegnung und Raum für respektvollen Austausch. Wer Frieden als kulturelle, soziale und sprachliche Aufgabe verstehen möchte, erlebt in Planegg einen anregenden Lesekreis jenseits einfacher Antworten.
Offizielle Kanäle von Joana Osman:
- Instagram: kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://joanaosman.de/
- Verlag: kein offizielles Profil gefunden










