Sophia Merwald in München: Sperrgut beschließt das Queere Literaturfestival


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Sophia Merwald beschließt das Queere Literaturfestival mit Sperrgut
Zum Abschluss des Queeren Literaturfestivals München liest Sophia Merwald aus ihrem Debütroman Sperrgut. Die Lesung verbindet literarische Sprachkunst mit einer eindringlichen Erkundung queerer Gemeinschaft, von Zärtlichkeit, Bedrohung und den politischen Bedingungen des Zusammenlebens.
Eine poetische Erzählung über Nähe und Widerstand
Im Zentrum von Sperrgut steht das scheinbar verlassene Frauenhaus namens Lusthansa. Dort finden Kristalloma, Maj, Stevie, Bruno, der Vater und Linde Formen queerer Familie, Freundinnenschaft und Komplizinnenschaft. Merwalds Figuren bewegen sich durch Nuancen von Nähe, für die es noch keine eigenen Wörter gibt.
Literarische Qualität zwischen Lyrik und Gesellschaftsanalyse
Sophia Merwald entwickelt eine spielerische Prosa, die immer wieder in ein lyrisches Register gleitet. Hinter der sprachlichen Leichtigkeit treten konkrete politische Fragen hervor: ungleiche Verdrängungskämpfe um Wohnraum, kapitalistische und bürokratische Hierarchien von Beziehungen sowie die Suche nach widerständigen Lebensformen.
Damit verankert sich der Roman im aktuellen kulturellen Diskurs über queere Räume, soziale Zugehörigkeit und alternative Formen des Zusammenlebens. Die Lesung verspricht ein literarisches Erlebnis, in dem Stimme, Rhythmus und narrative Vielschichtigkeit unmittelbar erfahrbar werden.
Eine ausgezeichnete Debütautorin im Gespräch
Sophia Merwald studierte Journalistik sowie Film- und Medienkultur-Forschung, arbeitet als Schriftstellerin und freie Journalistin und gibt Schreibworkshops. Für Sperrgut, erschienen 2026 bei park x ullstein, wurde sie unter anderem mit dem Alfred-Döblin-Preis und dem Kranichsteiner Literaturförderpreis ausgezeichnet. Moderiert wird der Abend von Franziska Setare Koohestani.
Lesungs-Atmosphäre im Saal X
Die Abschlusslesung findet im Saal X des Gasteig HP8 statt. Das Kulturzentrum im Münchner Stadtteil Sendling bietet den passenden Rahmen für eine intime Autor-Begegnung: konzentriertes Zuhören, präzise Sprache und ein Abend, der Literatur als gemeinschaftliche Erfahrung begreift.
Fazit: Literatur als gelebte Gemeinschaft
Sophia Merwalds Sperrgut führt in eine Welt, in der Verletzlichkeit, Solidarität und Widerstand eng miteinander verbunden sind. Wer queere Gegenwartsliteratur, poetische Prosa und gesellschaftlich engagierte Narrative erleben möchte, findet bei dieser Abschlusslesung einen eindrucksvollen Festivalabend. Literaturinteressierte sollten die Autorin live im Gasteig HP8 erleben.
Offizielle Kanäle von Sophia Merwald:
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