RAUSCH (Druk) im Metropoltheater: Große Bühnenkunst am Rand des Kontrollverlusts


Datum und Uhrzeit
Veranstaltungsort
Tickets
Über diese Veranstaltung
Stimmung
Veranstaltungsorttyp
RAUSCH (Druk): Zwischen Lebenslust und Kontrollverlust
Vier Lehrer, ein radikaler Selbstversuch und die Sehnsucht nach einem Leben, das wieder brennt: Mit RAUSCH (Druk) bringt das Metropoltheater München eine Bühnenfassung des vielfach ausgezeichneten Films von Thomas Vinterberg und Tobias Lindholm auf die Bühne. Am Mittwoch, 28. Oktober 2026, erlebt das Publikum eine ebenso humorvolle wie melancholische Theateratmosphäre über Freundschaft, das Älterwerden und die gefährliche Suche nach dem Glück im nächsten Glas.
Ein Experiment mit gefährlicher Sogwirkung
Im Zentrum der Inszenierung stehen vier frustrierte und überforderte Lehrer. Ihr Alltag ist von Routinen, beruflicher Ernüchterung und privaten Zweifeln geprägt. Eine psychologische These liefert den Auslöser für das Experiment: Ein dauerhaft erhöhter Alkoholpegel soll Hemmungen lösen, neue Energie freisetzen und den Zugang zum Leben zurückbringen.
Zunächst scheint die Methode zu funktionieren. Der Unterricht gewinnt an Leichtigkeit, Gespräche erhalten plötzlich Wärme, und aus grauer Alltagsödnis entsteht ein Rausch aus Selbstvertrauen und Bewegung. Doch die Grenzen verschieben sich. Was als spielerischer Versuch beginnt, entwickelt eine gefährliche Eigendynamik und führt die Figuren an den Rand des Kontrollverlusts.
Regie, Schauspielkunst und präzise Dramaturgie
Regisseur und Bühnenbildner Jochen Schölch formt aus dem Filmstoff eine konzentrierte Bühnenfassung mit unmittelbarer Nähe zum Publikum. Michele Cuciuffo, Hubert Schedlbauer, Jakob Tögel und Bijan Zamani verkörpern die vier Freunde mit nuancierter Schauspielkunst, feinem Humor und spürbarer Verletzlichkeit.
Die Dramaturgie folgt dem schmalen Grat zwischen Euphorie und Absturz. Komische Momente kippen in Melancholie, private Krisen brechen in scheinbar beiläufigen Szenen hervor. Das Bühnenbild verdichtet den Alltag der Lehrer zu einem Spielraum, in dem sich Haltungen, Körper und Beziehungen sichtbar verändern. Kostüme von Sanna Dembowski und das Lichtdesign von Martin Hermann unterstützen die wechselnden Stimmungen zwischen nüchterner Realität, berauschter Freiheit und erschütternder Ernüchterung.
Ein Stoff zwischen Gesellschaftssatire und Menschenbeobachtung
RAUSCH (Druk) verbindet gesellschaftliche Satire mit einer präzisen Studie über Lebensentwürfe, Männlichkeit, Freundschaft und die Angst vor dem Stillstand. Die Inszenierung stellt keine einfache moralische Rechnung auf. Sie zeigt Menschen, die nach Lebendigkeit suchen und dabei entdecken, wie schmal die Grenze zwischen Befreiung und Selbstzerstörung verläuft.
Das Metropoltheater schafft mit seiner direkten Raumsituation ein intensives Bühnenerlebnis. Nähe, Akustik und Lichtstimmung lassen die Publikumsreaktion unmittelbar spürbar werden. Lachen und Betroffenheit liegen dicht beieinander, während die vier Figuren ihre private und berufliche Ordnung immer weiter aus dem Gleichgewicht bringen.
Fazit: Ein Abend voller Energie, Witz und Nachhall
Die Münchner Aufführung verspricht ein packendes Theatererlebnis mit starker Ensembleleistung, präziser Regie und einer dramaturgisch vielschichtigen Geschichte. Wer gesellschaftlich relevantes Schauspiel, bewegende Figuren und eine Inszenierung zwischen Lebenslust und Kontrollverlust erleben möchte, findet in RAUSCH (Druk) einen Abend mit nachhaltigem Nachhall. Sichern Sie sich Ihre Karten und erleben Sie die Bühnenfassung live im Metropoltheater.
Offizielle Kanäle von Metropoltheater München:
- Instagram: kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://www.metropoltheater.com/










